Backupstrategie mit einer Public Cloud

Also solche Bilder einfach nicht hochladen ist ja wohl ein Witz. Was ich da Hochlage geht die einfach nichts an... Und wenn es keine Porno Sammlung ist. Als optionales Feature eine Inhaltserkennung, am besten gegen Aufpreis, kann man ja anbieten.
Und wenn ich etwas verschlüssle ist das ebenso mein gutes Recht als Kunde von Speicherplatz, Virenscanner kann ja trotzdem auch hier eine Option sein.

Für mich ist die Cloud ebenso sinnvoll, da ich ein "Campus"-fernes Backup automatisch hin bekomme ohne mich drum kümmern zu müssen. Zum Glück gibt es ja genug Anbieter bei denen der Inhalt der Daten egal ist... Nicht lesbar sein muss.
 
@Der3Geist: All das, was du beschreibst, kriegt man mit relativ wenigen Einrichtungsschritten auch auf einem RPi in der eigenen Wohnung hin. Vorausgesetzt, die Internetleitung spielt mit.
 
@Der3Geist: All das, was du beschreibst, kriegt man mit relativ wenigen Einrichtungsschritten auch auf einem RPi in der eigenen Wohnung hin. Vorausgesetzt, die Internetleitung spielt mit.

Unabhängig davon, dass ein OneDrive Abo gleichzeitig ein Office 365 Abo ist,
kann ich dir gerne ein paar Beispiele nennen, zu denen du mir dann erklären kannst,
wie ich dasselbe mit wenig Aufwand genauso Realisieren kann.

z.b. Ich bin an einem Firmenrechner einen Kollegen.
Gehe auf Logge mich ein und öffne direkt eine Excel Tabelle in der Browser Excel Version aus OneDrive heraus.
Eventuell Teile ich die Excel Datei mit einem Kollegen, welcher sie direkt auf meinem OneDrive öffnen und bearbeiten kann.

In der Zigarettenpause dazwischen zeige ich einem Freund über mein Smartphone mittels DateiManager + direkt von OneDrive Bilder von mir aus dem Urlaub 2018.
Und wo ich schon dabei bin öffne ich schnell meinen Einsatzplan am Smartphone per Excel.

Meinem Bruder, welcher ebenfalls Office 365 hat teile ich einen Ordner über Wichtige Dokumente welche er benötigt…von Unterwegs,
da ich erst Freitags heim komme und er die Dokumente dringend Benötigt.

Wie sollen solche Dinge/ Abläufe nun mit wenig Aufwand Funktionieren ohne den Vorteil einer Office / OneDrive Cloud?
Immer ein USB Stick in der Hosentasche haben um dann mit Adapter am Handy anstecken ist Absolut keine Option.
Einen FileServer mit einem Raspberry ist zwar ein Fileserver, welcher aber dann doch gewisse Einschränkungen hat.
Wie z.b. „schnell“ mal einen Ordner oder Dateien freigeben, von Unterwegs.
Sicher kann man auch Emails mit den daten verschicken, was aber einfach den Nachteil hat das man entsprechend auf eine Antwort warten muss.
Ich will mir die OneDrive Geschichte nicht schönreden, aber sie hat ganz klar Vorteile,
die man so nicht selbst bauen kann.
 
@Der3Geist: Üblicherweise hat auch OS-Cloudsoftware mittlerweile Möglichkeiten, schnell Dateien via Link freizugeben für jeden, der den Link bekommt:



Dass du nicht online gleich nen Officepaket anbieten kannst, ist klar, aber auch nicht notwendig. Problem an der Geschichte ist nämlich, dass der Anbieter immer alles sehen kann, d. h. gerade für Geschäftsdaten ist es ein No-Go, und spätestens bei Auslagerung von Rechnungsdaten bzw. personenbezogenen Daten ist man datenschutzrechtlich auch mit Einverständniserklärung ziemlich wackelig, weil du eben nicht sicherstellen kannst, dass die Daten nicht in die USA/an Dritte abfließen. Und nein, die Microsoft-Datenschutzerklärungen sind diesbezüglich nutzlos, weil sie überhaupt nicht explizit sind.

