Business-Netzwerke: Linkedin, Xing & Co.

Nerephes

Badass No. 1
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Hallo Leute,

ich wollte mal fragen welche Erfahrungen oder gar Erfolge ihr mit Business-Netzwerken wie Linkedin, Xing & Co. gemacht habt.

Nutzt ihr überhaupt welche und wenn ja warum?

Ich persönlich nutzte Linkedin (das ist auch das einzige "Social-Media" das ich nutze). Bin dazu gekommen weil ich öfters von Kunden / Lieferanten per Mail entsprechende Einladungen erhalten habe, dachte dann mal ich probier es aus.
So richtig Nutzen hab ich bisher nicht wirklich davon, obwohl ich Profil usw. relativ sorgfältig gepflegt habe.
Man hat zwar irgendwann schon einige Kontakte, aber wirklich nutzen draus gezogen habe ich nicht.
Naja, vllt. ist das mal im Falle einer Bewerbung nützlich, zumindest kann man sich darüber recht gut präsentieren.

Jetzt interessiert mich eben ob ihr da ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht habt, also teilt euch mit :T
 
Ich selbst habe einen LinkedIn Account, bin aber nicht wirklich aktiv. Ich weiss allerdings von (ehemaligen) Arbeitskollegen, dass zumindest in meiner Region und Branche (IT) stark Arbeitskräfte gesucht und abgeworben werden. Ich sehe da die zeitliche Verkürzung des Bewerbungsprozesses als Vorteil, gerade wenn ein Unternehmen kurzfristig eine neue Ressource sucht.
 
Ich hab seit kurzem einen Xing Account, vor allem um einen Kontakt zu meinen ehemaligen Kollegen zu haben. Zum Teil halt einfach nur aus Neugier, vor allem aber um im Fall einer Jobsuche schon mal einen "Draht" ins Innere diverser Firmen zu haben.
Da meine alte Firma vor kurzem quasi komplett zersprengt wurde hab ich jetzt Kontakte in Firmen in "meiner" Branche in ganz Deutschland. Das halte ich auf jeden Fall für hilfreich, da man so ja einiges an Informationen kriegt die man bei Google oder auch im Bewerbungsgespräch nicht erhält.

Andersrum (also von Headhuntern gefunden zu werden) mache ich mir da keine allzu großen Hoffnung auf einen vernünftigen Job. Ab und zu kommt mal eine Anfrage rein, aber ich glaube das ist eher Glückssache da tatsächlich was passendes zu finden.
 
Ich nutze Linked.In und Xing. Mein heutiger Chef hat die beiden Profile auch angeschaut, bevor ich zum Gespräch eingeladen war :)
 
Das Geile ist seit ich mir einen Xing Account angelegt hab gab es vermehrt Gehaltserhöhungen und ich hab merklich weniger Stress. Lohnt sich für mich also :D
 
Anfangs dachte ich auch, dass die Netzwerke so eine typische Kontaktmüllhalde nach dem Motto "den habe ich schonmal gesehen" sind, habe meine Meinung aber im Nachhinein geändert.

Headhunter melden sich über XING mehr oder weniger regelmäßig bei mir, interessanterweise sogar XING selber ^^ Hier muss man aber klar unterscheiden, ob es ein reales Mandat dahinter gibt, oder ob es nur um den Aufbau einer Kartei geht. Für die Karriere ist es extrem schlecht, wenn man bei vielen Headhuntern gelistet ist.

Dieser Wandel scheint erst ab einer gewissen Fach-/Verantwortungsebene stattgefunden zu haben, seitdem bei mir "Manager" in Verbindung mit den fachlichen Kernkompetenzen (IT/OM) drin steht, scheine ich interessant geworden zu sein, vorher war das eher verhalten.

TL;DR
XING kann ich auf beruflicher Ebene empfehlen, auch der kostenlose Account reicht aus.

Gruß,
J.
 
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  • #7
Wenn ihr hier alle eher Xing benutzt schau ich mir das auch mal an :T

Scheint halt eher noch was für Akademiker und rare Fachkräfte zu sein, wo ich aktuell noch nicht so drunter falle.

