Ich kaufe eigentlich
immer so qualitativ hochwertig wie es geht, wenn Dinge länger als quasi einmalig oder nur übergangsweise verwendet werden sollen, da das aus meiner Sicht die vernünftigste Lösung ist und die, an der ich am meisten hedonistische Freude habe

Sobald die Preise eine gewisse Rationalitätsgrenze überschreiten - zum Beispiel bei einem Auto, das mehr ist, als ein Opel Astra oder ein VW Passat - achte ich mitltlerweile auf eine möglichst hohe Wertstabilität. Tatsächlich gibt es so etwas bei einigen Fahrzeugen. Wenn es sich um Dinge handelt, an denen ich voraussichtlich keine Freude haben werde und die nur einem bestimmten praktischen Zweck dienen, der nicht mit Emotionen verbunden ist - zum Beispiel ein Staubsaugerbeutel

- dann kaufe ich möglichst billig und dann kann es mir nicht billig genug sein.
Bei Klamotten kaufe ich Markenkleidung, deren Qualität mit deren Marketing und dem gewünschten Image übereinstimmt. Das heißt, Dinge wie "True Religion" würde ich nicht einmal kaufen, wenn es mir gefallen würde, weil das Markenimage einfach nur "es war sehr teuer" implizieren soll. Ralph Lauren hat ein neutrales, hochwertiges Markenimage und eine sehr hochwertige Verarbeitungs- und Stoffqualität, also schwöre ich auf die. Bei Kleidung wird es m.E. immer schwieriger, günstig was Gescheites Schlichtes zu finden, selbst FotL ist nicht mehr das, was es mal war.
Ansonsten halte ich das
"Wegwerf"-Konsumverhalten bei Möbeln für nachvollziehbar und gut. Das Pressholz eignet sich prima als mobiliares Schlauchboot für die Übergangsphase der Studienzeit, weil sie praktisch sind und gut aussehen. Ikea-Möbel sind ja nicht regelmäßig so schrottig, dass man sie nach seiner Studienzeit tatsächlich wegwerfen müsste. Wer macht das überhaupt? Die kann man zu 1/3 des Originalpreises weiterverkaufen.