Davon abgesehen bist du dem Vendor-LockIn auf den Leim gegangen. Klar ist da ein Office-Abo dabei, und wenn du mehr Speicherplatz brauchst, zahlst du halt ein bisschen mehr. Gut, LibreOffice wäre allgemein kostenlos, und die Hardware ein Witz gegenüber dem, was du so jährlich ausgibst. Kannst du in eine andere Cloud migrieren, ohne diesen Komfort zu verlieren? Nein. Ist er so wichtig, dass du ohne nicht arbeiten kannst? Eigentlich, wenn dus genau betrachtest, nein. Tust du aber nicht. Der Komfort ist so überwältigend, es ist so einfach. Also bleibst du. Jetzt kann Microsoft die Preise erhöhen. Klar, sind nur ein oder zwei Euro im Monat, nicht dramatisch, gibt ja auch noch ne Skype-Anbindung obendrauf (die ist auch bequem, weil halt). Dann führen sie nen Filter ein. Klar, müssen sie, die Politik schreibt das vor, dumme Sache. Oh, jetzt hast du eine AI, die nach illegalen Sachen sucht. Ob sie tatsächlich legal sind, oder du sie in Besitz haben darfst, kann sie nicht entscheiden. Aber die Politik ist zufrieden, und Microsoft macht das so, wie es die schärfste Gesetzeslage in dem Cloudstandort notwendig macht. Und was die AI anmerkt, das müssen Menschen anschauen. Vertraulichkeit der Daten damit nicht mehr gegeben - und wenn sie das als illegal einstufen, und deinen Account dicht machen, bist du deine Daten und tausende Euro los - deine Daten sind also grundlos Geiseln und potentiell für dich gefährliche Dokumente, die jederzeit weitergegeben werden können. Das ist ein bisschen so, als würde man der Mafia Videobänder seiner Seitensprünge geben, wo zusätzlich das Koks auf dem Tisch deutlich sichtbar ist, und erwarten, dass man hinterher nicht zum Drogenkurier "befördert" wird. Aber egal, dafür gibt es ja jetzt damit noch nen Virenschutz obendrauf, das ist doch toll! Ja, nur dass du schon einen hast, und du der einzige bist, der da was hochläd. Aber der Schutz hat auch false positives, und hey, sowas wird gelöscht. Welche Daten das sind, weißt du nicht, du schaust sie ja auch nicht ständig alle durch. Also kannst du der Vollständigkeit deines Datensatzes nicht mehr vertrauen, die Integrität und Verfügbarkeit sind damit beim Teufel. Um dich zu schützen, verschlüsselst du deine Daten, aber hey, das tun Viren und Ransomware auch, und damit erkennt das der Virenscanner. Oder auch nicht. Integrität stellst du damit also auch nicht her. Außerdem ist die Verschlüsselung dummerweise inkompatibel mit den tollen Integrations-Bullshit-Hooks, weil sonst wäre sie ja nutzlos in Bezug auf die Herstellung von Vertraulichkeit, die nur dann gegeben ist, wenn der Anbieter nicht entschlüsseln kann, und zwar NIE.

IT-Sicherheit kennt drei wesentliche Konzepte:

1. Vertraulichkeit - nur der definierte Personenkreis kann die Daten einsehen
2. Integrität - nur der definierte Personenkreis kann die Daten verändern
3. Verfügbarkeit - die Daten sind jederzeit für den definierten Personenkreis zugreifbar

Na, wie viele davon erfüllt die Cloud?

Genau, kein einziges. I rest my case.

Ach, eins doch noch: Würdest du uns noch vertrauen, wenn wir das Board auf einer Microsoft-Cloud betreiben würden, mit den Daten hübsch im OneDrive?

Wenn nicht, mach dir klar, dass wir hier bis auf wenige Ausnahmen öffentliche Daten haben, die jeder abrufen kann, der ne Website im Browser zu öffnen imstande ist. Du aber schubst Privatdaten in die Cloud, das Persönlichste, das du hast. Dein Tagebuch. Mehr noch, denn die Daten verraten mehr über dich als jedes Tagebuch. Die Browserhistory (die du mit Sharing deines Browserprofils über mehrere Geräte hinweg in die Cloud lädst) verrät mit wenigen Tagen mehr über dich, als man dir in vielen Jahren Psychotherapie entlocken kann, und Letzteres sind Gesundheitsdaten, das am Besten geschützteste Gut nach DSGVO. Das alles wirfst du weg im Vertrauen auf einen US-amerikanischen Anbieter, der dieses Vertrauen an jeder Ecke missbraucht hat?

