Damenbinden oder die Ungleichbehandlung von Hygienartiklel bei der Mehrwertsteuer

Seedy und one, irgendwie verstehe ich eure Beiträge nicht :unknown:

Soll das Satire sein oder der Versuch irgendwas zu erklären, was sich zumindest mir nicht erschließt?
 
@Chegwidden:
Ich hab einfach mal durchgerechnet wie viel das Kostet und bin zu dem Schluss gekommen,
dass es Lachhaft günstig.
Ich mein für 80 Millionen (MAX!) ein ganzes Land mit Hygieneartikel zu versorgen ist mmn. wirklich eine gute Idee.

Ich wollte kein Argument machen,
ich mag nur Zahlen.
 
Hm ist das wirklich ein Problem mit der Armut?
Soweit ich das eben z.b. bei dm durchgeschaut habe dürfte man (Frau) doch mit ca 5€ / Monat hin kommen? Klar gibt es Leute die auf jeden Cent schauen müssen und ich finde das von Schottland schon alleine im Sinne der Gleichstellung eine tolle Idee und das hier eventuell nicht nur Premium Hersteller unterstützt werden...
 
So komisch wie sich das anhört, aber in Schottland sind die Menschen nicht ganz so *reich* wie bei uns.
Bei vielen Preisen staunt man nicht schlecht. Und viele Menschen haben dort mehrere Jobs, also mehrere Hauptjobs.
(Ja, ich weiß, dass hier auch einige nebenbei arbeiten.)

Als Beispiel, das andere Schottlandurlauber oder Bewohner sicher auch bestätigen können:
ein ganz normales Mittagessen in einem Pub oder Restaurant kostet umgerechnet um die 18-20 €.
Also Kartoffelpürree, 3-4 kleine Würstchen mit Soße und ein kleiner Beilagensalat.

Wie teuer die Produkte der Damenhygiene sind, weiß ich nicht, aber wenn eine Regierung die schon bezahlen will,
werden die da auch nicht unbedingt billig sein.

Als ich noch in der Ausbildung war und einigermaßen vernünftige, brauchbare Artikel kaufte, war das schon heftig.
Da war die Schwangerschaft und Stillzeit zumindest in der Hinsicht recht angenehm :D

Und 5€ im Monat sind ja ziemlich milde gerechnet ;)
 
Im Vergleich: Menstruationstassen kosten etwa 10 bis 25 Euro, halten normalerweise einige Jahre. Reinigungsmittel, was man nicht unbedingt benötigt, kostet 10 Euro und hält auch ne Weile.
 
Frauen geben in Schottland durchschnittlich o£13 pro Monat für Periodenprodukte aus. Das Ganze soll etwas £8.7m kosten.

So wie ich es verstehe, bedeutet das ja auch keine Vollversorgung. Frauen, die ohne Geldsorgen werden das ja sicher weiter im Super-/Drogeriemarkt kaufen und nicht extra etwas zum Rathaus laufen, oder wo immer es da Abholstellen geben wird.
Zusätzlich werden Öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Unis kostenlose Angebote haben müssen. In England hat das Bildungsministerium auch schon für freie Artikel an Bildungseinrichtungen gesorgt.
Überhaupt ist es zumindest in Schottland bereits jetzt nicht mehr ungewöhnlich, das derlei Hygieneartikel in Pubs, Restaurants und dergleichen kostenlos auf der Toilette angeboten werden. Freiwillig.

Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, sein Toilettenpapier bringt man ja auch nicht mit.
 
Der Vorteil an solchen Maßnamen ist, dass sie den am stärksten betroffenden am meisten Helfen.

Eine Frau wird dadurch im Jahr eventuell 140 Euro sparen.
Eine alleinerziehnde Mutter mit 2 Töchtern hingegen schon 400 Euro
Und 400 Euro im Jahr macht bei Leuten die sowieso schon wenig haben einiges aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab das ganze mal weiter gedacht (bin sicher nicht der erste, aber wo her das original kommt, kann ich jetzt nicht mehr nachvollziehen).

Ich hab unten mal ausgerechnet das etwa 25% Der Bevölkerung Blutstöpsel brauchen.
Wo könnte man den weiter Ansätzen?

100% der Bevölkerung braucht Strom.
Könnte man da nicht z.B. die ersten 1.000 kWh im Jahr frei geben?

100% der Bevölkerung braucht Wasser.
könnte man da nicht z.B. die ersten 50 Kubik im Jahr frei geben?

100% der Bevölkerung braucht Geld.
könnte man da nicht z.b. die ersten 12000€ im Jahr frei geben?

Das ganze läuft irgendwie rein gedanklich auf ein bedingungsloses Grundeinkommen hinaus, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Seedy: Die ersten 12.000 im Monat sind vielleicht ein wenig üppig, aber ja, im Prinzip wären die ersten 1000 im Monat schon sinnvoll. Und ja, genau das ist die Idee des Grundeinkommens.
 
@Metal_Warrior:
Das war ein Tippfehler.
Ich hatte erst 1000€ im Monat geschrieben, wollte es dann auf 12.000€ im Jahr (weil alles andere in Jahren war) anpassen,
habs aber nur halb gemacht.

Genau genommen wäre ein BGE doch auch bürokratisch einfacher,
ich mein es erzeugt doch definitiv weniger Verwaltungsaufwand einfach jedem Geld zu überweisen,
als zich einzelne Maßnamen unabhängig voneinander umzusetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unser Staat und die EU denkt doch längst so.

~0,1 Promille der Bevölkerung sind Kriminelle, könnte man da nicht z.B. alle permanent überwachen?
 
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