Bundeswehr und Minderjährige Soldaten.

Ich bin da liberal aber auch Militärkritisch.
Mein Kompromissvorschlag:
An Jugendliche gerichtete Werbung stark regulieren bis verbieten aber dafür jedem ab 16 der das von selbst will auch die Möglichkeit geben zum Bund zu gehen.
 
Sehr interessantes Thema!

Ich finde, dass ein beitritt zur Armee mit 17 jetzt nicht unbedingt schlecht sein muss.
Deutschland weicht da jetzt nicht wirklich ab, auch in Österreich ist das mit 17 .

Vor allem sehe ich bei der geistigen Reife, die du ansprichst, , kein Problem.
Wenn man einmal drüber nachdenkt, dass Wählen gehen ja auch mit 16 bis erlaubt ist.

Vor allem bringt es vielen bei, selbstständiger, sportlicher und, reifer zu werden.
Wie oben bereits angesprochen wurde, finde ich den Begriff "Kindersoldaten" in dem Zusammenhang einfach nicht treffend.
Länder, in denen 10 jährige entführt werden und die eine Knarre in die Hand gedrückt bekommen.
Die weder lesen noch schreiben können, die verheizt und mutwillig getötet werden. Die hatten und haben keine Kindheit.
Das ist aber mit unserer und anderen Militärinstitutionen nicht vergleichbar.
Wäre mMn eher eine passende Definition.

Ich glaube, du hast das selber auch schon angesprochen. Ein Einsatz im Ausland ist vor dem 18. Geburtstag auch nicht denkbar.
Damit ist das Kindersoldatentum bereits ausgeschlossen, aus rechtlicher Sicht. Inwiefern das eine Jahr jedoch den Unterschied bringt, wer weiß.:unknown:

Man kann es ein bisschen mit dem Führerschein vergleichen. (L17, gibt es das in Deutschland?, lasse ich jetzt außen vor) Anfangen zu Lernen
darf man bereits vor dem 18. Geburtstag. Die Prüfung ablegen jedoch erst danach.
 
Warten wir doch erst mal den Verlauf der von Kramp-Karrenbauer angeschobenen Debatte ab. Vielleicht kommt ja eine Unisex-Wehrpflicht am Ende dabei heraus.
 
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  • #24
@LZ9900:
Vermutlich nicht, die Bundeswehr will selber keine Wehrpflicht:


Zitat:
DIE ZEIT: Und das geht auch ohne eine Wiederbelebung der Wehrpflicht?
Zorn: Ja. Wir wären auch kurzfristig gar nicht in der Lage, die Wehrpflicht wieder einzuführen, absolut nicht. Wir haben beispielsweise die Kreiswehrersatzämter abgeschafft. Und es gibt auch nicht genügend Kasernen, um alle Wehrpflichtigen aufzunehmen. Entscheidend ist aber, dass wir für die heutigen Aufgaben der Bundeswehr – also Auslandseinsätze und Landes- und Bündnisverteidigung – die Wehrpflichtigen der alten Zeit nicht benötigen. Heute brauchen wir auch bei den untersten Rängen, den Mannschaften, hoch ausgebildete Spezialisten mit durchschnittlichen Verpflichtungszeiten von 10 Jahren und mehr.

DIE ZEIT: Und langfristig?
Zorn: Das gilt auch langfristig. Und laut Grundgesetz braucht es eine schwerwiegende sicherheitspolitische Begründung, um ganze Jahrgänge junger Menschen zum Wehrdienst zu verpflichten. Die sehe ich derzeit auch nicht.
 
Mal eine Frage dazu …… was ist neu daran? Es war doch schon so, daß in den Neunzigern die Jungs zur Armee mit 17 durften. Nur eben Uniformen waren verboten. Die ganze Geschichte beinhaltete damals eben die Freiwilligen und die Leistungssportler. Also was ist neu?
 
Wie, Uniformen waren verboten?
Die haben ja wohl nicht die Grundausbildung in Zivil gemacht.
Für das Auftreten gab es auch allgemeine Verbote. Tarn nur bei An und Abreise und das, so wie ich es kenne, auch erst nach der Grundausbildung.
 
Keine Ahnung ob verboten, aber der Dienst wurde mit BW-Sportsachen erledigt. Die Uniformen gab es erst als der Letzte im Zug 18 Jahre alt war.
 
Die BW-Sportsachen sind ja auch uniform. ;)
 
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