[Politik und Gesellschaft] Einwegpfand beliebter als Mehrwegpfand

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[TD]Anders als geplant sind Einwegdosen und -flaschen beliebter als Mehrwegflaschen, wie die Bundesregierung auf schriftliche Anfrage der Grünen bestätigte.
Die Einwegquote liegt demnach aktuell bei 51,7 Prozent, nur noch 46,7 Prozent sind Mehrwegflaschen.
Der Rest besteht aus Karton- oder Schlauchpackungen.
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Bild: , Alex Anlicker,
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Quelle:
 
"beliebter" ist ein wenig irreführend. Es gibt mehr Einwegpfand- als Mehrpfandflaschen ja, aber das heißt nicht das sie beliebter sind.
Meine Oma hat z.B. erst vor 2 Monaten bemerkt das ihre Wasserflaschen im Kasten nur Einwegpfand sind. Begeistert war sie nicht
 
Aber der Trend ist ja tatsächlich zu sehen. Wenn ich überlege wie der normale Getränkeeinkauf vor meinetwegen 10 Jahren aussah und wie er heute aussieht, dann hat sich da schon eine Menge in Richtung Einwegflsche verschoben. Aber nicht nur die Mehrwegflasche (ob jetzt Glas oder Plaste sei mal dahin gestellt) muss Verluste hinnehmen. Auch der Tetrapack wird imho immer seltener.
 
Das Angebot an Einwegflaschen ist nun mal größer. Bei ALDI z.B. gibt es gar nichts anderes.

Alle anderen Discounter, Super- und Verbrauchermärkte haben ebenfalls die meisten Getränke als Einwegpfand im Angebot.
Und die Kunden greifen zu.
 
Wenn ich überlege wie schwer eine blaue Ikea-Monstertasche mit Plastikwasserflaschen im Gegensatz zu einer einzigen
Leergutkiste mit Glaswasserflaschen ist, nehme ich Plastik. Und in Plastik bekomme ich immerhin 1,5 Liter, bei Glas meist nur 0,75 Liter.

Geplant war das sicher nicht so von den Verantwortlichen, aber dafür sind die Hartschalenkoffer viel günstiger als früher :)
 
Auf jeden Fall gibt es jetzt weit weniger Plastikflaschen und Dosen, die auf den Straßen liegen (und wenn, werden diese von Pfandsammlern aufgehoben).
Außer die Dosen, die man in Dönerbuden kauft. Die beziehen ihre Ware immer aus Holland. :D

Die News ist übrgens etwas . :coffee:
 
Was die Deutschen früher an Kaffee und Zigaretten in Venlo & Co gekauft haben, wird jetzt an Dosen gekauft.
Da werden palettenweise Cola-Fanta-Sprite und besonders 0,3L Dosen Prosecco aus den 2 Brüder-Läden gekarrt.
Zur Sommerferienzeit kommen noch Bier und RedBull dazu.

Dass nicht mehr überall Leergut rumliegt nehme ich erfreut zur Kenntnis :T
 
Tja...das war wieder mal eine clevere Gängelung...äh...Maßnahme dieses Dosenpfand.
Wo früher die Leute in aller Regel Mehrwegkästen gekauft haben (Cola, Bier, Wasser...) werden heute quasi palettenweise Einweg-Getränke aus den Discountern geschleppt.
Das ist ökologisch mit Sicherheit total sinnvoll. :m

Von der über mir erwähnten Venlo-Situation ganz zu schweigen.
Ich wohne selbst nur ca. 15KM von Venlo entfernt und kann nur sagen, dass jeder Hinz und Kunz palettenweise Dosen da kauft und nach Deutschland bringt.
Die Holländer lachen sich nen Ast, wie viel Kaufkraft wir aufgrund des Dosenpfands zu denen verlagern. :rolleyes:
 
Naja, wiederverwertet werden die Plastikbuddeln ja doch. Die erwähnten Hartschalenkoffer und so'n Zeug.
Allerdings gibt es immer noch keine festen Aussagen dazu, wieviel Energie für die Produktion, bzw. die Verwertung benötigt wird.

In der heutigen Müllverwertung ist es für Sortiermaschinen eine leichte Angelegenheit Dosen und ähnliches auszufiltern.
(Mittlerweile wollen einige Kommunen ja auch den gelben Müll mit dem grünen Punkt nicht mehr, da die Sortiermaschinen zu gut geworden sind)

Ich erinnere mich mich Schaudern an die Plakatwerbung vor vielen Jahren für die Bier-Split-Kisten. Da sah man eine Frau von hinten
in Fitnesskleidung, die mal locker eine Splitbox, vermutlich lächelnd-tänzelnd, zu ihrem Gatten nach Hause trug.
 
Durch das Pfan ist die Unterscheidung zwischen "gutem" Mehrweg und "bösem" Einweg für Konsumenten sicher nicht leichter geworden.
 
Wenn man mal bezüglich der Ökobilanz echte Zahlen bekommen könnte. Vermutlich wäre das dann ein Armutszeugnis für die Einfädler des Pfands.

Und bei dem was da an Flaschen über den Ladenscanner geht, reden wir hier von Abermillionen Euro, also von Abhängigkeiten, Lobbyismus und Höllengewinnen.
 
Was heißt denn beliebter? Ich kaufe halt das, was im Regal steht.
Wenn ich Wasser will, dann fahre ich nicht extra zum Spezialhändler, um dort eine bestimmte Verpackung zu erwerben sondern ich laufe in die Getränkeabteilung des Geschäfts, in dem ich auch meinen übrigen Einkauf erledige und schnappe das erste, was ich dort finde.

Zumal 51% vs 46% ist kein signifikanter Unterschied, das kann durchaus noch im Rahmen von Standardabweichungen laufen.


Wenn man wirklich etwas für die Umwelt tun wollte wären Einwegbehältnisse schicht verboten. So einfach ist das.
Dass man da ein Pfand drauf macht ist etwa so wie die Abgaben für Alkohol und Kippen zu erhöhen. Das hat auch nichts damit zu tun, dass man sich plötzlich um die Gesundheit der Konsumenten kümmert.. -.-"
 
Interessanterweise haben die Niederländer ja auch Pfand auf Plaste-Einwegflaschen. Nur nicht auf Dosen.. Die Dosen aber dort zu kaufen, weil sie ohne Pfand sind(mich juckt es zumindest zuweilen ), wäre wieder ein Kapitel im Buch über Konsumentenpsychologie wert. Denn nach meiner Beobachtung kostet die Dose drüben ohne Pfand etwa soviel wie hier mit, wenn nicht mehr. Das Gefühl, eine Dose auf der 25 Cent Pfand sind wegzuwerfen widerstrebt einem dermaßen, daß man lieber die 25 Cent, oder mehr, beim Kauf investiert . :rolleyes:
 
Geld, das du beim Kauf von bestimmten Verpackungen (meist Getränke) extra bezahlst und das du nie wieder siehst, weil bei der Leergutrückgabe der Barcode auf der Flasche nicht mehr deutlich genug lesbar ist, das Geschäft genau diese Flasche nicht (mehr) führt oder die Rückgabeautomaten wieder mal nicht funktionieren. ;)
Ach nein, Moment, das ist natürlich Geld, das du für die Miete der Flaschen bezahlst, das du wieder bekommst, wenn du die Flasche zurück bringst, damit unsere schöne Umwelt nicht belastet wird.
 
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