[Politik und Gesellschaft] Dokumentarfilmer entdeckt Zugang zu unbekanntem Tunnelsystem der Nazis

Der oesterreichische Dokumentar-Filmemacher Andreas Sulzer verfolgt das Ziel, die Geheimnisse rund um eines der groessten unterirdischen NS Bauwerke des zweiten Weltkriegs Nahe der oberoesterreichischen Hauptstadt Linz (St. Georgen) zu lueften. Diesem Vorhaben ist er mit der Entdeckung eines unbekannten Stolleneingangs vielleicht einen Schritt naeher gekommen.

Sulzer ist davon ueberzeugt, dass in der Naehe der bereits bekannten unterirdischen , weitere Tunnel existieren, in denen waehrend des zweiten Weltkriegs unter strenger Geheimhaltung an Atomwaffen geforscht wurde.
Im bekannten Teil der Anlage wurden bis in das Jahr 1945 Messerschmitt-Jagdflugzeuge und Duesenjaeger des Typs Me-262 gefertigt. Das bombensichere Tunnelsystem verfuegte offiziellen Angaben zu Folge ueber etwa 49.000 Quadratmeter. Das Team um Sulzer vermutet hier weitere Stollen die nach dem Ende des Kriegs in Vergessenheit geraten sind.

Nachdem im untersuchten Gebiet entdeckt hatten, fuehrte das Team rund um Sulzer auf eigene Faust weitere Untersuchungen durch. Bei Grabungen konnte im Dezember der freigelegt werden.

Waehrend auslaendische Medien bereits titeln: " ", oder: " ", formulieren oesterreichische Zeitungen etwas vorsichtiger: " ".
Grund fuer die Zurueckhaltung duerfte auch sein, dass Sulzer bereits davor von bahnbrechenden neuen Entdeckungen berichtet hatte, diese aber nicht mit ausreichenden Fakten belegen konnte.

Obwohl die Arbeiten mit dem Einverstaendnis des Grundstueck-Eigentuemers durchgefuehrt wurden, verhindern derzeit Polizei und Denkmalamt weitere Untersuchungen der Fundstelle. Das Forscherteam wurde angezeigt weil " ". Fuer die Fortsetzung seiner Ausgrabungen, muss Sulzer eine fehlende Genehmigung ( ) beantragen. Bis dahin gibt es genuegend Raum fuer Spekulationen, wohin die Tunnel unter den nun entdeckten Eingaengen fuehren und ob dort wirklich an geheimen Waffen experimentiert wurde.

In- und auslaendische Medien widersprechen sich bei Angaben dazu, wie Sulzer auf den neuen Fundort aufmerksam geworden war. und stammen die konkreten Hinweise aus den Unterlagen eines ehemaligen amerikanischen CIA Agenten. Die oder der hingegen sprechen von den Tagebuechern eines alten oesterreichischen Physikers.

Sulzers Gegner werfen ihm vor, in periodischen abstaenden neue Erfolgsmeldungen ohne fundierte Basis zu veroeffentlichen, nur um seinen Film und die Nachforschungen zu bewerben. Der Historiker Bertrand Perz, stellvertretender Leiter des Instituts fuer Zeitgeschichte an der Uni Wien, nennt dies und fuehrt weiter aus, dass die vorgelegten Gutachten und Plaene der Anlage aus dem Jahr 1968 zu vage seien um Sulzers Theorie eines weiteren, unbekannten Tunnel-Komplexes zu bestaetigen und es keine Geheimnisse um das Projekt "Bergkristall" gaebe.

zeigten Messungen in der betroffenen Gegend, im Gegensatz zu Sulzers Behauptungen, keine Spuren erhoehter radioaktiver Strahlung. Auch gaebe es keine Hinweise darauf, dass die Nazis zu dieser Zeit ueberhaupt ueber die technischen Mittel und Ressourcen verfuegt haetten, um eine Atomwaffe zu bauen. Ein vergleichbares Projekt der Amerikaner (Manhattan Projekt) zwischen 1940 und 1945 kostete mehrere Milliarden Dollar und beschaeftigte 150.000 Forscher.

Das Team rund um hingegen mit geoelektrischen Untersuchungen, die entsprechend grosse Hohlraeume im Berg aufzeigen wuerden. Neben den Plaenen von 1968 soll es auch Fotos geben, die mehrere Stolleneingaenge zeigen sollen. Weiters sollen die aufgetauchten Original-Bauakten der Anlage belegen, dass bei der Errichtung der unterirdischen Flugzeugfabrik die dreifache Menge an Material ausgehoben wurde, als fuer ein Tunnelsystem mit der offiziell bekannten Groesse notwendig gewesen waeren.

2015 soll eine wissenschaftliche Pruefung der von Sulzer gesammelten Daten durch das Grazer Ludwig-Boltzmann-Institut fuer Kriegsfolgen-Forschung die Faktenlage klaeren und weitere Einblicke bringen.

Quellen:











 
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