Bureau-Umzug - müssen Mitarbeiter helfen?

Malcolm

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Berlin
Hallo,

unser Chef hat das Bureau (wir sind 8) heute morgen mit der Neuigkeit überrascht, dass das Bureau umziehen wird und das überraschenderweise schon in 4 Wochen! So ganz kann ich mir nicht vorstellen, dass er es erst so kurzfristig wusste.
Aber zu allem Überdruss hat er uns einen Plan vorgestellt, nach dem wir als Mitarbeiter den Umzug mit gestalten müssen.
Wahrscheinlich damit er das Geld für die Umzugshelfer sparen kann...

Vom Prinzip her eigentlich auch kein Problem, wenn er nett gefragt hätte. Was mich nervt, ist die Übergriffigkeit, mit der er das einfach entschieden hat. Hätte er Geldprobleme, dann hätte er das auch anders formulieren können.

Eigentlich kann man seine Mitarbeiter nicht zwingen, beim Umzug helfen zu müssen, oder? Vor allem nicht mit unseren Privat PKWs oder?
 
Re: Büro-Umzug - müssen Mitarbeiter helfen?

Ganz sicher nicht kann dein Chef über eure Privat-PKWs verfügen, das solltet ihr ihm auch klar und deutlich sagen!

Material ein- und wieder auspacken ist dagegen okay, Büromöbel auseinanderbauen, schleppen und wieder zusammensetzen: klares Nein!

Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Beim Möbeltransport im eigenen Auto gibt es schnell mal Dellen oder Kratzer, wer zahlt dann den Schaden?

P.S.
Weshalb schreibst du Bureau, statt die übliche Schreibweise Büro?
 
@Malcolm:
Jein.

In den meisten Arbeitsverträgen steht drin, dass Arbeitnehmer temporär zu anderen (als vertraglich definierten) Arbeiten heran gezogen werden, wenn sie die ausführen können und betriebliche Notwendigkeit vorliegt.
Ein Umzug kann man als betriebliche Notwendigkeit auslegen, temporär ist gegeben und das Tragen/Transportieren von Möbeln ist auch okay, solange es sich in vertretbaren Dimensionen bewegt (also nicht übermäßig schwer, oder bedarf spezieller Ausrüstung/Ausbildung).

Was den privaten PKW angeht:
Da bin ich nicht sicher.
 
Also meinen PKW würde ich nie und nimmer für so was zur Verfügung stellen.

Wie Doc Lion schon schreibt: auseinander- und zusammenbauen und den Transport nicht.
Denn: Umzugsfirmen sind versichert. Haust du beim Transport einer Platte eine Fensterscheibe ein oder machst den Wandputz kaputt, sieht's mau aus.


Packen und auspacken musst du eigentlich machen. Ist ja vermutlich deine Arbeitszeit und ob du Sachen bearbeitest oder räumst ist egal.
 
Wenn Euch der Chef dennoch dazu zwingt, fällt halt aus Versehen so ein teurer 27" Monitor runter - oder was anderes teures ... Lol
 
@Goetz-Expat: Bei einem 8 Mann (Frau) Betrieb wohl eher schlecht. Ausser man möchte mit solchen Aktionen seinen Arbeitsplatz gefährden.
 
Überhaupt eine dumme Aktion. Was soll das bringen? Soll sich davon jemand persönlich und emotional getroffen fühlen? :rolleyes:

Fremdes Eigentum mutwillig zu zerstören zeugt von einem schlechten Charakter, unabhängig davon, wer der Eigentümer ist.
 
Ich will nur darauf hinweisen, dass es leider viel zu oft so ist - das Chefs mit dem Druckmittel Arbeitsplatzverlust arbeiten.
Dazu gehört zB auch schon so einen Umzug zu machen, und wer dann nicht bereit ist kommt auf ne schwarze Liste.

Ich hätte auch gern eine rosarote Zuckerwattewelt - aber zum Glück, oder leider bin ich erwachsen geworden.
Und genau daher texte ich auch was ich denke - wenn so ein Umzug eben halbwegs illegal ist - und der Chef trotz Argumentation nicht einlenkt - dann muss er sich halt mit eventuellen !!!! Schäden abfinden.

Denn wenn das alles so glatt geht, dann muss bald mal am Wochenende die Garage vom Chef entrümpelt werden ...
 
@Goetz-Expat:
Ich weiß ja nicht wie das in Tibet gehandhabt wird, aber hier zerstört man idr. nicht einfach Dinge, nur weil einem etwas nicht passt.
Ist so ein Nebeneffekt dieses unsäglichem Bürokratismus, den wir pflegen.
 
Also bei der hier beschriebenen Vorgehensweise des Chefs würde ich komplett auf Stur schalten.
Man kann ja über alles reden, oder so was sagen wie "wer mit hilft darf sich zum Ausgleich einen Tag frei nehmen" oder so was, aber das einfach "anordnen" läuft nicht.
Natürlich würde ich nix vorsätzlich kaputt machen, aber ich würde da völlig vorsätzliche nix sinnvolles tun, sondern nur einzelne Kabel von A nach B tragen und so.
Ich würde auf das Stellen von Arbeitskleidung und Ausrüstung bestehen.
Es gibt da viele Möglichkeiten seinen Protest zum Ausdruck zu bringen, ohne sich irgendwas zu Schulden kommen zu lassen.

In den meisten Arbeitsverträgen steht drin, dass Arbeitnehmer temporär zu anderen (als vertraglich definierten) Arbeiten heran gezogen werden, wenn sie die ausführen können und betriebliche Notwendigkeit vorliegt.
Solche Klauseln sind inzwischen die Regel, denke ich, lassen aber nicht jede andere Tätigkeit zu. Insbesondere kommen nur zumutbare und auch keine geringerwertigen Tätigkeiten in Frage.
Das Transportieren schwerer Möbel für Bürokräfte zählt definitiv nicht dazu. Das Ein- und Auspacken aber schon - allerdings zählt das natürlich als Arbeitszeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier wurde auch umgezogen, nur zwei Häuser weiter.
Einpacken, auspacken und Kleinkram tragen war selbstverständlich - natürlich in der Arbeitszeit. Ich sage mal, hier sind alles Informatiker, also hatte auch keiner ein Problem seine eigene Kiste wieder anzuschließen usw...
 
Ich schliesse mich da den meisten hier an - wenn es um das Ein- sowie Auspacken von Kisten geht sehe ich ehrlich gesagt kein Problem darin zu helfen.
Und ganz ehrlich: wenn das Betriebsklima ein Gutes ist hilft man der eigenen Firma, zumal es sich bei euch um einen kleinen Betrieb handelt, doch eigentlich gern auf freiwilliger Basis bei solchen Dingen aus.
Vielleicht spendiert der Chef ja noch ein paar Getränke und etwas zu Essen - außerdem wird der Umzug als bezahlter Arbeitstag gewertet.

Wie @Doc Lion schon erwähnte sollte der Transport aus Versicherungsgründen jedoch von einer Firma übernommen werden.
Eventuell greift hier auch - euer Chef sollte sich, sollte es tatsächlich an finanziellen Mitteln mangeln, da mal schlau machen.

Es sei hier jedoch, zur allgemeinen Information, auch nochmal auf das Direktionsrecht hingewiesen --->
 
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