DSL-Modem - Aufstellort relevant?

TheOnly1

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Moin!
Folgendes:
Bei meinen Eltern kommen aktuell ~25 Mbit über Telekom DSL an, in einem Tarif, der "bis 50 Mbit" bietet.
Nun nach jahrelang "Kein DSL, dann DSL light, DSL mit 100 kb/s, DSL mit 150 kb/s, sind die 25 Mbit nicht sooo übel, die es seit ein paar Monaten dank Vectoring gibt.

Frage: Spielt es eine nennenswerte Rolle, wo im Haus das Modem steht? Das zielt darauf ab, dass das Modem in der zweiten Etage an der Telefonbuchse hängt. Der Hausanschluss liegt aber im Keller, dann kommt das Erdgeschoss, dann das 1.OG.
Würde es bezogen auf den Speed etwas bringen, das Modem direkt im Keller hinter den Hausanschluss zu hängen und somit quasi den Weg in die zweite Etage einzusparen?
Ich denke mir nämlich, dass das Signal durch den Weg im Haus nochmals ein Qualität verliert. Ich weiß halt nur nicht, in welchem Umfang. :unknown:

Das Haus stammt aus Mitte der 80er, keine Ahnung, was da an Kabeln verlegt wurde, aber bestimmt nix dolles.
 
Mitte der 80er wurde auch nichts anderes verlegt als heute verlegt wird. Abgesehen von CAT7-Kabeln, die aber dennoch meist nicht für DSL zum Einsatz kommen.

Welchen Router hast Du denn? Kannst Du evtl. einmal die DSL-Informationen inkl. Spektrum (falls Fritzbox) posten?

Wir hatten so ein ähnliches Thema erst kürzlich hier. Fraglich ist zunächst, ob der Anschluss technisch bedingt nur 25.000 bringt (z. B. aufgrund eines Fehlers oder weil die Leitung wirklich so lang ist) oder ob aufgrund der berechneten Schaltgrenzen von der Telekom nicht mehr Bandbreite geschaltet wird. Falls letzteres, kannst Du machen was Du willst, es wird nichts ändern, wenn die Bandbreite von vorneherein mit dem maximal schaltbaren DSL-Profil begrenzt wird.
 
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  • #3
Ich gucke gleich mal, wenn ich bei meinen Eltern bin, was für ein Router das ist. Ist aber auf jeden Fall keine Fritzbox, sondern dieses "Standard-Teil". Speedport irgendwas, meine ich.
 
Was soll das eigentlich mit diesen Schaltgrenzen? Vor allem wenn die rein zufällig genau Tarif/2 sind
Für mich stinkt das irgendwie nach TDMA um Geld zu sparen auf ISP-Seite, sprich man gibt jedem nur die Hälfte und kommt durch unterschiedliche Auslastung dann vermutlich mit 1/5-1/10 der verkauften Bandbreite aus
 
Zufällig, jein. Gerade bei höheren Bandbreiten (VDSL) ist die Unterteilung in der Tat derzeit eher grob, also 100.000, 50.000, 25.000 und 16.000. Bei ADSL2+ findet die Unterteilung mittlerweile deutlich feiner statt.

TDMA ist imho Quatsch. Ein jeder MSAN ist afaik mindestens mit einem Gigabit angebunden und dürfte so (im Outdoor-Bereich) zwischen 20 und 200 Kunden haben. Die Überbuchung ist afaik deutlich unter dem, was z. B. Kabelanbieter in einem Kabelsegment derzeit überbuchen und sollte eigentlich locker ausreichen, dass jeder im Regelfall den vollen Down- und Upstream ausnutzen könnte.

Vielmehr ist eben das Problem mit den offenen Profilen: Ein einzelner Anschluss in einem Telefonkabel könnte durchaus auch mehr Bandbreite bringen. Allerdings beeinflussen sich alle Anschlüsse in einem Telefonkabel gegenseitig. Was also passiert, wenn alle Anschlüsse im Kabel mit einem offenen Profil geschaltet sind? Die Anschlüsse stören sich gegenseitig und die Bandbreite geht für den einzelnen Kunden wiederum zurück. Daher ist es meiner Meinung schon sinnvoll, nur entsprechende Bandbreiten bis zu einer bestimmten Kabellänge zu schalten.

Wenn man also offene Profile schaltet, kann es z. B. passieren, dass ein Kunde zunächst weitestgehend die 50.000 bekommt (geringe Beschaltung), allerdings im Laufe weniger Monate (zunehmende Beschaltung) auf 25.000 herunterfällt. Das ist allerdings deutlich problematischer, als wenn man von vorneherein Kunden in Absprache nur 25.000 schaltet, eben weil man mit höherer Beschaltung befürchten muss, dass die Bandbreite zurückgeht. Selbst die Aufschaltung eines einzelnen Anschlusses kann (im schlechtesten Fall) erhebliche Einwirkungen auf alle anderen Anschlüsse im Kabel haben.

Wenn, dann ist vielmehr das Problem, dass den Kunden beim Abschluss eines Vertrags nicht bewusst ist oder bewusst gemacht wird, dass mit dem 50.000er-Tarif nur eine Beschaltung mit 25.000 stattfindet. Das ist aber imho kein technisches Problem.
 
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