[Politik und Gesellschaft] Bundesverkehrsminister Scheuer mißbraucht Schiffssicherheitsverordnung zur Behinderung von Seenotrettung

Bis zum 3. März 2020 gab es bei den Sicherheitsanforderungen für Frachtschiffen für kleinen Seefahrzeugen eine Ausnahme, sofern es sich um Schiffe handelte, die für "Sport- und Freizeitzwecke" verwendet wurden. Diese bedurften daher keine Schiffssicherheitszeugnisse. Ab diesem Tag trat eine Veränderung in Kraft, die diese Ausnahme nur noch für Boote, die "ausschließlich für Sport- und Erholungszwecke" verwendet werden, gelten läßt.
Damit unterliegen jetzt auch Schiffe der privaten Seenotrettung den Sicherheitsanforderungen der Berufsschiffahrt. Dies bedeutet für die Rettungsorganisationen i.d.R. hohe Investitionen, die jetzt nötig werden oder sogar das Aus für die betroffenen Schiffe.

Hintergrund ist, daß im April 2019 die Berufsgenossenschaft Verkehr das Auslaufen der "Mare Liberum" untersagt hatte, weil dieses als Seerettungsschiff ihrer Ansicht nach nicht für "Sport- und Freizeitzwecke" verwendet würde und somit die Auflagen der Berufsschiffahrt erfüllen müsse, also auch die Vorlage eines Schiffssicherheitszeugnisses.
Doch der Verein "Mare Liberum" klagte gegen die Festhalteverfügung und bekam vom Oberverwaltungsgericht Hamburg recht. Freizeit könne auch humanitäre Tätigkeiten beinhalten.

Doch die Bundesregierung gab sich damit nicht zufrieden und das Bundesverkehrsministerium nahm mit einer Schiffssicherheitsanpassungsverordnung oben genannte Veränderungen vor.
Der Dresdner Seenotrettungsverein Mission Lifeline hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, nachdem die neue Sicherheitsverordnung rechtswidrig sein dürfte. Dies können letztendlich aber nur Gerichte feststellen.

Somit bleibt vorerst die Tatsache, daß Andreas Scheuer und sein Ministerium momentan Fakten geschaffen haben, die private Rettungsmissionen mit rechtlichen Tricks verhindern sollen. Die Schiffe können wohl zumindest mehrheitlich nicht legal auslaufen und die Rettungsorganisationen werden zu Klagen gezwungen, die Geld, vor allem aber auch Zeit kosten.
Die Bundesregierung engagiert sich also nicht nur nicht in der Seerettung von Flüchtlingen, so etwa durch die Bundesmarine, sondern sie ist bemüht, sie aktiv zu verhindern.


Quellen:

 
Dann würde mich ja auch interessieren, ob die meisten Boote und Schiffe der DGzRS auch dazu zählen.
Und die Schiffe des THW.

Der Scheuer ist nicht nur lästig, der kostet nicht nur unser Steuergeld, jetzt geht er auch noch an Menschenleben um sich zu profilieren.
 
Spendenfinanzierte Schleppertätigkeit kann man nun wirklich nicht mehr unter Sport- und Freizeittätigkeiten einsortieren, das ist ganz klar etwas gewerbliches.
Ist wenigstens allen aufgefallen, dass es aktuell fast keine Toten auf dem Mittelmeer gibt, weil die Schlepper gerade keine Leute aufs Meer locken?
 
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  • #5
Das Sterben auf dem Mittelmeer geht weiter. Wenn sie nicht ertrinken, dann verdursten sie oder sterben an Krankheiten. Aber Hilfsorganisationen werden behindert, Europäische Schiffe ignorieren die Hilferufe der Boote in Seenot und weichen ihnen aus. Stattdessen soll es schon illegale Rückführungen mit Privatbooten nach Syrien geben, so gibt es den verdacht gegen Malta, dergleichen zu organisieren.
 
Vielleicht betreibe ich ja Seenotrettung als Freizeitsport? Wenn man das dementsprechend mit einer GoPro festhält und dabei "wooohoooo" und "guck mal, wie der stirbt! Wer zuerst dort ist, hat gewonnen!" schreit, dürfte das wohl kein Problem sein, oder?
 
Der Scheuer ist nicht nur lästig, der kostet nicht nur unser Steuergeld, jetzt geht er auch noch an Menschenleben um sich zu profilieren.
Würde ich nicht so konkret sagen.

Die Verkehrspolitik der letzten 30 Jahre ist ein einziges Desaster, trifft es wohl besser. Da waren so derartig viele ruinöse Richtungsentscheidungen dabei, bei denen man eine Menge schwarzer Koffer vermuten kann.

Aber der Scheuer ist schon eine besondere Nummer. Der treibt es in der Offensichtlichkeit auf die Spitze.
 
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  • #11
Ein Nein hätte genügt.
 
Ja, HEIL! Die Neger soll man gefälligst ertrinken lassen!
 
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  • #14
Nicht nur, daß sie nicht gerettet werden, sie werden auch auf See bedrängt.

Aber am schlimmsten, es werden wohl sogar Menschen, die sich bereits an Land befanden, auf dem Meer ausgesetzt. Möglicherweise ist auch Deutschland durch seine Beteiligung an Frontex an den Verbrechen beteiligt.

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Hast du irgendwelche seriöse Quellen?

Also, nicht PI-News oder so. Würde mich freuen, ansonsten...

Was wäre eine seriöse Quelle, also ich meine eine Quelle die nicht vorab durch die Filteranlagen der DPA gehen und erst danach angezeigt werden dürfen?
 
Erklär mir mal wie das mit den Filteranlagen läuft. Nein, ich möchte doch keine Erklärung.

Wenn hier jemand die Flüchtlingsrettung als Schleppertätigkeit und Taxiservice bezeichnet beruht das auf Fremdenhass, den wir hier nicht wünschen.

Das ist hier auch nicht weiter diskutierbar, denn das ist OT.

Falls Dir das nicht schmecken sollte nehme ich Dich samt Dummkopf gerne an die Hand und begleite Euch nach Draußen.
 
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Mach doch. Nebenan löscht du einen Verweis auf danisch.de, weil der nicht der linken Agenda folgt, hier werden 99% Glückssucher und Migranten pauschal als Flüchtlinge glorifiziert, gegen die man nichts sagen darf, während die wirklich Hilfebedürftigen gar nicht erst zum Mittelmeer kommen. Das ist dann kein Diskussionsboard mehr, sondern nur noch ein linker Kreiswichszirkel.
 
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  • #18
Wer droht zu ersaufen ist hilfsbedürftig. Da gibt es nichts zu diskutieren.
 
@KaPiTN:
Doch es ist wichtig das man zwischen werten und unwerten Leben unterscheidet.

Ich mach es dir mal ganz einfach:
Wertes Leben: Weiß
Unwertes Leben: Nicht-Weiß
 
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