Dollar investieren

werner

Suchtspielmacher (ehm.)
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20 Juli 2014
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733
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Mannheim
Hallo,

der Euro sinkt und sinkt. Habt ihr schon etwas dagegen getan? 30% Wertverlust ist hart und er wird noch weiter sinken.
In Dollar investieren? Geld ausgeben? :unknown:
 
Kronkorken mein Junge, das ist das Zahlungsmittel der Zukunft! Du wirst schon sehen!
 
Willst du jetzt einen Ratschlag hören wie du investieren solltest? Dann bräuchte man da weitaus mehr Infos von dir. Abgesehen davon dass eigene Recherche sowieso immer von Nöten ist sobald man mit Geld mehr machen will als es zu sparen oder es zu verprassen.
 
Zu viel Fallout gespielt? :D

Hab ich schon gemacht, aber im Zuge des doch recht mächtigen Kursanstiegs in den letzten Tagen, schon wieder alles verkauft. Den Reingewinn hab ich jetzt in Gold gepackt, also echtes, kein Zertifikat bei irgendner Bank. ;)
 
Ich hätte sie noch bis zur nächsten Block Reward Halbierung (2016) behalten, aber sind natürlich nur reine Spekulationen. Einer der Gründe des letzten Preisanstiegs Ende 2013 war unter anderem die Block Reward Halbierung.
 
Eben, das ist alles höchst spekulativ und ich nehm lieber eingesackte ~30% als auf spekulative 100 oder 200% zu warten.
 
Erinnert mich an die Zeit, wo ich meine 11,xx Stück für knapp 100€ / Stück abgegeben habe. 3 Wochen(?) später waren sie kurzzeitig auf über 1T€ :D
Seit dem bin ich davon geheilt.
 
Welcher Wertverlust? Für einen Euro gibt es in Deutschland ungefähr dieselbe Gütermenge zu kaufen wie vor einem Jahr. Solange du nicht in anderen Währungen einkaufst, ist der Wertverlust gleich der Inflation in Deutschland bzw. deinem üblichen Einkaufsland. Unternehmen sichern sich ja auch gegen Währungsschwankungen eigentlich nur dann ab, wenn sie Geschäfte in anderen Währungen abschließen.

Wenn du regelmäßig außerhalb der Euro-Zone einkaufen gehst, hätte es Sinn ergeben, zu einem früheren Zeitpunkt Dollar zu kaufen. Vor einem Jahr beispielsweise. War aber bereits da eine Wette, dass der Kurs sinkt, genau wie es auch heute eine Wette ist. Vielleicht wetten bald die meisten Spieler, dass der Euro wieder steigt, dann verlierst du deine Wette, wenn du jetzt Dollar kaufst.

Eigentlich läuft es wie immer auf dasselbe hinaus: Entweder, dein Vermögen ist so groß, dass du einen Vermögensberater beschäftigst und dein Geld professionell verwalten lässt; oder es ist so gering, dass der Aufwand und das Risiko sich nicht lohnen.

Wenn du Angst vor Geldentwertung hast, kaufe dir jetzt von deinem gesamten Geld Bücher. Die Klassiker, ein paar philosophische Werke, ein paar Fachbücher aus zeitlosen Bereichen, die dich interessieren. Das wirst du dein Leben lang nicht bereuen. Auch dann nicht, wenn die Bücher in 10 Jahren noch dasselbe kosten.
 
@TS: In Dollar würde ich in der jetzigen Situation nicht gehen. In Devisen anzulegen ist sowieso immer so eine Sache. Währungskriege, internationale Krisen, Ölpreis usw. da kann immer viel passieren, gerade bei den USA. Wenn, dann schon lieber in Franken.
Dann lieber Aktien, da musst du dich zwar mehr mit beschäftigen, aber was viele immer vergessen: Du erwirbst einen Anteil an einem realen Unternehmen. Solide Aktien werfen dann auch noch eine Dividende ab. Interessant wie viele Vermögensanlagefragen in letzter Zeit hier kommen. Ich würde auf jeden Fall immer die goldene Regel befolgen: Das Geld was du wo auch immer investierst, muss dir egal sein. Du darfst nie in die Situation kommen das investierte Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder liquide machen zu müssen.
 
Yep, das ist korrekt. Wo hatte ich das gelesen, aber ich fand es ziemlich passend, "Dividenden sind die Zinsen der Zukunft".
 
Sehr gut beschrieben. Bei Aktien ist allerdings fraglich wie viel Luft da noch nach oben ist. Das KGV ist schon relativ hoch, allerdings steht dahinter auch eine echte Nachfrage da bei den derzeitigen Zinsen jeder der nicht an mündelsichere Anlagen gebunden ist (wie zB Versicherungen) an der Börse investiert.

Als Kompromiss möchte ich hier noch Vermögensverwaltungsfonds erwähnen, dass sind Fonds deren Manager das Geld so veranlagen wie sie es gerade für richtig halten.
Oft gibt es noch Grenzen, zB max. x% Aktienanteil oder ein Mindestanteil in High-Grade-Anleihen usw.

Besonders empfehlenswert ist mMn der , weil es den schon lange gibt und die eine Nase für Ärger haben.
Man sollte sich von solchen Fonds in "goldenen Zeiten" nicht die Rendite von Aktien oder Aktienfonds erwarten, aber dafür verlaufen schlechte Zeiten wesentlich besser und man muss sich um nichts kümmern.
 
Ich halte nichts von Anlagen, die über 1 Prozent Gebühren pro Jahr kosten. Bei Anlagen im Euroraum erwarte ich Kosten unter 0,5 Prozent.
 
Und ich halte nichts von Investitionen in Dinge, die ich nicht anfassen kann.
 
kauf dir 500 dosen ravioli und pack sie in den keller. eines tages bekommst du pro dose einen goldzahn...

mal ernsthaft, jeder will gut investieren und jeder gibt einem andere tips. wie und was man macht, und vor allem was sich lohnt, kann niemand vorhersagen.
 
Das ist auch nicht zum Gewinnmachen gedacht, sondern als eiserne echte Notreserve, denn Gold wird immer einen gewissen Wert behalten, auch wenn es 500 Milliarden Euro Scheine gibt. (außer die Bombe fällt, aber dann dürfte Vermögen das kleinste Problem sein. ;) )
 
Jetzt in Dollar (oder in Aktien) investieren, erinnert mich stark an:

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Ich denk mal, wir sind jetzt aus Euro- und Aktiensicht irgendwo zwischen 2 und 3, wobei das Eintreten von Punkt 4 wohl noch etwas auf sich warten lassen wird.
 
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