Von 120 kommerziellen Crypto-Tools kannst du davon ausgehen, dass ca 100 schon erhebliche Schwächen bei der Implementierung aufweisen, so dass sie im kryptographischen Sinne unbrauchbar sind.
gibts dazu eine statistik?

- zumindest teile ich nicht dieses gefühl, allein aufgrund empirischer tatsachen.. abgesehen von gesetzlich vorgeschriebenen backdoors in ami-software (darum benutze ich bitlocker nicht, auch wenn es bequemer als truecrypt ist) dürfte die große mehrheit von
allem anderen recht zuverlässig funktionieren.. es ist ja schließlich nicht nur die NSA daran interessiert, schwachstellen zu finden, um sich das bruteforcen zu sparen, sondern auch eine ganze menge (anderer) böser jungs mit erheblichen ressourcen.. und nicht einmal drecks-skype hat jemand geknackt.. (und nur um allen eventualitäten vorzubeugen: das exploiten von schlecht programmierten iclouds hat nichts mit dem knacken von verschlüsselungen zu tun...)
Wenn du von der Basis ausgehen willst, müsstest du natürlich bei der Hardware anfangen und dich dann langsam zu einem Minimal-OS und anschließend zu einem Minimal-Crypto-Tool hocharbeiten.
man kann es beliebig weit treiben, aber als faustregel reicht es für mich, wenn ich darauf vertrauen kann, dass der raum, in dem die daten tatsächlich verschlüsselt werden, nicht "physisch" kompromittiert ist.. den rechner vom netz zu trennen ist einfach, aber "die" hätten dir auch nano-wanzen auf die kleidung streuen können und dein passwort wäre damit bekannt

.. wenn man diese art von paranoia ausschließen kann, dann kann man sich auch mit überschaubaren mitteln eine "sichere" softwareumgebung schaffen, um seine eigene implementierung umzusetzen und die daten zu verschlüsseln (rechner vom netz trennen und hinterher verbrennen - ganz einfach

)..
Schon kleinste Fehler können die Sicherheit deines Crypto-Systems gefährden.
klar - ebenso führen schon kleinste fehler (z.b. klammer vergessen) dazu, dass es garnicht funktioniert

.. je nach dem wie wertvoll deine daten sind, hat man bei der implementierung eben eine gewisse
verantwortung (die haben piloten auch), es bedeutet aber nicht, dass es extrem
kompliziert ist.. insbesondere kann einer alleine den kompletten code überblicken und ist nicht gezwungen, sich auf die arbeit anderer zu verlassen.. ja, nicht jeder ist ein programmierer, aber wenn's einem so wichtig ist und man truecrypt nicht traut, dann lernt man's eben
Zu (absoluter) Sicherheit gehört schon ein bisschen mehr als das System verschlüsseln.
die gibt es eben nicht - es ist immer möglich, dass du permanent überwacht wirst und "sie" deshalb alle deine passwörter und überhaupt die daten vor der verschlüsselung bereits haben.. die frage ist nur, ob "sie" sich den aufwand wegen dir und deiner "urlaubsvideos" wirklich machen wollen...