Bloggen - wo ist die Grenze?

Tja ... gute Frage ... hab ihn einfach drin gehabt ... machen ja Alle so. :rolleyes: ... hmm, irgendwie sinnlos, ja ... denk ich aber auch jetzt nicht mehr drüber nach, ich blogge ja nicht mehr ... :D
 
Das was MSX sagt, nicht nur, dass sie keine positive Wirkung haben, weil deine AGB (Haftungsausschluss) unter dem Gesetz stehen, sie sind Kontraproduktiv und du kannst schon wegen dieser/m AGB/ Haftungsausschluss abgemahnt werden. Wenn ich mich recht entsinne weil es wettbewerbswidrig ist, da es dem Besucher suggeriert, er könne gegen dich keine rechtlichen Schritte einleiten, was natürlich falsch ist.

Wenn du ohnehin den Blog anonym betreibst, dann lass das einfach komplett draußen.
 
Abgemahnt? Unter Umständen käme sogar ein strafrechtlicher Aspekt zum Tragen, wenn man sich angeblich von strafbaren Inhalten distanziert, um diese dann ruhigen Gewissens verfügbar zu halten.

Immer wieder amüsant finde ich da die Ausführungen von
Sich pro forma von anderer Leute Arbeit zu distanzieren hat nicht viel Sinn. Wie denn auch? Wie kann man sich (rechtsverbindlich) von etwas distanzieren, was man ggf. überhaupt nicht kennt? Schlimmer noch: Durch das Anbringen eines solchen Hinweises könnte man gerade das Gegenteil erreichen: ein Gericht würde im „Ernstfall“ bei Vorhandensein einer derartigen Klausel vielleicht genau das Entgegengesetzte des ursprünglich Beabsichtigten annehmen (inzwischen wohl aber nicht mehr, da sich dieses „Haftungsausschließen“ schon zu sehr verbreitet hat): eine solche Vorgehensweise könnte im Zweifelsfall durchaus als Indiz dafür ausgelegt werden, dass der Betreffende wusste, dass er auf z.B. ehrverletzendes Material verweist.
 
Wir haben letztes Jahr einen neuen Mitarbeiter für unsere Abteilung gesucht und ich habe die Bewerbungen gesichtet, bewertet und auch aussortiert. Und ja, ich habe auch nach den Leuten im Netz gesucht und bin häufig, nicht immer, auch fündig geworden. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass es für mich persönlich durchaus auch hilfreich war die Bewerber mal auf normalen Fotos zu sehen und mir mal anzuschauen was die so treiben. Wirkliche Exzesse habe ich dabei nie gesehen, aber den ein oder anderen Blog gefunden, Partyfotos, Freunde der Bewerber die ich zum Teil selbst kannte etc. Und ja, ich habe durch diese Recherche auch einige Leute aussortiert, weil ich der Meinung war, dass sie nicht in unser Team passen würden. Ich glaube aber auch, dass diese Leute bei uns nicht glücklich geworden wären.

Ein normaler privater Blog auf dem man etwas über Filme, Konzerte etc. schreibt ist eigentlich recht problemlos. Aufpassen sollte man definitiv mit extremen Meinungen und generell mit Politik. Einen glühenden CDU Verehrer hätte ich vermutlich eher negativ gesehen, unser Bigboss vielleicht eher positiv, wer weiß das schon. Ein älterer angestaubter Personaler legt auch auf andere Dinge wert als wenn die Fachabteilung sich ihren neuen Kollegen selbst aussuchen darf. Ein generelles Richtig oder Falsch gibt es vermutlich nie.
 
Mich würde es interessieren, welche Kriterien du angewendet hast. Mein Webauftritt muss schließlich regelmäßig optimiert werden.
 
Klar googlen die Personaler nach einem, wenn man sich irgendwo in einem Unternehmen bewirbt. Aber man kann es auch verstehen, da sich diese halt erst einmal ein Bild von einem machen wollen.

tm98 hat geschrieben, das man bei politischen Sachen eher aufpassen sollten. Wieso, frage ich mich da? Wir leben hier in einem Demokratie Staat, wo jeder erstens äußern kann was er will und zweitens auch wählen kann wen er will. Nur weil einer zum Beispiel die NPD oder die Linke wählt, muss er ja nicht gleich ein schlechter Mensch sein. (Und nein ich wähle keiner dieser beiden Parteien, bitte nicht falsch verstehen.)
Klar sollte man nicht sowas bloggen wie Flüchtlinge sollten wieder in ihr Land flüchten oder sowas, da man damit schon denke ich ins Kreuzfeuer einiger Leute geraten dürfte, gerade, wenn es ein gut besuchter Blog ist.

