Ein Lüfter im Gehäuse: CPU-Kühler oder Gehäuse?

Munro

NGBler
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Moin,

ich baue die Tage einen Rechner für meine Mutter zusammen. Die Hardware steht soweit auch weitestgehend fest, deswegen ist das hier auch nicht in der Kaufberatung. Der Rechner soll vor allem sehr leise sein. Die einzige Geräuschquelle werden die Lüfter sein: der Lüfter des Netzteils (300 Watt L8 be quiet!) und der des Mugen 4. Der zu kühlende Prozessor ist der Pentium G3220 mit 53 Watt TDP (mit leichtem Undervolting), Grafikkarte gibt es keine. Das Gehäuse ist bis auf die Lüfter-Plätze (vorne 2x, unten 1x, hinten 1x) geschlossen und leicht gedämmt.

Meine Überlegung ist jetzt: Entweder kommt der CPU-Lüfter an den CPU-Kühler, oder er kommt an den hinteren Lüfter-Platz; in beiden Fällen den Lüfter am CPU-Fan-Anschluss (PWM) angeschlossen.

Wenn der Lüfter am Kühler sitzt, wird weniger Geräusch nach außen dringen, aber ich befürchte, dass dann Hitzestau droht. Ist er Gehäuselüfter, weiß ich nicht, ob die semi-passive Kühlleistung des Mugen 4 in allen Situationen genügt. Natürlich werde ich mal eine Stunde lang Prime95 durchlaufen lassen und die Temperaturen beobachten, aber wer weiß, wie das so über die Jahre hinweg verläuft. Zumal meine Mutter am PC sitzt und nicht ich; und sie wird sicher nicht ab und zu mal die Temperaturen checken, nur weil Sommer ist.

Hat jemand Erfahrung mit solchen Ein-Lüfter-Setups? Andere Ideen? Oder ist mein Vorhaben sowieso völliger Quatsch?

Vielen Dank für eure Antworten!
Munro
 
Ich würde minimal 2 Lüfter verbauen, winer auf dem Kühler ist Pflicht und den zweiten Lüfter vorne um Frischluft ins Gehäuse zu bringen.

MfG
Mr. J
 
Vermutlich funktioniert beides ohne Probleme, Den lüfter auf die CPU zu schrauben wird aber die "sicherere" Wahl sein. Ich vermute auch mal, deine Mum wird nicht Prime95 beim Rechnen zuschauen.

Wenn das Ding ewig ohne Wartung funktionieren soll, würde ich aber eventuell drüber nachdenken, noch einen einzubauen (Laut sind ordentliche Lüfter ja auch nicht).
 
Es ist die Frage was genau du für ein Gehäuse und Kühlkörper du hast und was du bereit bist an Umbauarbeiten für einen leisen PC zu tun.
So ist es möglich einen i3 nur mit einem über den PWM-CPU-Lüfteranschluß angeschlossenen NT Lüfter zukühlen. Auch 8h Prime95 stellen bei der richtigen Konfiguration und Umbau keine Problem dar.
 
sowas muss man im Dauertest am besten mal selbst ausprobieren und die Temperaturen mitloggen.
Würde meinen, ein Lüfter auf dem CPU Kühler wäre sinnvoller.
Allerdings kann gut sein, dass das Teil auch ohne Lüfter oder besser nur mit dem NT-Lüfter noch gut gekühlt läuft.
Langsamdrehende, leise Lüfter (z.B. Noctua) sollte man eh kaum hören.
 
am besten wäre wahrscheinlich den Lüfter "auf der CPU" zu lassen und einen zusätzlichen, wenn auch nur langsam drehenden Lüfter zusätzlich hinten hin zu machen. 600 RPM reichen da schon, das hörst du nicht raus.
 
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  • #7
Danke schon mal für eure Antworten. Ich teste das Ganze natürlich am Ende und teile euch die Ergebnisse mit.

@Jan_de_Marten:

Welche Art von Umbau meinst du?
 
Bleche/Plaste mit im Gehäuse so zu verbauen, so daß die Luft gezwungen wird durch den CPU-Kühler zu strömen. Lüftungsgitter, besonders gestanzte zu entfernen
 
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  • #9
@Oerkelus Totalus:

Du hattest recht: Die CPU ist derart leicht zu kühlen und der Mugen 4 absolut überdimensioniert, dass es eigentlich egal ist. Hatte Prime95 jetzt 45 Minuten lang laufen: 45 Grad bei 1000 RPM. Im Leerlauf sind es 600 RPM, weniger will der Lüfter nicht. Ab 40 Grad fängt der Lüfter an, schneller zu drehen und dreht dann bei (hypothetischen) 50 Grad maximal. Die werden aber nicht erreicht, zumindest nicht bei 21 Grad Temperatur auf Bodenhöhe.

Der Lüfter war auf dem CPU-Kühler, sonst kein Lüfter aktiviert. Ich habe aber auch mal vorne zwei Gehäuselüfter zugeschaltet, brachte kaum Temperaturunterschied oder RPM-Senkung des CPU-Lüfters. Das Gehäuse ist übrigens das Cooltek Antiphon und war natürlich geschlossen beim Testlauf. Der hintere Lüfter war entfernt, damit der durch den CPU-Kühler blasende Lüfter besser nach außen blasen kann.

Die Festplatten (SSD und 2,5-Zoll-HDD) waren ohne Aktivität bei 25 Grad. Auch die übrigen Temperatur-Fühler waren i.O. bei 30 und 45 Grad (wobei der anscheinend den CPU-Wert ausgibt).

Eine Sekunde nach Stopp von Prime95 war die Leerlauf-Temperatur von 28 Grad wiederhergestellt. Wobei das Aktivieren dieser C-States im BIOS die Leerlauf-Temperatur um etwa 5 Grad gesenkt hat.

Also bei solchen Pentiums in Verbindung mit solchen großen Kühlern braucht man sich wohl niemals Sorgen machen.
 
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