Sagen wir so: Das NGB ist vermutlich tausendmal sicherer als jede Microsoft-Cloud.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nextcloud kann inzwischen auch eine Office Suite... Auch wenn ich es noch nicht fehlerfrei zum Laufen bekommen habe :unknown: .. die Fehlerfreiere Version kommt sicher noch.

Ohne basteln und großes einrichten gibt es das alles mit einer Synology ... Nutze das beschriebene quasie alles.
 
@Metal_Warrior

Sicher sind die Sachen im Bezug auf den Datenschutz bedenklich,
aber es hat eben viele Vorteile die man mit einer Selbstbau Cloud, viel gebastel trotzdem auf diese weise nicht hinbekommen kann.


Du hast auch eine großartige Ausführung geschrieben, aber leider keine Option wie man das ohne einen 3. Anbieter erreichen kann.


Wie schon geschrieben, ich will mir diese Sachen nicht schönreden, aber leider gibt es keine gleichwertige Alternative.

Die Konsequenz für mich ist, dass ich heute mein Office 365 & OneDrive Abo gekündigt habe,
bei M-Net IPv4 beantragt habe und mein Zeuges zukünftig über die Fritz box freigebe.


Auf dir Office Anbindung muss ich dann eben verzichten.
d.h. in Zukunft erstmal Dateien runterladen, bearbeiten, hochladen
und an andere die Sachen per E-Mail verschicken muss.



@drfuture


Solange das nicht sauber funktioniert, ist es leider keine vergleichbare Option zur Office Anbindung.
 
Muss es denn Office privat sein? Meine Reiseplanungen mit anderen Nicht-Nerds haben überraschend gut mit Markdown oder txt funktioniert. Ok, Excel-Ersatz ist das natürlich nicht.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #29
Du hast jetzt alles praktische aufgegeben weil du unberechtigte Angst vor Microsoft und dessen Einschreiten bei deinen BabyFotos hast?
 
Woher kommt deine Annahme das ist unberechtigt? Das ist wieder einmal und nicht zum ersten mal nachzulesen das das bei onedrive so gehandhabt wird.
 
Eine Auskunft über meine gespeicherten Daten unter Zugrundlegung der DSGVO wäre meine Reaktion, wenn MS mir mein Konto sperrt. Das könnte zwar lange dauern, aber meine gespeicherten Daten müssen sie mir darlegen. Und zwar so wie sie sind. Irgendwo habe ich da neulich eine Diskussion drüber gelesen.

Wie quer sich MS da dann stellt und bis zu welcher Instanz man selbst willig ist, für sein Recht zu kämpfen, sei mal dahingestellt.
 
Ob meine Bedenken gerechtfertigt sind oder nicht Weiß ich selber nicht.
Das Problem dabei ist aber, wenn es erstmal zu spät ist, dann lässt es sich nicht rückgängig machen.
Oder die Chancen darauf sind sehr gering.

Ich nutze deshalb Windows Office, weil es sich einfach anbietet und auf meinem Smartphone & Tablet schon installiert ist.
Ebenso gibt es dafür eine schöne Weboberfläche, welche sich von jedem Browser aus aufrufen lässt.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #33
Ich habe (jetzt nicht mehr) auch sensible Daten in einer verschlüsselt en Rar Datei/Archiv gepackt. Ein wichtiger Ordner "Scans und Unterlagen" ist so immer noch. Vllt. machst du es auch so mit den Fotos.
 
Siehe Artikel... In der Beta Version von onedrive werden diese nun als Ransomware erkannt und gelöscht, bleibt nur spannend ob das so bleibt.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #35
meine
E-Mail-Anhänge.rar
PW.rar
Unterlagen.rar
sind noch da

Wann wie wo welche Beta-Version und vorher wird man noch gewarnt oder nicht?
 
