Crowdfunding für die Karriere?

drfuture

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in der Zukunft
Ich habe Das hier


in einem anderen Forum gefunden....
Finde die Idee (also das Geld leihen gegen eventuelle Rendite, aber auch einfach eine art Spende für die Zukunft einer Person) - gar keine arg so schlechte Idee. Jedenfalls interessanter als für ein Kind in Afrika zu Spenden...
200.000 Für die Entwicklung sind jedoch ein sehr hohes Ziel - welches sich meiner Einschätzung nach nicht erreichen lassen wird.
 
Stimmt, warum auch einem Kind in Afrika das Lesen und Schreiben finanzieren, wenn man hier den zukünftigen Studenten den Bachelor finanzieren kann, da sie nebenbei wegen der hohen Last nicht noch arbeiten gehen können, gell?
 
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  • #3
Das war mir schon klar das das kommt :D
Mir geht es dabei auch eigentlich nicht um das Kind - ich war selber schon in Div. armen Ländern im Urlaub und habe dort vor Ort in Schulen Geld gelassen - die aller meisten Organisationen bei uns haben mir nur einen viel zu großen Anteil an "Verwaltung" oder ähnlichem - und ich traue ihnen schlicht nicht.
 
===== Welche Spendenziele der TS bevorzugt wird hier nicht das Zentrum der Debatte. =====

Interessantes Konzept. Das passiert wenn die Privatwirtschaft den Job des Staates übernehmen muss.

Finde ich ein interessantes Konzept.
 
Die entsprechenden Organisationen zu finden, ist natürlich eine andere Sache ;)

Mir ging es nicht um die Spendenziele, sondern der Satz hat sich abwertend angehört, mehr nicht. :unknown:
 
/Mop wieder beiseite stellt

b2t leute. Ihr wisst doch: Solche Diskussionen gehören ins P&G.
 
Ich hab mir auch schon ueberlegt meine Idee der Selbstaendigkeit ueber Kickstarter finanzieren zu lassen :D
 
Ich sehe den Sinn irgendwie noch nicht so ganz. Wenn der Wille da ist, kann hierzulande doch wirklich jeder studieren. Ich finde das Konzept weder für Studenten noch für die Geldgeber sonderlich attraktiv:
- Studenten müssen mindestens das volle Darlehen zurückzahlen (bei Bafög nur die Hälfte, bei einem Nebenjob entfällt das komplett)
- Erfolg wird bestraft
- Geldgeber haben ein sehr reelles Risiko keinerlei Zinsen zu kriegen und somit inflationsbereinigt einen deutlichen Verlust zu machen oder zumindest ewig lang auf das Geld zu warten
 
Grundsätzlich wäre das Modell sogar für Investmentfonds tauglich. Die Renditen in Bildung eines armen Menschen könnten beachtlich sein. Vor allem mit systematischen Potentialtests kann man die Quoten an "menschlichen Investitionsobjekten", die hohe Erträge erwirtschaften erhöhen. Ich bin sicher, dass viele Menschen das Potential haben, mit Bildung und Förderung massiv höheres Einkommen zu erzielen. Schon einen Durchschnittsbürger aus Somalia zum deutschen Mindestlohn zu verhelfen könnte über die durchschnittliche "Nutzungsdauer" vom 15. bis 67. Lebensjahr gigantische Erträge erbringen. Schafft man es, die Geförderten gelegentlich auch mal bis in Top-Jobs zu hieven oder kann an Unternehmensgründungen partizipieren kann man auch gescheiterte Investitionsprojekte (Selbstmord, Alkoholismus, Depression, Streik, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsunwilligkeit, nicht finanziell orientierte Nutzung der Arbeitskraft) verkraften.

In der Praxis gibt es jedoch in vielen Ländern rechtliche Hürden, die es schwer machen, die zukünftigen Mehrerträge der Arbeitsleistung anteilig einzufordern. Und das ist auch nicht unbedingt schlecht, denn mein Text liest sich schon ziemlich menschenverachtend.
 
kann man auch gescheiterte Investitionsprojekte (Selbstmord, Alkoholismus, Depression, Streik, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsunwilligkeit, nicht finanziell orientierte Nutzung der Arbeitskraft) verkraften.
Man kann zusätzlich auch einfach eine Lebens-/Arbeitsunfähigkeitsversicherung auf das "Investitionsprojekt" abschließen, gibt mehr Sicherheit/Profit. Und am Ende hat man noch was zum Abschreiben.
 
Arbeitsunfähigkeitsversicherungen auf das Investitionsprojekt sind wie doppelte Vollkaskoversicherungen. Man hätte dann wohl oft mehr Nutzen, den Arbeitnehmer in die Arbeitsunfähigkeit zu treiben, um die Versicherungssumme zu kassieren. Das schafft falsche Anreize.
 
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