Alles in allem ist es immer zwiegespalten, ich finde, solange man niemanden persönlich mit seinen Meinungen verletzt und angreift (nicht nur einzelne Menschen sondern auch politische Gruppierungen etc.) sollte man sagen dürfen was man denkt, solange man zu dieser Meinung auch wirklich steht.
 

Naja....mit dieser Demokratie ist es in unserem Land halt....eine Sache mit Theorie und Praxis :D

Aber natürlich hast du Recht. Eigentlich sollte das egal sein. Aber Menschen sind nun einmal Menschen und die sind erst mal Scheiße. Somit hat der Personaler, der die NPD oder die SPD nicht ausstehen kann eben seine Vorurteile bzw lässt seine eigenen Ansichten in die Wahl mit einfließen.... Ist eben so.

Da nehme ich mich ja z.B. nicht aus. Ich würde ganz klar keinen einstellen, der sich z.b. für die NPD engagiert.
 
Ich persönlich habe noch keine Führungsaufgaben. Aber ich würde weder einen NPDler noch einen Anhänger der Linkspartei einstellen. Der NPDler kann imageschädigend sein, zudem sinken Menschen mit derartigen Ansichten in meienr persönlichen Beliebtheitsskala. Anhänger der Linkspartei sind tendenziell unternehmerfeindlich. Das Risiko, dass die arbeitgeberfeindlich agieren, ist sicher erhöht. Ein FDP-Wähler dürfte eher leistungsbereit sein.
 
Was viele so bloggen erinnert mich an die verwesenden Leichen der Homepages der Nullerjahre. Ich und mein wichtiger Beruf, meine wichtige Familie, meine wichtigen Hobbies, mein Haus, mein Auto, meine schöner Friedhof. Meine sehr wichtigen Gedanken über die Götter, die Aliens, Töpfern und Löffelbieger. Alles armseliger Quark, den keiner mit Vergnügen liest, gibt's alles besser von Kishon et al. Die besten Blogs sind die thematischen: Kunst, Technik, Mode, Kochen, Musik, Warzen und Pr0n- nur anonym, anders geht gar nicht. Guckst du auf , usw
 
@Anarchox:

Das stimmt,ich finds immer noch lustig wie manche älteren Leute heutzutage auf Tattoos reagieren.
Ich kenne z.B. Leute die haben die Arme komplett zu und Gesicht zur Hälfte auch, und sind total liebe und tüchtige Menschen, aber da Personaler die sagen dann, so jemanden lassen wir hier nicht rein, weil der anders aussieht. Leider heißt es in der heutigen Gesellschaft immer mehr "Swim with the flow or you get fu****"
 
Hmm....gerade Tattoos sieht man heute viel öfter, auch bei Personal, dass direkt beim Kunden dran ist. Zumindest ist das meine Erfahrung. Da hat in den letzten 10 Jahren definitiv ein (kleiner) Wandel stattgefunden. Immerhin.
 
Falscher Thread....
--------------
Denke auch, dass sich die Einstellung gegenüber Tats verändert hat. War früher doch mal auch bei der Polizei ein nicht einstellungs kriterium?
 
@InternationalBastard:

Rein rechtlich dürfen Bewerber mit Tätowierungen nicht ablehnt werden. Zumindest nicht aus diesem Grund ;)
Letztes Jahr wurden noch zwei Bewerber von der Polizei wegen ihrer Tattoos abgelehnt. Ein Jura Student hat dagegen geklagt und ihm wurde Recht gegeben, da dies ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht darstellt.
Jetzt findet man halt einen anderen Vorwand.
 


Das war das Verwaltungsgericht Düsseldorf.

Kurz davor hat das Verwaltungsgerichts Darmstadt entscheiden, daß eine Bewerberin bei der Bundespolizei wegen einer großflächigen Tätowierung am rechten Unterarm abgelehnt werden durfte. Bundespolizisten sollten keine Ansätze für Provokationen bieten, so der Dienstherr.
Das Gericht gab ihm Recht, das Tattoo sei Zeichen eines gesteigerten Ergebnisdrangs.
 
Zurück
Oben