Cookies können genau so getarnte Spybots sein. Deshalb sind sie auch bei mir generell für alle Seiten deaktiviert.
Was genau meinst du in diesem Kontext mit `Spybots`? Um Schadsoftware kann es sich nicht handeln, da selbst wenn Schadcode in einem Cookie enthalten wäre, dieser ohne eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle im Browser nicht ausgeführt werden kann. Im Falle einer solchen Schwachstelle wären allerdings in aller Regel keine Cookies zur Ausnutzung erforderlich. Viel kritischer in diesem Kontext sind Browser-Plugins (z.B. Flash, Java, Media-Player, MS Office-Viewer, ...) und auch JavaScript, da letzteres oftmals zur Ausnutzung auch nicht-JS-bezogener Schwachstellen benutzt wird (um bestimmte Speicherbereiche in einen definierten Zustand zu bringen, um Shellcode in den Heap zu sprayen, u.ä.). Cookies sind in Hinblick auf Browser-Schwachstellen relativ harmlos.
Gibt zwar alternativen dafür, aber soweit ich das bisher sehe ist die mit Cookies die verbreitetere.
Daher muss man dort dann auch Cookies erlauben, denn ansonsten funktioniert der Login-Vorgang nicht.
Korrekt. Die möglichen Alternativen, um Benutzer bei Bedarf (z.B. nach einem Login) wiederzuerkennen, sind üble Hacks, welche ebenfalls darauf basieren, dass eine bestimmte Information bei jedem HTTP-Request übertragen wird. So könnte man z.B. eine Session-ID in jeden URL kodieren, etwa im Query-String. Das führt allerdings dazu, dass beim Folgen von Links der vorherige URI inklusive der Session-ID geleakt wird, wodurch die Session u.U. übernommen werden kann. Alternativ könnte man die ID für jeden Request in einem POST-Body übertragen, allerdings müsste man dann komplett auf `normale` Links verzichten, da sich über diese ohne zusätzliches JS keine POST-Requests erzeugen lassen. Auch die Alternativen, anstelle von Cookies den Browser-Cache, DOM Local Storage oder Flash und LSOs zu nutzen, sind einerseits unschön, andererseits gewinnt der Benutzer dadurch nichts. Für Cookies existieren in vielen Szenarien schlicht keine sinnvollen Fallbacks.
Ein guter Mittelweg, wenn man die längerfristige Wiedererkennung durch Cookies vermeiden möchte, aber dennoch kurzfristige Sessions (z.B. das Login im ngb) nutzen möchte, ist meines Erachtens, nur Session-Cookies anzunehmen. `Session-Cookies` haben kein explizites Ablaufdatum gesetzt und laufen daher ab, wenn das letzte Tab der Seite oder der Browser geschlossen wird. Auch lässt sich in einigen Browsern (ggf. über Erweiterungen) festlegen, dass sämtliche Cookies beim Beenden gelöscht werden sollen. Drittanbieter-Cookies kann man in der Regel ohne Funktionsverlust komplett verweigern, diese werden primär von Werbetreibenden genutzt, welche darüber Benutzer tracken wollen.