Aber da ich ja auch nebenher noch studiere kann ich mir ja schonmal ein Netzwerk aufbauen ;)
 
Ich habe auch Xing und bin sehr begeistert davon :)
Bekomme eigentlich fast wöchentlich 2-3 Jobangebote mit nem relativ guten Gehalt von Headhuntern (IT-Branche) Ich denke gerade wer in der IT tätig ist, kann über Xing viel reißen.
Ein bekannter von mir ist in der Chemieindustrie tätig und hatte auch mal Xing getestet, war hier aber überhaupt nicht erfolgreich.

@godlike: Wie ergaben sich durch Xing Gehaltserhöhungen? das musst du mir mal erläutern ^^
 
Eben genau so. Der hat halt gesehen das ich mir ein Xing Profil erstellt habe und hat wohl Angst bekommen :D Bei den anderen Flachzangen hier auf der Arbeit wundert mich das aber auch nicht im Geringsten...
 


Üblicherweise kommt ein echter Headhunter mit einem Mandat auf einen zu, also einer konkreten Vakanz, die er einem vorschlägt, um sich dort zu bewerben.

Die andere Art "Headhunter" kommt mit Sprüchen an, dass Dein Profil ja ach so toll sei, dass das Gesamtkenntnisspektrum sehr gefragt wäre - aber ohne konkretes Mandat, was sie aber schön verschweigen. Die wollen lediglich ihre Kartei füllen, um damit dann ggfs. entweder vorbereitet zu sein oder aber bei Arbeitgebern hausieren zu gehen.

Wenn man eine echte Karriere machen will und bei zu vielen "Headhunter"n dieses Typs in den Karteien steht, hat man schnell den "Reste ficken" (scnr) Stempel auf der Stirn und wird nie wieder ein ernsthaftes Angebot _mit_ Mandat bekommen.

J.
 
Die allerbesten Posten werden gar nicht ueber Headhunter oder andere externe Firmen vergeben, sondern bei Grosskonzernen im Regelfall laengst intern moegliche Kandidaten inoffiziell abgeklopft (auch innerhalb aller Niederlassungen), bevor der 'JobReq' = die Stellenausschreibung ueberhaupt intern ausgeschrieben wird oder an externe Firmen (e.g. Headhunter) geht. Oftmals ist der Job faktisch dann laengst vergeben und der 'JobReq' eine reine Formalitaet, um administrativen Anforderungen (z.B. von Seiten des Betriebsrates) zu genuegen.

Oft genug - ich erlebe es gerade - kennt man sich innerhalb der Branche auch unter den Konkurrenten in einer bestimmten Sparte und wird von einem Konkurrenzunternehmen (nicht offiziell von HR, sondern - auch in meinem Fall - inoffiziell von einem Manager) kontaktiert auf 'sozialer Ebene', wobei dann erst mal prinzipiell die Wechselbereitschaft des Kandidaten eruiert wird und man einen ersten Eindruck bekommt.

Wir haben ab dem 1.7. zwei neue Kollegen in unserem Department, bei denen es ebenso ablief. Einer wurde von der Konkurrenz abgeworben, einer aus einer unserer US Niederlassungen geholt.

Die 'soziale Ebene' bestand in meinem Fall des Kontaktiertwerdens aus einem Vorbereitungstreffen der US carrier resp.deren IT departments fuer die derzeitig vom US Senat uns aufoktroyierte NSA-Big Data-Ersatzsammelei, wo man sich in einer meetingspause unterhielt. Diese Woche besucht besagter Manager seine Niederlassung in DE und kommt auf dem Rueckweg ueber GB ganz offiziell zur Konkurrenz - also meinem derzeitigen Arbeitgeber- zu Besuch zum wrap up in obiger Angelegenheit (und ganz inoffiziell zu einem Abendessen :cool:).

Ich uebe derweil unfall- und kleckerfreie Nahrungsaufnahme mit Messer und Gabel. Schaun mer mal, dann seng mas scho ... :D

OT: Vielleicht will er mich aber auch nur anbaggern - waere so verkehrt auch nicht :T
 
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Bringt was. Ich bin im Studium und jobbe nebenher als Selbstständiger und bekomme andauernd Jobangebote.

