[Politik und Gesellschaft] Edward Snowden: Streit um "alternativen Nobelpreis"

Edward Snowden - Edward Snowden
Dem NSA-Whistleblower Edward Snowden wurde dieses Jahr der "Right Livelihood Award", auch bekannt als "alternativer Nobelpreis", verliehen. Viele Bürgerrechts-Aktivisten begrüßen diese Entscheidung. Einem jedoch scheint diese Preisvergabe so gar nicht zu passen: Schwedens Außenminister Carl Bildt.

Normalerweise findet die Bekanntgabe der Preisträger in den Stockholmer Räumen des schwedischen Außenministeriums statt. Dies, so Ole von Uexküll, Chef der Right-Livelihood-Stiftung, sei seit 18 Jahren immer reibungslos gelaufen. Nicht jedoch dieses Jahr: kurz vor der Pressekonferenz informierte Carl Bildt, dessen Ministerium wie üblich zehn Tage zuvor über die Preisträger informiert worden war, die Stiftung, dass das Pressezentrum des Ministeriums dieses Jahr nicht zur Preisverleihung genutzt werden könne. Offiziell wurde dies mit geänderten Sicherheitsbestimmungen begründet. Zudem, so Bildt, sei der Preis von der Regierung unabhängig und es sei von Anfang an ein Fehler gewesen, diesem die Räumlichkeiten der Regierung zur Verfügung zu stellen.

Die Right-Livelihood-Stiftung vermutet jedoch, dass der wahre Grund für Bildts Entscheidung vielmehr in der Person des Preisträgers Edward Snowden zu suchen ist. Diese Vermutung wurde wenig später vom öffentlich-rechtlichen schwedischen Fernsehen SVT aufgegriffen wurde. Außenminister Carl Bildt höchstpersönlich habe wegen Snowden die "Alternativen Nobelpreise" von den gewohnten Räumen ausgesperrt, berichtete SVT.

Snowdens Unterstützer kritisieren das Verhalten der schwedischen Regierung. Anscheinend, so der Tenor, seien dieser nur Dissidenten genehm, die sich außerhalb der westlichen Welt gegen Ungerechtigkeit und Repression einsetzen.

Die Preisverleihung soll wie geplant am 1. Dezember im schwedischen Reichstag stattfinden. Ob Snowden jedoch wagen wird, persönlich anzureisen, bleibt abzuwarten. Angekündigt hat er dies zumindest.

Quelle:
 
Normalerweise findet die Bekanntgabe der Preisträger in den Stockholmer Räumen des schwedischen Außenministeriums statt. Dies, so Ole von Uexküll, Chef der Right-Livelihood-Stiftung, sei seit 18 Jahren immer reibungslos gelaufen. Nicht jedoch dieses Jahr:
Schweden ist doch auch nur das Bückstück der USA.
Dem Friedesnobelpreisträger Obama, der nun schon 7 Länder bombardieren lies, muss man eben mit vorauseilendem Gehorsam dienlich sein.
 
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