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Mittlerweile hat die Denic die in dem Artikel „
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“ angesprochene Domain www.kulta-ev.de gesperrt. Doch das Problem ist damit alles andere als aus der Welt, zumal sich hier in der
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Personen gemeldet haben, bei denen sogar der Realname in der Anmeldung der Domain der Fake-Shops verwendet wurden. Auch nach Benachrichtigung der Organisation durch die Betroffenen hat man die Einträge dennoch nicht gelöscht.Ein Hinweis beim Aufruf des Fake-Shops www.kulta-ev.de besagt, dass die Denic den Domaininhaber bereits informiert habe. Interessant dabei erscheint die Tatsache, dass es der Denic nicht komisch vorkam, dass man gleichzeitig eine Adresse in der Kölner Altstadt-Nord und dabei eine Telefonnummer in Thale (Sachsen-Anhalt) angegeben hat. Das hätte den Mitarbeitern bei einer Prüfung, hätte sie denn stattgefunden, direkt auffallen müssen. Auch der Straßenname“taikangxian zhennanjie beiduan50hao“ in der Adresse in 50670 zhoukou ist mehr als auffällig. 50670 ist die Postleitzahl eines Bezirks in Köln. Und nicht in zhoukou, weil es diesen Ort in Deutschland gar nicht gibt.
Trotz der fehlenden Erreichbarkeit dieser einen Seite ist das Problem dadurch längst nicht aus der Welt. Weitere Domains wie beispielsweise Joef-Lehmkuhl.de, Jesti-Gerabronn.de, Beutereich.de, Feuerwehr-Pluwig.de oder Kochschule-Emsland.de warten allesamt auf ahnungslose Kunden, um denen das Geld abzunehmen. Es gibt alleine im deutschsprachigen Bereich Hunderte weiterer Domains. Die Namen der Domains wurden nicht zufällig gewählt. Die meisten waren in der Vergangenheit eine seriöse Seite, die aufgegeben wurde. Solche bereits genutzten Namen haben bei Google und den anderen Suchmaschinen ein besseres Ranking und werden bei den Ergebnissen weiter oben angezeigt. Vielleicht sollte die Denic einfach einmal prüfen, welcher Domain-Parkdienst genau solche Domains verkauft.
Denic an Domain-Betrug offenbar nicht interessiert
Betroffen ist auch eine Frau, die sich nach Erscheinen
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in unserer Telegram-Gruppe gemeldet hat. Die Täter haben einfach ihre Daten angegeben, obwohl sie weder im Internet oder im Telefonbuch eingetragen ist. Wahrscheinlich sind die Fake-Shop-Betreiber über einen gekauften und zuvor gestohlenen Datensatz an ihre Informationen gelangt. Die Frau wendete sich an die Denic, allerdings ohne Erfolg. Auch nachdem sie anbot, ihnen ihre Identität unter Beweis zu stellen war man nicht bereit, den unter ihrem Namen angemeldeten Fake-Shop zu deaktivieren. Die Situation erscheint aberwitzig, nur halt nicht für die Betroffene. Denn sie wäre bei strafrechtlichen Ermittlungen statt der wahren Hintermänner die erste Anlaufstelle, an die sich die Polizei mit einer Vorladung als Angeklagte oder einer Hausdurchsuchung wenden würde. Und das alles nur weil es der Denic offenbar egal ist, was Dritte mit den Daten ihrer Opfer anstellen.Als Ausrede Begründung schreibt man auf der eigenen Webseite, dass die Denic nicht gegen Fake-Shops vorgehen und auch nicht die Inhalte dieser Seiten löschen könne. Das stimmt zwar. Dennoch könnte man den Zugriff über die Domain sperren. Zumindest dann wenn so derart offensichtlich oder nachweisbar ist, dass es sich um falsche Angaben handelt. Doch das wäre natürlich mit Aufwand verbunden.
Quelle
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, thx! (CC0 1.0)
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Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
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