Defragmentierung unter Windows

Wäre es nicht besser, du nimmst deinen Raid 1 Verbund als reines Datengrab bzw. für Backups allein und holst dir noch eine SSD für Arbeitsdaten die schnell und oder viele Daten verarbeiten bzw. ansprechen müssen?
Und einmal pro Woche lässt du den Inhalt der SSD auf die Festplatte👎 spiegeln.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #22
Wäre es nicht besser, du [...] holst dir noch eine SSD für Arbeitsdaten die schnell und oder viele Daten verarbeiten bzw. ansprechen müssen?
Das ist bereits der Fall. Wenn ich weiß, dass ich mich mehrere Tage mit gewissen Daten beschäftige, werden die auf die SSD kopiert und von da aus bearbeitet. Allerdings reicht die extra 1TB SSD nicht dafür aus die Daten dauerhaft zu speichern.
Jetzt ist einfach nur die generelle Frage, ob man inzwischen überhaupt noch selber defragmentieren sollte / davon einen Vorteil hat oder nicht. Ja, Windows macht das in regelmäßigen Abständen im Hintergrund. Mir fehlt aber auch einfach die Info, wie es gerade so auf der Platte aussieht. Wie eingangs beschrieben hat man früher noch gesehen, welcher Teil der Platte für den MFT reserviert ist, wo Systemdaten rumliegen, wie viel fragmentiert ist usw. Alles ein bisschen grafisch dargestellt. Inzwischen gibt es sowas nur noch über Drittsoftware. Wenn die es aber nicht besser macht, lohnt sich das nutzen auch nicht.
Scheint jedoch so zu sein, dass sich damit schon lange niemand mehr beschäftigt hat.
 
Defragmentierung macht man ja nur, damit der Schreib-Lesekopf der HDD kürzere strecken zurücklegen muss, und man durch das "zusammenlegen" zusammengehöriger Blöcke so eine höhere leserate erzielt. Wenn du deine platte als Datengrab verwendest, und da ohnehin nicht ständig schreibzugriffe erfolgen, ist das nicht mehr so wirklich sinnvoll, bzw. Von geringem Nutzen. Hält dich aber keiner von ab. Die mechanischen Teile werden dadurch halt beansprucht, aber auch das ist inzwischen eigentlich vernachlässigbar.

Ob nun systeminternes tool oder dritthersteller ist m.m.n auch egal. Der Task ist ja der selbe, und gibt nicht viele unterschiedliche arten wie man das nun macht... evtl. Hat ein sys externes tool da einen schnelleren sorting-Algorithmus, aber geld würde ich dafür keines ausgeben...
 
Roin schrieb:
...Jetzt ist einfach nur die generelle Frage, ob man inzwischen überhaupt noch selber defragmentieren sollte...

Nein.

Roin schrieb:
...Scheint jedoch so zu sein, dass sich damit schon lange niemand mehr beschäftigt hat...

Liegt daran weil das Defragmentieren von Datenträgern seit einem Jahrzent obsolet ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Windows 10 defragmetiert HDDs standardmäßig einmal in der Woche im Hintergrund. Diesen Zeitplan kann man auch ändern, wenn man im Defragmentierungs-Fenster unter "Geplante Optimierung" auf "Einstellungen ändern" geht.

Liegt daran weil das Defragmentieren von Datenträgern seit über einem Jahrzehnt obsolet ist.

Die beiden Aussagen widersprechen sich aber. Warum sollte Windows 10 die Festplatten defragmentieren, wenn das doch seit über einem Jahrzehnt obsolet ist?
 


"...Jetzt ist einfach nur die generelle Frage, ob man inzwischen überhaupt noch selber defragmentieren sollte.."
 


"...Jetzt ist einfach nur die generelle Frage, ob man inzwischen überhaupt noch selber defragmentieren sollte.."
 
Die beiden Aussagen widersprechen sich aber. Warum sollte Windows 10 die Festplatten defragmentieren, wenn das doch seit über einem Jahrzehnt obsolet ist?
Die viel wichtigere Frage ist, warum es Windows im Jahr 2021 immer noch nicht schafft, Fragmentierung von vornherein zu vermeiden, während das Linux praktisch seit Jahrzehnten kann. Eigentlich traurig.

Jedenfalls glaube ich nicht, dass man bei einem Datengrab so schnell den Bedarf zum Defragmentieren haben wird. Vor allem wenn man Dateien dann temporär auf eine SSD kopiert und dann wieder zurück, sollte sie auch bei NTFS unfragmentiert gespeichert werden, solange genug Platz ist.

Für das gute Gewissen kann man die Defragmentierung vielleicht mal jährlich laufen lassen - eleganterweise kombiniert mit einem Backup weil dann doch einige Schreiboperationen auf die HDD zukommen. Würde die automatische Defragmentierung von Windows sogar unvorteilhaft in so einem Fall finden.
 
Die viel wichtigere Frage ist, warum es Windows im Jahr 2021 immer noch nicht schafft, Fragmentierung von vornherein zu vermeiden, während das Linux praktisch seit Jahrzehnten kann.

Das hat ja gewissermasen auch mit dem Format der Festplatte zu tun.
Ein Linux kann auch unter FAT / NTFS eine fragmentierung nicht vermeiden, da es einfach den aufbau des Formates nicht anderes zulässt.

Und ein Sortieren und Speichern der Dateien aufgrund der größe entsprechend freie blöcke auf der HD zu suchen würde einfach zu lange dauern.
 
Ja, es ist mir schon klar, woran es liegt, nämlich an NTFS. Trotzdem verstehe ich nicht, warum man es nach all den Jahren trotzdem nicht geschafft hat, entweder NTFS (bei gleicher Kompatibilität) soweit zu verbessern, dass es das eben besser macht oder ein neues besseres Dateisystem einzuführen. Gaanz theoretisch hätte man sogar ext3 oder ext4 auf Windows adaptieren können. Die Dateien einfach weiter hirnlos auf die Platte zu schreiben und dann alle paar Wochen automatisch zu defragmentieren, erschien mir schon bei der Einführung mit Windows Vista eher fragwürdig.
 
@thom53281: falls du es noch nicht wusstest, Computer sind hirnlos. Davon ab, woher weißt du, dass es bei NTFS keine Mechanismen zur Vermeidung unnötiger Fragmentierung gibt? Das Problem solcher Mechanismen ist, dass es von verschiedenen Faktoren abhängig ist, ob und wie gut die funktionieren.
 
Das an dem "ordentlich" machen sogar mal ein ganzes os gescheitert ist ( os/2) wäre in der Tat interessant wie das ext 3 oder ähnliche Dateisysteme handhaben.
 
Zurück
Oben