Sie war eine bewundernswerte Frau, die in Würde und ohne Allüren älter wurde. Und immer eine wunderschöne Ausstrahlung hatte.
Nicht nur, dass sie sechs oder sieben Sprechen fließend sprach, auch dass sie in allerhand Filmen mitspielte, ohne sich auf ein bestimmtes Genre
festlegen ließ. Auch wenn in Deutschland hauptsächlich ihre Rolle im Karl-May-Film in Erinnerung blieb.
Ein großer Teil ihrer Familie kam im Holocaust ums Leben, aber trotzdem hat sie nie der nachfolgenden Generation Vorwürfe gemacht
und ihre Auftritte hier in Deutschland freundlich und begeisternd absolviert.
In eigener Sache: als die Cheg noch in dem Alter war, dass sie nicht mehr Prinzessin, sondern Sängerin werden wollte, stand sie mit Suppenkelle
als Mikrophon (die Mikros damals waren so groß, echt...) vor dem Spiegel und schmetterte ausschließlich Lieder von Daliah Lavi oder Alexandra

Vermutlich habe ich damals schon billigen Schlager verachtet und fand mehr die chansonsartigen Interpretationen der beiden Stars besser.