Das "JA" am Telefon

Cybercat

Board Kater
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Ruhrpott
Wer kennt es nicht, diese Ungebetenen Anrufer die gleich als erstes fragen: "Können sie mich verstehen?"
Der Sinn des ganzen besteht darin das der angerufene mit "Ja" antwortet.
Dann wird der Mitschnitt entsprechend geändert so das das JA an der richten Stelle erscheint und man hat irgendeinen Vertrag abgeschlossen oder 10 Zeitungen abonniert.

Ich hatte schon vor etlichen Jahren davon gehört, dass Tonbandmitschnitte vor Gericht keine Beweiskraft mehr hatten. Da schon damals mit analoger Studiotechnik brauchbares Material zu erschaffen war.
Mit der heutigen Digitaltechnik stellt es sogar am heimischen PC kein Problem mehr da, dass so zurecht zu frickeln wie man es gerade braucht.

Wie würde es also aussehen wenn man es einfach mal darauf ankommen lässt?
Tauen die es sich letztendlich mit dem gefakten Audiomitschnitt vor Gericht zu erscheinen?
 
@Cybercat:
Die werden den Teufel tun und damit vor Gericht gehen.
Die Bauen, wie Abmahnkanzleien, darauf, dass du zu feige/faul/dumm/pleite bist das ganze Ding zu nem Anwalt zu bringen.
 
Vor allem ist der erste Punkt nicht die Beweiskraft, sondern daß ein Mitschnitt eine Straftat darstellt.
Da müßten die noch reinbasteln, daß Du auf Anfrage Dein Einverständnis gegeben hast. Wer soll das glauben, besonders bei einem unbekannten Anrufer?
 
Und selbst das ist hier noch weniger Relevant als das deutsche Vertragsrecht. Jemanden in eine scheinbare Zustimmung zu tricksen reicht hierzulande einfach nicht aus. Das anzufechten wird mehr als einfach. Selbst wenn der mitschnitt komplett legal wäre oder einfah trotzdem als Beweismittel akzeptiert wird. Kontext. Er spielt immer eine Rolle.
 
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