Eigenbau Doppelsuper 10Khz-30Mhz

Mira-Katharina

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Hallo zusammen,
wie bereits mit mathmos abgesprochen, stelle ich hier mein Selbstbauprojekt vor.
Es handelt sich um einen Doppelsuper, der lückenlos den Empfangsbereich von 10KHz-30Mhz überstreicht.
Das Gerät ist selbst entworfen, konstruiert, gebaut und verbessert.
Die Features:
Empfangsprinzip: Doppelsuper; 1.ZF 10,7 MHz; 2.ZF 455 Khz
Preselektor: ja, aktiv in 2 Bereichen: Lo= 3-14 MHz; Hi= 7-30Mhz
NF: Im Moment noch ein LM386N-1 mit einem Visaton FRS 7 W-Lautsprecher
Frequenzzähler: Chnina-Modell
Frequenzstabilität des VFO: 1 Digit nach Warm-Up bei 10Mhz; 2 Digits bei 20Mhz
Betriebsarten: AM, SSB (USB, LSB)
Technik: 23 Transistoren, 2 IC´s, 3 Kapazitätsdioden
Abstimmung: Drehkondensator als Hauptabstimmung, C-Diode als Feinabstimmung
Besonderheiten: Verpolungsschutz mit Wechselspannungsdetektor
Empfindlichkeit: In etwa vergleichbar mit einem Kenwood R1000; der Kenwood ist in SSB ein wenig empfindlicher - schwächelt jedoch im unteren AM-Bereich beim Vergleich
 

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Hallo Mira-Katharina. Schön dass du dich entschlossen hast, dein Projekt hier vorzustellen. :)

Wenn noch etwas sein sollte, kannst du dich gerne bei einem Moderator-Kollegen/Kollegin oder mir melden.
 
geht die Vorstellung noch ins Detail?
Also Innenansicht, Schaltpläne usw.?
 
Thread wieder geöffnet. Mich freut das sehr, dass Mira-Katharina noch ein bisschen mehr von ihrem Gerät vorstellen möchte. :)


Grüße
Thomas

Anm: Dies ist eine Kopie des Originalthreads.
 
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  • #6
So; dann also hier die Pläne:

Es gibt folgende Änderungen, welche ich noch eintragen und dann hochladen werde:
- Im Preselektor wird die erste Sufe des BF966; 2.Gate - statt über 2,2MOhm zum Plus über 100KOhm von dem Ladekondensator für die Regelspannungserzeugung aus der ZF mit geregelt.
- In der ZF am Demodulatorausgang 100nF parallel mit 220nF (bessere untere Grenzfequenz)
- Am SSB-Decoder-Eingang von der ZF kommend 10pF parallel mit 47pF (mehr Eingangsspannung bei SSB)
- in der NF-Stufe Ladekondensator statt 330uF - 1000uF zum Lautsprecher
- Boucherot Glied 12 Ohm in Serie mit 47nF am Verstärkerausgang gegen Masse (Im Original parallel zum Lautsprecher geschaltet, um nichts ausbauen zu müssen)

Nachbau zum Eigenzweck genehmigt; kommerzielle Verwendung untersagt. Nachdruck (auch auszugsweise) verboten.
Ich meine, das ist so korrekt. Wenn Ihr etwas gegen diese Klausel habt; mir bitte Bescheid sagen - dann ändere ich das

Copyright, Gestaltung und Idee by Mira-Katharina Langnau 2014

PS: Von Zeit zu Zeit ändere ich die eine oder andere Zeichnungunter Zuhilfenahme meiner Schablone, damit es "amtlich" aussieht.
Viel Freude damit
 

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wow!
Vielen Dank für die Pläne.
Finde es immer toll, wenn Leute sich die Zeit nehmen mal was zu basteln :T
Passiert in der heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft leider zu selten.
Ich finde es toll, dass du nach allem hier trotzdem dabei bleibst und deine Pläne veröffentlicht hast.
 
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  • #8
Na ja, das hatte ich sowieso vor - auch während der Bauphase des Empfängers; insbesondere bei gelungenem Abschluß des Projekts. Schade ist eben, dass detallierte Schaltpläne im Netz kaum zu finden sind - gerade zum Thema Doppelsuper. Dabei werden die seit 40 Jahren gebaut. Ich möchte hiermit ein kleines "Take-In" geben; es ist ein Schaltungskonzept, welches funktioniert und mehr als nur einmal in sämtlichen Details getestet und verbessert wurde :)
 
Da der Thread ja nun wieder auf ist, eine ganz essentielle frage für Leute wie mich.

Was ist ein "Doppelsuper" und vor allemn, was soll & kann man damit machen ?
Braucht man das für irgend etwas Spezielles ?

