Die Toten von Texas



Vielleicht war er es ja?
Aber ansonsten bedarf es für eine Exekution eine Verhandlung, oder müßte akute Gefährdung für dritte bestehen.

Eine Schießerei mit der Polizei ist sicher eine schlechte Idee. Aber an dem Tag für einen Schwarzen mit einer Waffe nicht schlechter, als sich nach den Ereignissen der Polizei zu ergeben, selbst wen man die Waffe gar nicht benutzt hat
 
Ob sie ihn jetzt erschossen hätten was Gefahr für die Polizisten bedeutet hätte) oder sie den Roboter verwenden, macht nicht mehr wirklich Unterschied.
Er ist tot. Beim Roboter besteht allerdings keine Gefahr für die Polizisten.




 
Es ist ein Unterschied, ob es grundsätzlich keine andere Option gibt, oder nur keine andere Option, um rechtzeitig zum Schichtende fertig zu sein.

Das ist in Afghanistan schon fragwürdig, aber wenn jetzt auch innerhalb der USA nicht mehr versucht Verdächtigter habhaft zu werden, sondern lieber zu Drohnen oder Robotern greift, dann hat der Rechtsstaat einen schweren Stand
 


Schichtende?

Soll es in etwa so abgelaufen sein:

"Der Verdächtige hat wahrscheinlich 5 Polizisten angeschossen/erschossen und sich in einem Parkhaus verschanzt und ist nicht bereit sich zu ergeben. Ok dann lass ihn schnell mit dem Roboter in die Luft jagen denn ich hab in 10Minuten Feierabend." WTF
 
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  • #65
Das ist in Afghanistan schon fragwürdig, aber wenn jetzt auch innerhalb der USA nicht mehr versucht Verdächtigter habhaft zu werden, sondern lieber zu Drohnen oder Robotern greift, dann hat der Rechtsstaat einen schweren Stand

Den hat er immer, wenn außergewöhnliche Krisen außergewöhnliche Mittel zu ihrer Überwindung erfordern.

Das war bei der RAF nicht anders, und trotzdem ist der Rechtsstaat nicht zusammengebrochen.

Gerade gestern lief eine Doku über Bad Kleinem, wo alle Beteiligten gelogen haben, was das Zeug hält.

Aber kein US-Thema ohne die obligatorische Untergangsvision.
 
Auf jedenfall wäre sicher niemand extrem gefährdet worden, wenn man das Parkhaus lediglich abgesperrt hätte. Das hätte natürlich dann etwas länger gedauert.

Waffengewalt ist keine außergewöhnliche Krise i den USA.
 
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  • #67
Auf jedenfall wäre sicher niemand extrem gefährdet worden, wenn man das Parkhaus lediglich abgesperrt hätte. Das hätte natürlich dann etwas länger gedauert.

Hatte ich doch gesagt:

Die Alternative wäre gewesen, den Bereich weiträumig abzusperren und den Täter auszuhungern.

Aber die Einsatzleitung hat anders entschieden. Und das darf sie.
 
Wenn solche Hinrichtungen legal sind, dann dient das sicher nicht dem öffentlichen Frieden.
 


Was denn für eine Hinrichtung?

€dit: Nur um Missverständnisse auszuschließen meinst Du damit die Sprengung von dem Schützen?
 
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  • #70
Wenn solche Hinrichtungen legal sind, dann dient das sicher nicht dem öffentlichen Frieden.

Da wäre ich mir nicht so sicher.

Wenn die Attentäter merken, dass sie keine große Schow in den Medien abziehen können, verlieren solche Aktionen villeicht ihren Reiz.
 
Er mag ein mutmaßlicher Attentäter gewesen sein, aber mit Sicherheit ist er ein weiterer Schwarzer, der von der Polizei getötet wurde.
 
@Nero:
Das funktioniert bei Suiziden ganz gut.
Nach einer Selbstverpflichtung der Presse (schienen)-Suizide garnicht, bzw. geschmälert zu erwähnen sang die Zahl der Trittbrett-Toten massiv.


Ein großes Brimborium löst häufig den halt des lockeren Schräubchens.
 
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  • #74
@Seedy: Werther-Effekt:

Aber es ist doch eine Riesenunterschied, ob sich jemand aus Melancholie oder Liebeskummer umbringt, oder ob es ihm um das propagandistische Spektakel geht, als welchen er seinen Tod inszeniert.

Selbstmöder, die ihren Tod politisch instrumentalisieren, sind viel leichter zu stoppen, als Menschen, die sich vor der Welt ekeln und darunter leiden. Den Instrumentalisierern muss man nur die Show versauen.
 
@Nero:
Wir reden über "Medientrouble erzeugt Nachahmer".

Das man dem "erst Täter" die show stielt, bleibt trotzdem völlig richtig.

Falsch bleibt deine Kritik trotzdem:
Es geht nicht um den Grund der Tat, es geht um den Auslöser.
Da ist das Konzept der Trittbrettfahrer bekannt, ob nun Selbstmord, "suicide by cop", oder Spontanes Attentat.
Anlass und Ursache sind nicht immer das selbe.
 
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  • #76
@Nero:
Wir reden über "Medientrouble erzeugt Nachahmer".

Du vielleicht. Ich nicht.

Ich rede über Menschen, die ihren Tod politisch instrumentalisieren wie seinerzeit die RAF.

Dein Raster ist mir viel zu grob.


Es geht nicht um den Grund der Tat, es geht um den Auslöser.
Da ist das Konzept der Trittbrettfahrer bekannt, ob nun Selbstmord, "suicide by cop", oder Spontanes Attentat.
Anlass und Ursache sind nicht immer das selbe.

Unsinn die Geschichte vom Trittbrettfahrer, Unsinn und eine Banalität.

Auf dieser Welt hast Du nichts für Dich allein. Rein gar nichts. Auf Neusprech: Der Trittbrettfahrer ist allgegenwärtig.

Aber ob ein Selbstmord für die Massen zu Vorbild wird, hängt von ganz anderen Dingen ab.
 
@Nero:
Widersprechen um des Widerspruch willens?
Das kennt man eigentlich von anderen Usern.

Wenn du aber über ein anderes Thema redest als WIR, musst du dich nicht wundern, dass es für dich keinen Sinn ergibt. ;)

Fazit ist trotzdem das gleiche:
Entzug der Bühne funktioniert.
 
Er mag ein mutmaßlicher Attentäter gewesen sein, aber mit Sicherheit ist er ein weiterer Schwarzer, der von der Polizei getötet wurde.


Der zuvor ohne zu zögern mindestens einen anderen "Schwarzen" erschossen hat, weil dieser eben eine Uniform trug...soviel zu Black Life matters...
 
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  • #79
@Nero:
Widersprechen um des Widerspruch willens?

Keineswegs.

Du unterstellst es reiche aus, in den Teich zu hüpfen, und schon hüpfen alle hinterher.

So einfach geht es aber nicht. Du musst in den Teich hüpfen, wenn das gleichsam in der Luft liegt.

Sonst bleibst Du auf dem Teichgrund mutterseelen allein.

Goethe hatte wie alle großen Schriftsteller eine feine Antenne für Kundenwünsche.

Er schrieb die Geschichte, die zu diesem Zeitpunkt alle hören wollten.
 
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