Edward Snowden - Held oder Verräter?


Dann war
"Meiner Meinung nach ist Snowden ein Selbstdarsteller, der gerne mal auch in der Öffentlichkeit stehen wollte"
nicht ernst gemeint?
 
An seiner Stelle hätte ich die Sache nicht ausgeplaudert und mich damit zum Staatsfeind gemacht. Denn auch ohne ihn war klar das die USA so viel spionieren. Die meisten Geheimdienste wissen das auch und spionieren andere Länder genauso aus.
Es ist also im Endeffekt nichts neues und wird auch bald nicht mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Zumindest nicht so stark wie momentan.
Als Held würde ich Snowden nicht bezeichnen.
 
Klar ist Snowden ein Held. Wenn es keine Heldentat ist sich mit einem Arbeitgeber wie der NSA anzulegen und nachfolgend die ganze Regierungsmaschinerie der USA am Hals zu haben, was dann?

Und klar hatte Snowden wie jeder Held für seine Heldentat auch ganz zufällige und möglicherweise blödsinnige Motive. Helden, die keine solchen Motive haben, sind nämlich ein Produkt des menschlichen Hanges zu Madonnenverehrung. Im wirklichen Leben gibt es sie nicht.
 
Die Beweggründe warum er so gehandelt hat sind doch irrelevant. Die Tat an sich war positiv. Aber es ist eine Schande was unter'm Strich dabei rumkommt, ein Leak sorgt für mehr Empörüng anstatt dem "wirklichen" Übel.
 
Naja, Empörung.
Dem "Ottonormalverbraucher" geht das immernoch genauso am Arsch vorbei wie alles andere. "Betrifft mich nicht." - "Ich hab' nix zu verbergen!" - "Ich kann's ja eh nicht ändern..." usw usw...
Also der öffentliche "Aufschrei", den diese Sache eigentlich auslösen müsste, den sehe ich nicht. Weder von Bürger, noch Politik oder Presse. Besonders die Politik steckt bis zum Hals mit drin.

Und zu Friedrich oder Merkel kann ich eh nichts sagen, ohne dass mein Blutdruck leidet...

Von daher: Mehr Snowden, solange, bis es wirklich jeder gerafft hat!
 
Mit Empörung meinte ich Äußerungen wie die von Gauck, der wohl nichts verstanden hat.
 
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