[Wissenschaft] China bestätigt Geburt von Crispr-Baby

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Während bisher nur die Aussagen des Forschers He Jiankui im Raum standen, hat nun die chinesische Regierung bestätigt, dass die ersten beiden Crispr-Babys geboren wurden und ein weiteres Crispr-Baby unterwegs sei. He Jiankui von der Southern University of Science in Shenzhen will mithilfe der Genschere Crispr-Cas den ersten genetisch veränderten Menschen erschaffen haben. Der Forscher kündigte Ende November überraschend die Geburt der Zwillinge Nana und Lulu an. Für die Existenz der Zwillinge fehlte bisher die Bestätigung. Laut Untersuchung der Behörden soll He bei acht Paaren versucht haben, durch künstliche Befruchtung erzeugte genetisch veränderte Embryonen einzusetzen und dadurch eine Schwangerschaft herbeizuführen. Die Babys sollen immun gegen den Aids-Erreger HIV sein, während ihre Väter HIV-positiv sind. Lediglich bei einem der Paare kam es zur Geburt; in Hongkong ist noch eine zweite Frau schwanger.

Genetische Veränderung und künstliche Befruchtung bei HIV-positiven Menschen ist in China gesetzlich verboten. Zudem war das Vorgehen ein Verstoß gegen ethische Regeln der Biomedizin, zumal die Genschere noch nicht vollständig erforscht zu sein scheint. He Jiankui muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.
 
Die Natur wird sich schon wehren ……… Die riechen dann besonders lecker und werden Hundefutter alternativ kann das auch eine Mücke erledigen.
Noch so´n verrückter Frankenstein-Wissenschaftler ohne Ethik.
 
Wird endlich Zeit dass man die Errungenschaft der modernen Eugenik sinnvoll für das Wohl der gesamten Gesellschaft einsetzt. Hoffentlich wird sich diese zukunftsweisende Entwicklung schnell der Stolpersteine zu entledigen wissen die ihr von religiösen Fanatikern und Gruppierungen mit Ethikvorstellungen aus dem Mittelalter in den Weg gelegt werden wird.
 
NiceOne.
Wir müssen aber schnell Nachziehen.
Die Chinesen sind jetzt schon kaum aufzuhalten, wenn die alle genetisch verbessert sind, haben wir schlechte Karten.
 


Keine Angst. Bei dem Hang der Chinesen alles westliche zu imitieren/kopieren, wird das Ganze nur dazu führen, daß es immer weniger Chinesen geben wird.
 
@Propaganda: Es bleibt erfahrungsgemäß nicht dabei. Heute ist es HIV, morgen sind es Erbkrankheiten ohne großen Impact und übermorgen hätte gern jeder ein blauäugiges Kind.

Aus biologischer Sicht ist das alles so lange legitim, solange der Genpool divers genug ist. In dem Moment, in dem Designerbabys die Welt bevölkern, gehen wir dann aber den Weg der Asgard in Stargate SG-1: Die Probleme im Genom, die normalerweise über die Gene des anderen Elternteils repariert/neutralisiert werden, akkumulieren sich und die Spezies stirbt an den Symptomen, die Inzest üblicherweise verursacht. Zugegebenermaßen ist das ein sehr weit in der Zukunft liegendes Szenario, aber die Erfahrung zeigt, dass Menschen selten mehr als 2 Jahre in die Zukunft denken, geschweige denn 2000 Jahre.

Und weil du jetzt gleich sagen wirst: Die kranken Gene schwächen die Spezies ja nur... Nicht zwangsläufig. Das Gen, das die Sichelzellanämie hervorruft, geht gleichzeitig mit einer starken Resistenz gegen Malaria einher. Das betrifft natürlich hauptsächlich heterozygote Individuen, weil monozygote aufgrund der Sichelzellanämie die geringere Belastbarkeit haben, aber ist signifikant:
 
Was genau soll denn unethisch daran sein, Menschen gegen HIV immun zu machen? Also ich halte das für wünschenswert.
Ist eine Slippery Slope Argumentation: Die medizinischen Zwecke sind alle super, aber sobald es marktreif wird, wird schnell Bedarf nach anderen Optimierungen laut. Babies sollen intelligent, stark, schlau, schön, gesund usw sein. Nur das beste halt. Gleiche Sache wie Cyberisierung: Herzschrittmacher sind super, Beinprotesen sind super, Hirn-Speicher-Erweiterungen sind super.