10/10, would Xing+LinkedIn again.
 
Ich bin jetzt bei Xing seit mehr als 5 Jahren. Bin dort allerdings eher weniger aktiv. Wie so oft, muss man die ganze Sache etwas differenzieren.

Headhunter:
Xing ist die Spielwiese für diese Spezies. Beim entsprechenden Profil wird man alle paar Tage von einem Headhunter kontaktiert. Dabei spielt das keine Rolle, ob die angegebenen fachlichen Qualifikationen und regionalen Präferenzen auf die Stelle passen, für die die Headhunter Kandidaten suchen. Ich hatte z.B. mal vor 5 Jahren zum letzten Mal PHP und Java programmiert und bekomm noch immer Anfragen für Jobs in diesem Bereich.

Hat man allerdings noch nicht die benötigten 3-5 Jahre Berufserfahrung, dann sieht's eher böse aus. Headhunter mögen keine Neulinge. Traumkandidat der Headhunter: höchstens 25 Jahre alt, 20 Jahre Berufserfahrung, kann alles und ist auch bereit umzuziehen.

Ein Freund von mir hat seinen Job über Xing bekommen. Und sowohl Job als auch Gehalt sind mittlerweile sehr überdurchschnittlich.

Eigene Suche bzw. Firmenkontakte:
Ein Unternehmen hatte ich mal selbst gefunden und angeschrieben. Da war ich auch beim Bewerbungsgespräch, hab allerdings selbst abgesagt, da ich wohl in dem Job überfordert gewesen wäre. Ein anderes Angebot bekam ich von einer kleinen Firma, die mich angeschrieben hatte - ohne Headhunter. War leider auch PHP-Programmierung, von der ich damals weg wollte.

Dummer Seiteneffekt:
In der Situation befinde ich mich momentan. Je nach Psychologie (bei godlike funktionierts) ist es gut oder schlecht, wenn die Mitarbeiter oder Chefs im aktuellen Unternehmen in der Kontaktliste bei Xing sind. Bei mir ist das momentan eher hinderlich. Ich befinde mich gerade in der Phase, dass ich aus meinem aktuellen Unternehmen weg will. Wenn ich jetzt mein Xing-Profil dahingehend ändere, dass ich wieder etwas suche, könnte das diverse Fragen von der Chefseite aufwerfen. Leider kann ich das in dem Unternehmen nicht als Verhandlungsposition, wie das Godlike macht, verwenden. Man sollte also beachten, wen man in die Xing-Liste reinnimmt.

Linked-In
Da war ich vor 5 Jahren mal kurz angemeldet, hab ich mich dort aber wieder abgemeldet. 2010 war Linked-In in Deutschland noch nicht relevant. Mittlerweile ist das vermutlich anders.

Zielgruppe:
Xing (und vermutlich auch Linked-In) ist in erster Linie die Plattform für Akademiker und da bevorzugt aus den wirtschaftlichen und technischen Berufsfeldern. Ich hatte mal ein Konto für meine Frau (Erzieherin) bei Xing angelegt, um evtl. darüber einen Job zu bekommen. Das war sinnlos. Es kommen ein paar Projektanfragen zur kostenlosen Mitarbeit. Aber Jobangebote kann man in dem Bereich vergessen.
 
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  • #19
So, nachdem ich mein Profil auf Xing mal etwas aufgemöbelt habe und auch einige neue Kontakte geknüpft habe kam auch prompt der erste HH und hat mir direkt einen Job angeboten :D

Job ist an sich nichtmal schlecht, nur leider relativ viel Fahrtweg, da ich aber eh grade so ein wenig auf Neuorientierung aus bin, schau ich mir das mal an und guck was draus wird :T
 
Teils wird man darüber einfach gefunden. Ich wurde letzte Woche trotz nur 7 Monaten im neuen Job angeschrieben von einem anderen Unternehmen, aber hatte kein Interesse. Ich nutze es beide Netzwerke auch, um Geschäftskontakte dauerhaft zu erhalten.
 
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