Danke im vorraus für die Antworten.
 
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  • #10
Ein Doppelsuper ist ein Empfänger - also ein Radio. Der Begriff bezieht sich darauf, daß ein empfangenes Antennensignal mit einem Schwingungserzeuger (auch Oszillator genannt) gemischt wird. Daraus resultiert ein Signal, das "Zwischenfrequenz" genannt wird (Bei einem Doppelsuper ist es die sog. erste Zwischenfrequenz). Diese erste Zwischenfrequenz, welche also das heruntergemischte Antennensignal enthält, wird mit einem weiteren Schwingungserzeuger gemischt. Daraus entsteht die sogenannte "zweite Zwischenfrequenz" - welches nun das heruntergemischte, heruntergemischte Antennensignal enthält. Damit wird aber noch nichts hörbar. Dazu wird nun die zweite Zwischenfrequenz verstärkt - und am Ende dem sogenannten "Demodulator" zugefügt; welcher das hochfrquente Antennensignal, das nun zweimal gemischt und anschließend verstärkt wurde, von dem getrennt was am Ende wichtig ist - das Audio-Signal; oder einfach das, was der Radiosender über das Äther überträgt - dem Musikgenuß oder der Nachrichteninformation.
Doppelsuper mischen also zweimal - dies macht den Empfänger empfindlicher und trennschärfer, gegenüber des früheren Einfach-Superhets. Man ist aber noch weiter gegangen, und hat beim "Dreifachsuper" dreimal gemischt, und beim "Vierfachsuper" eben viermal. Das sind hochsensible Empfänger, die jedoch einen Nachteil aufweisen: Je mehr gemischt wird, um so mehr "Eigenempfangsstellen" entstehen; also quasi Frequenzbereiche, in denen der Empfänger sozusagen "sich selber empfängt". Doppelsuper werden seit 40 Jahren gebaut; der Einfachsuper war sein Vorgänger :)
 
@Der3Geist: Wie er meine Frage geklaut hat :D

Danke fuer die Erklaerung :) Wenn man jetzt noch Schaltplaene lesen koennte, waere es sicher noch toller :D
 
Ich kann die Schaltpläne zwar lesen, aber irgendwie habe ich den Eindruck das bei einigen der Induktivitäten die Angaben der Werte fehlen.
Das verschiedene Spulen zum Einsatz kommen ist ja schon an der Farbe der Ferritkerne in dem Video zu erkennen.
Das schwierigste wird das abgleichen des Empfängers werden. Habe zwar ein Oszi, aber wenn man nicht weiß wie das Resultat auszusehen hat, kann man alt und grau werden. Und kommt immer noch nicht weiter.
Habe mal im Blagenalter ein Taschenradio verstellt. Habe das nie mehr richtig hin bekommen.
 
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  • #15
Die Schwingkreise im Preselektor bestehen jeweils aus 20 Windungen für den unteren, und 10 Windungen für den oberen Frequenzbereich. Am besten CuL 0,3 (Kupferlackdraht 0,3mm Durchmesser). Die Ankoppelspulen sind etwa 1/3 davon; beim oberen Frequenzbereich sogar 1/2. Die ZF-Filter sind nach Frequenzen (Resonanzfrequenz) bezeichnet; hier gibt man (selten) Induktivitäten an.
Also, wenn ein Empfänger ganz verstellt ist, gibt es nur folgende Möglichkeit: Bei AM-Empfängern mittels HF-Generator ein (AM) - moduliertes 455KHZ-Signal einspeisen und die ZF-Kreise auf Maximum abgleichen (simpelste Methode) Dann sollte man den Oszillator am Drehko so justieren, dass der untere und obere Frequenzbereich wieder empfangbar ist. Vorkreis so justieren, dass sich ein Maximum an Signal bei einem Minimum an Störungen ergibt. Mit einem Dipmeter wird das Ganze natürlich besser - die beschriebene Methode (eigentlich beide) sind Behelfslösungen. Ein Optimaler ZF-Abgleich erfolgt mit einem Oszi und einem Wobbler - um die ZF-Durchlasskurve graphisch anschau- und einstellbar machen zu können. Natürlich kann man den Oszillator auch derart abgleichen, dass man seine Frequenz mit einem Zusatzempfänger überprüft; und so justiert. Bei FM-Empfängern muss mit 10,7Mhz FM-moduliert gearbeitet werden. Weitere Ausführungen sind (so denke ich) wohl mal fürs erste nicht notwendig :)
 
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  • #17
Für diejenigen, welche es interessiert:
Habe den ZF-Verstärker mit einer Regelung aus der HF versehen.
 
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