Wofür trägt denn die Allgemeinheit deiner Meinung nach die Kosten?
Du meinst sicherlich für den Netzausbau, oder? Soll ich dir mal was verraten? Bleibt aber unser Geheimnis! Die mit dem Netzausbau beauftragte Telekom, die auch die Gelder bekommt, will das Netz gar nicht ausbauen. Ländliche Regionen sind nämlich uninteressant, interessant genug, dass sie zahlen sollen, aber nicht interessant genug, dass man sich tatsächlich auch dort um den Netzausbau kümmern möchte. Na herzlichen Glückwunsch.
Die Regionen, die vernünftig ans Netz angebunden werden sind in Deutschland allerdings mit solchen Kapazitäten angebunden, dass eine Überlastung des Netzwerks nicht im geringsten zu befürchten ist. Das Netz würde ohne Probleme wesentlich mehr vertragen.
Na gut, dass Du bei dieser Firma arbeitest und alle Internas kennst.

Mal ganz abgesehen davon, dass hier in meiner Region - von meiner Ortschaft mal abgesehen - alle kleineren Orte bereits mit VDSL ausgebaut sind - oder zumindest 16 MBit/s bekommen.
Also bei mir sind das 0,05GB/s x 10 = 0,5GB und somit ergibt sich eine Auslastung von gerade mal 5%

Aber ich verstehe worauf du hinaus willst.
Ähm ja, das passiert wenn man es eilig hat und nicht Kopfrechnen kann...
Das ist zwar richtig, aber keineswegs neu. DSL hat vor meiner Zeit mit 384KB/s angefangen, das war wohl so zur Jahrtausendwende ungefähr. Dann stieg die Anzahl der DSL-Anschlüsse und wenig später auch die Geschwindigkeit. Die Anbieter müssten also theoretisch immer mal wieder das Netz ausbauen. Somit dürfte das nichts neues sein, wo man im Jahre 2013 aus allen Wolken fällt.
Es ist an sich nichts neues, aber die Gesamtsituation ist doch etwas anders. Früher hat ein DSL768 mit Telefonie doch mal um die 50€ gekostet und da war auch noch der Euro etwas wert. Heute kriegt man doch schon einen 50.000er für etwas mehr als 30€ (je nach Anbieter, Tarif, Region, etc.) und da kann man bedeutend mehr Traffic durchhauen.
Die Trafficsprünge sind in den letzten Jahren doch immer größer geworden. Während früher ISDN → DSL768 → DSL2000 → usw. innerhalb von Jahren langsam etabliert wurden, ist es heute 16.000 → 25.000 → 50.000 → 100.000 → 200.000 und das innerhalb von wenigen Jahren. Zudem wird nun auch eine Umstellung auf IP-Anschlüsse forciert, was dem auch nicht gerade förderlich ist. Man muss sich ja nur mal einen 2.000er im Vergleich zu einem 50.000er anschauen, hier mal die Datenmenge, die man in einem Tag übertragen kann:
2.000er: 20.60GB
50.000er: 514.98GB
Das ist die 24fache Menge!
Dabei bleiben die Übertragungsmedien weiterhin begrenzt. Über eine Glasfaser kann man theoretisch unbegrenzt viele Daten senden, in der Praxis ist die maximale Übertragungsrate aber weiterhin limitiert. Um den Datenhunger zu bewältigen müssen neue Übertragungswege und Knotenpunkte geschaffen werden. Eine Preiserhöhung fällt aber aus, denn dann laufen die Kunden sofort zu einem anderen Anbieter. Die Frage ist hier nur noch, wer den längeren Atem hat.
Wie ich auch schon sagte, ich bin ebenfalls gegen eine Drossel in der Form wie sie jetzt geplant ist. Aber die "Fressäcke"/Dauerbelaster kann man ruhig etwas einschränken, solange das in einem vernünftigen Rahmen passiert (>750GB oder so als angepeilte Grenze).
Grüße
Thomas