Deutsche Tarife für mobiles Internet unverschämt?

Mr_J

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Hallo,
ich halte mich momentan berufsbedingt in England auf und hier sind mir die Unterschiede zu deutschen Internettarifen mal ganz besonders ins Auge gestochen. Hier kriege ich vom Mobilfunkanbieter Three für 15 Pfund pro Monat 4G Internet ohne Volumenbegrenzung. Von sowas kann man in Deutschland wohl noch mittel- bis langfristig nur träumen. :buh:

MfG
Mr. J
 
Fing ich auch. Bin grad in Amerika und hier bekommst du fuer 40 Dollar Tele Flat, SMS Flat, Music Flat und 10GB Datenvolumen

das ganze gibts sogar noch zum Mengenrabatt. 5 Leitungen fuer 100 Dollar
 
Absolut @ Topic-Titel! Und selbst wenn man bereit ist hohe Preise zu zahlen weil man auf einen begrenzungslosen Tarif angewiesen ist ... es gibt keinen! :O Korrigiert mich wenn ich falsch liege meine Suche dazu ist etwas her.
 
Telekom hat eine Option die sich " " nennt, Vodafone " ".

Preislich sind beide nicht attraktiv, ermöglichen aber ein Surfen ohne Drosselung.



p n
 
Wobei das auch afaik keine Erweiterung auf einen Flattarif ist, man kann dann maximal jeweils nur die Datenmenge wieder aufstocken, wenn die ursprüngliche verbraucht ist.

Wenn ich dann aber mal wieder anschaue (nur der Tarif, ob die Qualität gut ist, kann ich nicht sagen), frag ich mich auch immer, wann hierzulande mal die Angebote ins moderne Zeitalter wechseln...
 
@Methusalem:

Keine Ahnung. Bei manchen Sachen sind Preissuchmaschinen nur suboptimal, da viele ja auch gesponsert werden. Google-Suchbegriff war: mobiler Internettarif ohne Drossel.



p n
 
Ich zahle hier in der Schweiz 45 Fr. für 1500 SMS (brauche ich max. 100), 1,5GB und Telefon-flat auf andere Swisscom-Kunden (in meinem Bekanntenkreis haben 90% Swisscom).

Dies ist sogar noch ein Jugendangebot, wenn man über 25 ist kostet es nochmals mehr...
Mit dem Roaming fange ich mal nicht an.

Wie ist das in Deutschland?
 
Wir haben bei 1und1 als Bonus eine Simkarte bekommen:
  • keine Grundgebühr
  • Telefonflat ins Festnetz
  • 10 Cent ins mobile Netz
  • 300 mb Datenvolumen, danach wird gedrosselt.
Das find ich ok.

Mittlerweile hab ich den Eindruck, dass einem halt Gesprächsminuten und gerade SMS (die ich nie nutz) nachgeschmissen werden. Das eigentliche Geld pressen die Provider aber mit den Datentarifen aus einem heraus. Gerade auf zig Stunden freie Gesprächsminuten und SMS kann ich eigentlich getrost verzichten.
 
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  • #11
Und genau das ist das Problem. Die starke Datenbegrenzung ist in der Praxis einfach mal echt hinderlich und macht es als Alternative zu einer Festnetzleitung völlig untragbar wenn man z.B. regelmässig Youtube nutzt.

MfG
Mr. J
 
Die Frage ist hier aber auch, ob das Mobilfunknetz derzeit überhaupt als Alternative zum Festnetz dienen soll bzw. dienen kann. Immerhin teilen sich bis heute alle Benutzer einer Funkzelle die Bandbreite (siehe ). Wird eine Funkzelle dauerhaft/oft überlastet, so kann man die genauso als Festnetzalternative vergessen, wie einen Droseltarif. Jeder, der nicht gedrosselt wird, verbrät automatisch deutlich mehr Traffic, weil man darauf nicht mehr aufpassen muss.

Bisher sperrt die Drosselung die "Power-User" aus, sodass sich der Traffic auf den Funkzellen in Grenzen hält. Muss man auf den Traffic aufpassen, vermeidet man größere Datenmengen und fährt so seltener eine "Grundlast" auf den Funkmast.

Ich persönlich kann die Drosselung auch nicht gutheißen, allerdings sollte man auch immer die andere Seite im Blick haben. ;)


Grüße
Thomas
 
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  • #13
Wenn Deutschland so gern Vorreiter sein will, dann sollten Netzkapazitäten schnell ausgebaut werden, denn im Moment sind wir bereits weit abgeschlagen.

MfG
Mr. J
 
Die Frage ist hier aber auch, ob das Mobilfunknetz derzeit überhaupt als Alternative zum Festnetz dienen soll bzw. dienen kann. Immerhin teilen sich bis heute alle Benutzer einer Funkzelle die Bandbreite (siehe ). Wird eine Funkzelle dauerhaft/oft überlastet, so kann man die genauso als Festnetzalternative vergessen, wie einen Droseltarif. Jeder, der nicht gedrosselt wird, verbrät automatisch deutlich mehr Traffic, weil man darauf nicht mehr aufpassen muss.

Bisher sperrt die Drosselung die "Power-User" aus, sodass sich der Traffic auf den Funkzellen in Grenzen hält. Muss man auf den Traffic aufpassen, vermeidet man größere Datenmengen und fährt so seltener eine "Grundlast" auf den Funkmast.

Dass Deutschland eher suboptimal aufgestellt ist, was den Netzausbau betrifft, möchte ich nicht unter den Tisch kehren. Bei uns gibt es eher wenige, dafür "äußerst starke" Funkmasten. Das jedoch führt zu hohen Kosten bei schlechter Netzabdeckung und zu Instabilität, weil eben ein Mast schnell mal überlastet wird. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass es günstiger und besser ist, viele, dafür aber schwächere Masten aufzustellen. Davon abgesehen sollte man aber auch sagen, dass unsere Netzinfrastruktur keinenfalls an ihren Grenzen ist.



Die Frage, warum sich nichts im Technikwunderland tut, lässt sich mit Interessenskonflikten beantworten. Wollte man etwas an der Situation ändern, müsste man aus-/umbauen. Geld ausgeben will aber bekanntlich niemand. Natürlich könnte man ausbauen und im Nachhinein durch sinkende Kosten sparen höhere Gewinne erzielen, aber warum sollte man das tun, wenn man auch stets herum heulen kann, dass die bösen Poweruser ja das Netz an seine Grenzen bringen und deshalb Leistungen gesenkt und Preise angehoben werden müssen. Es ist doch viel einfacher weniger teurer anzubieten - weil man weiß, dass die Kunden trotzdem kaufen müssen - als viel günstig anbieten zu können, dafür aber erst mal investieren zu müssen. Das ist einfache Mathematik. ;)
 
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