Wir sind am Ende eines Zeitalters, in dem die Grundlegende Philosophie nach einer Gleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen strebt und an der heutigen Koexistenz bitterer Armut und unvorstellbaren Reichtums verzweifelt. Genetisch optimierte Menschen passen nicht in die Konzepte, auf der unsere Gesellschaftsordnung basieren. Passen nicht dazu, dass ein Menschenleben unbezahlbar ist, aber ein Chimpanse käuflich erworben werden kann.

Wenn die prozentuelle Anzahl laborzertifizierter Übermenschen an der planetaren Gesamtbevölkerung signifikant wird... was dann?
 
Es wird ja durch eine (Be-)handlung niemand immun gemacht oder geheilt

Das unethische ist ja nicht die Technik, sondern die Anwendung eines Zuchtgedankens auf den Menschen.

Sollte man jemals z.B. Stammzellen ohne Töten von Leben gewinnen können und mit Gentechnik für Behandlungen nutzen können, wäre das ja eine ganz andere Sache.
 
Ich verstehe das ethische Problem des Zuchtgedankens sowieso nicht :unknown:

Ich mein "Gentechnik ist schlimm m'kay" wird das "Impfen ist schlimm" der Zukunft.
 
@KaPiTN:
Sicher, Sicher. :m

Jetzt mal jemand, mit nem echten Argument?

Pränataleuntersuchungen gibt es schon ein paar Jährchen, Zwangsabtreibungen sind in unseren breiten immer noch eher selten der Fall und Zwangssterilisiert wird hier auch kaum einer.
Die Realität widerspricht deiner Argumentation also schon zur Gegenwart :T
 
Grundsätzlich habe ich nur eine sachlich möglicherweise unbegründete, rein emotionale Abneigung gegen genetische Veränderungen am menschlichen Erbgut und die kommt daher, dass wir Menschen schon oft bewiesen haben, dass wir im Vorfeld nicht immer alles korrekt abschätzen konnten - als flaches Beispiel mag hier einfach mal Contergan dienen.

Ist ja auch gar nicht schlimm, wir verstehen unseren Körper nunmal nicht wirklich, speziell die komplexen Zusammenhänge. Und aus meiner Laiensicht sind genetische Modifikationen extrem komplex.

Ich fürchte also, immer noch rein emotional, dass jede vermeintlich "vollständig sichere" Veränderung unter Umständen massive Seiteneffekte verursachen _könnte_, die sich schlimmstenfalls erst Jahrzehnte (oder gar Jahrhunderte) später zeigen und schlimmstenfalls nicht nur für das betroffene Individuum, sondern für die gesamte menschliche Rasse irreversibel sein könnte.
 
Die Realität widerspricht deiner Argumentation also schon zur Gegenwart :T

Im Gegenteil. Daß diese Maßnahmen nicht stattfinden ist gerade in der Erkenntnis der ethischen Problematik begründet.

Den Lebensborn-Verein gibt es schon lange nicht mehr.
 
@KaPiTN:
Wir sind also in der Lage mit diesen Methoden gewissenhaft umzugehen und steht damit dem Entgegen was du hier schreibst:
In der Praxis bedeutet er u.a. pränatale Tests und Abtreibung, sowie auch Zwangssterilisation.

Dein Argument hat sich grade kreisförmig selber widerlegt, danke
 
Wer soll in der Lage sein, mit pränatale Tests und Abtreibung, sowie auch Zwangssterilisation gewissenhaft umzugehen und wie sollte das aussehen?
Wo hat sich etwas kreisförmig bewegt und was soll damit widerlegt sein?
 
ich halt es mit jester. aber seedy hat mich nachdenklich gemacht.
auslese bei pflanzen würde niemand in zweifel ziehen.
 
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