das darknet – ein Kommentar


Seit Bekanntwerden des schrecklichen Attentats von München vor einigen Tagen wird das Thema darknet von Politikern als auch von den Redakteuren diverser Medien wie eine Sau durch die Presselandschaft getrieben. Ist das darknet wirklich nicht mehr als ein Tummelplatz von Kriminellen? Unser Autor fr@nk wirft in seinem Kommentar einen Blick hinter die Kulissen und versucht aufzuklären.


Nicht erst seit dem schlimmen Attentat von München am 22.07.2016 geistert wieder dieser eine sagenumwobene Begriff durch die Presselandschaft, den alle irgendwann mal gehört haben, aber im Grunde gar nicht wissen, worum es genau geht. Dieses #darknet. Dieser Tummelplatz für kriminelle Menschen, die sich dort Waffen und Drogen besorgen können. Also. So wird uns das darknet erklärt. Aber ist es das auch wirklich? Beschränkt es sich nur auf diesen Teil der Gesellschaft? Auf kriminelle Energien?

Das darknet mit allen seinen Vor- und Nachteilen wird viel zu oberflächlich in die kriminelle Ecke geschoben. Es ist nämlich etwas mehr. Etwas sehr Besonderes. Etwas, was Angst macht. Also den Nachrichtendiensten. Etwas, was gerade diese Dienste nicht zu 100% kontrollieren können…

… und genau hier das eigentliche Hauptproblem …

In der heutigen Zeit wird mit unseren Daten Schindluder betrieben. Die Regierungen aller Länder mitsamt Polizeibehörden und Nachrichtendiensten. Alle wollen jederzeit wissen, wo wir sind. Was wir machen. Wann wir mit wem worüber gesprochen haben.

Dank der US-Army Erfindung #Internet ist eine Technologie geschaffen worden, die sowohl Fluch als auch Segen ist. Dank des Internets ist es sehr einfach, uns zu kontrollieren, zu überwachen…

… und hier kommt das darknet ins Spiel: Es ist ein Zufluchtsort.

Ein Zufluchtsort für Menschen mit unterschiedlichen Interessen:


  • Kriminelle, die ihre Energien ausleben wollen
  • Menschen, die berufsbedingt Geheimnisse sicher kommunizieren wollen und müssen wie z.B. Journalisten, Whistleblower
  • Privatpersonen, die ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis haben und ihre Daten, Kommunikationen und kleinen Geheimnisse für sich behalten wollen
  • Menschen, die ihre Meinung offen aussprechen wollen ohne Angst vor Verfolgung zu haben, so wie z.B. aktuell in der Türkei
In der Öffentlichkeit wird das darknet hingestellt als würde jeder sofort und überall und sehr schnell Waffen und Drogen finden. Das mag sein. Der wahre Grund, warum das darknet dermaßen verteufelt wird ist jedoch ausschließlich die Tatsache, dass die Geheimdienste uns im darknet nicht mehr so freudig ausspionieren können, wie sie angeben. Wir alle müssen uns im Kopf frei machen von dem Gedanken, in eine Form der Illegalität abzudriften, wenn wir nur das darknet nutzen.

In meinen Augen werden wir eher ins darknet gedrängt um unsere eigenen, freien, legalen Interessen zu verteidigen. Das ist ein Unterschied.




Autor: [email protected]
 
Mich Persönlich kotzt es auch ziemlich an, das nun überall in den Medien das "Böse" Darknet so hingestellt wird, als ob dort nur Verbrecher rumhängen.
Dank Merkels 9 Punkte plan wird ja sicherlich wieder viel wert drauf gelegt, alles daran zu geben das Internet so zu Kastrieren, das der Böse User keinerlei Privatsphäre mehr hat.

Manchmal würde mich wirklich Interessieren, wie sich Politiker das Internet und besonders das Darknet wirklich Vorstellen.
Ich stelle mir gerade einen Dunklen Lauten Techno Club vor, voll mit zugedröhnten Menschen die alle Illegale dinge machen.
So sehen Politiker Vermutlich das Darknet.

Diese ewigen Debatten nerven nurnoch.

Gestern früh im Radio (FFH) wurde über einen Teenager berichtet, welcher durch die Behörden in einem "Killer Spiele" Forum Auffällig geworden war.
Als die Beamten sein Zimmer Gestürmt haben, war er gerade dabei eines dieser Killer Spiele zu spielen.

Und das soll Neutrale Berichterstattung sein ?
Nur weil Politiker keine Ahnung von etwas haben, ist es gleich das ganz Böse, was man Sofort Unterbinden muss !
 
Ja ja, Politiker die tatsächlich glauben Gesetze und hohle Phrasen könnten gegen gute Krypto ankommen.

Ich glaube ja, dass auch ohne Darknet die Möglichkeit bestanden hätte sich illegale Waffen zu besorgen. Aber wie man es aus der Politik der Affen gewohnt ist, wird der Punkt angegangen, den man mit Stop-Schildern für den Durchschnittsbürger austrocknen kann, ohne sich ernsthaft mit der Problematik auseinandergesetzt zu haben.
Das böse Darknet ist Schuld und weil der durchschnittliche Wähler bestenfalls "dark" = "dunkel" assoziieren kann und es ein Internet-Begriff ist, kann man auch wunderbar dem Teufel ein Gesicht geben. Die Probleme sind ganz anderer Natur und müssen ganz anders angegangen werden.
Gegen Waffen wäre es beispielsweise möglich Grenzen physisch zu schließen und Grenzgänger richtig zu kontrollieren sowie jegliche Waffen im Inland strikt zu verbieten. Aber das würde natürlich Steuergelder kosten, die Waffenlobby verärgern und vielleicht sogar am Ende vom Tag zumindest die Gefahr tatsächlich zu verringern.
Stattdessen glaubt man mit der Verteuflung des Darknets könnte man irgendetwas bewegen. Nicht, dass es noch andere kryptografisch abgesicherte Kommunikationsformen und Umschlagplätze geben könnte.
 
Du willst umfangreiche Grenzkontrollen?

Geh in die USA und wähl Trump.:rolleyes:

In Europa hat man lange für den Status Quo gekämpft zu lange um das wegen ein paar Irren wegzuschmeißen.
 
Selbst wenn, was macht es für einen Sinn darüber zu diskutieren? Wer kriminelle Inhalte surfen will, der macht das. Solange der Staat den Server nicht abstellen kann, bleibt er eben oben.
 
Du willst umfangreiche Grenzkontrollen?

Geh in die USA und wähl Trump.:rolleyes:

In Europa hat man lange für den Status Quo gekämpft zu lange um das wegen ein paar Irren wegzuschmeißen.

Ich will primär keine Waffen für Zivilgesellschaft in Europa. Wozu auch, es besteht absolut 0 Bedarf.
Sportschützen und Hobby pipapo. Leider ist die Unfallgefahr deutlich zu hoch und leider gibt es zu viele Deppen, die ihre Waffen nicht sicher (genug) verwahren und anderen Zugang gewähren. Daher bin ich gegen Waffen in der Zivilgesellschaft. Das passt halt nun mal nicht mit der Philosophie der USA zusammen, nach der jedem 3 Jährigen ein AK in die Hand gedrückt werden muss.. -.-"
 
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