Du unterstellst es reiche aus, in den Teich zu hüpfen, und schon hüpfen alle hinterher.
Nein.
Seedy schrieb:
Es geht nicht um den Grund der Tat, es geht um den Auslöser.
Seedy schrieb:
Ein großes Brimborium löst häufig den halt des lockeren Schräubchens.
Ich unterstelle, dass ein Voranhüpfen Leute hinterhüpfen lässt,
die bereits hüpfen wollen, aber noch nicht so weit sind.
Goethe hatte wie alle großen Schriftsteller eine feine Antenne für Kundenwünsche.
Er schrieb die Geschichte, die zu diesem Zeitpunkt alle hören wollten.
Es geht nicht um den Werther, es geht um den nach diesem Phänomen benannten Werther-Effekt.
Eben das eine "Vorbild Tat" in dem Fall ein "Vorbild Werk" den letzten Ruck gab.
So könnte, wie bei den Suiziden (übrigens Nachgewiesen), eine Vorbild-tat wie die geschehene andere, dafür empfängliche, die letzen Hemmungen nehmen.
NATÜRLICH muss der letzte Ruck auch auf die passende Person treffen.
Das versuchte ich mit der Differenzierung zwischen Auslöser und Ursache.
Für die Suizide gilt, dass diese Person sowieso schon (depressiv) suizidal sein muss ( Ursache ) und die Vorbild-tat nur noch den Auslöser liefert es endlich zu tun.
Für den Werther gilt, dass die Person sowieso schon (depressiv) suizidal sein muss (Ursache) und das Vorbild-werk nur noch den Auslöser lieferte es endlich zu tun.
(übrigens ein Grund, warum ich vermeide es ein weiteres mal zu lesen)
Für das Attentat gilt, dass die Person sowieso schon politisch, aggressiv, gewaltbereit und fanatisch sein muss und die Vorbild-tat nur noch den Auslöser lieferte es endlich zu tun.
Weiter könnte man sogar sagen, dass der Attentäter auch schon vorher bereit war auf Polizisten zu schießen und der Vorfall + Proteste ihm nurnoch den Anlass, bzw. Auslöser lieferten.
Ich hoffe es wird jetzt etwas klarer, da du mich vorher scheinbar missverstanden hast.
Edit:
Dies schließt eben den Bogen, dass ohne die Berichterstattung es den Vorfall so nicht gegeben hätte.