Onedrive als Backup-Lösung ist eben nicht das Wahre.

Ich nutze Onedrive als direkter 365-Abo-Kunde exzessiv, aber eben nicht als Backup. Ein Backup, welches nicht offline vorliegt, ist kein Backup und wird nie eins sein. Ein Backup in der Cloud dient nur der Vereinfachung und solange das vorliegt, kann man schön damit arbeiten. Aber wenn es (warum auch immer) nicht mehr da ist, dann nimmt man das Offline-Backup, ohne das jedes Backup schlicht und einfach kein Backup ist.

Ein Backup sieht im Idealfall so aus:

Cloud1
Cloud2
internes Backup (zweite Festplatte oder dergleichen)
externe Platte 1 am PC, abgestöpselt und griffbereit
externe Platte 2 an einem anderen Ort, falls die Hütte abbrennt.

Alles andere ist in meinen Augen keine Datensicherung, wobei man auf die Cloud dabei auch verzichten kann, die dient wie gesagt nur der Bequemlichkeit.

Und da wir gerade bei Bildern sind, macht es die Sache noch einfacher. Alle meine Bilder liegen auf dem PC hier (da landen sie automatisch), werden automatisch zu Onedrive gesynct und auch parallel zu Googledrive. Zudem sind sie auf dem entsprechendem Gerät, mit dem man die Bilder macht, ja auch noch vorhanden. Bilder können heute eigentlich gar nicht mehr abhanden kommen, wenn man sich nicht ganz dumm anstellt oder noch per Polaroid knippst. Wemm man eine Kamera benutzt, muss natürlich daran denken, die Speicherkarte regelmäßig mal an den PC zu stecken. Nur einstecken, denn der Rest erledigt sich ja (bei richtigen Einstellungen) automatisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wann wie wo welche Beta-Version und vorher wird man noch gewarnt oder nicht?

Wohl nicht, irgendwann willst du dich Anmelden und es geht nicht, da der Zugang Gesperrt wurde.
Wieso weshalb und warum erfährst du nicht, und ein Entsperren gibt es nicht, da der Deutsche Support damit nichts zu tun hat.
Für diese Aktion ist wohl eine kleine Abteilung in Redmond zuständig, und die Antworten nicht auf Anfragen.
 
Hat jemand eine Quelle dafür, dass die Ransomware-Erkennung Accounts sperrt oder Dateien löscht? Ich glaub hier werden zwei Sachen vermischt.

Der verlinkte Born-Artikel scheint sich auf zu beziehen. Sämtliche Details inkl. Screenshots findet man . Dem Text nach löscht OneDrive verschlüsselte Dateien nicht, sondern bietet lediglich eine vereinfachte "Wiederherstellung" dieser Dateien an. OneDrive speichert alte Dateiversionen standardmäßig wohl für 30 Tage. Wird eine bereits hochgeladene Datei verschlüsselt, kann während dieser 30 Tage die alte, unverschlüsselte Version wiederhergestellt werden. Danach sind die alten, unverschlüsselten Versionen gelöscht, nicht aber die aktuelle Datei - davon dass verschlüsselte Dateien gelöscht würden steht dort nichts.
Was jetzt neu ist: OneDrive erkennt Ransomware-typische Verschlüsselungen und schickt dem Benutzer Warn-Mails. Außerdem muss er beim nächsten Webinterface-Login einmal angeben, ob das tatsächlich Ransomware ist oder ob die Dateien legitim sind. Drückt er auf "My files are ok" hat sich die Sache erledigt. Anscheinend hört OneDrive auch irgendwann auf zu warnen wenn man die Mails lange genug ignoriert.

Die Leute im Cryptomator-Thread haben auch herausgefunden, dass die Erkennung etwas besser ist als nur "verschlüsselt = böse". So werden beispielsweise verschlüsselte Zip-Archive nicht als Ransomware behandelt. Laui's Setup mit verschlüsselten Rar-Archiven stört OneDrive überhaupt nicht. Lediglich die Dateistruktur von Cryptomator scheint wohl Verdacht zu erregen.

tl;dr:
  • Verschlüsselte Dateien werden von OneDrive nicht gelöscht (oder anders behandelt), auch der Account wird nicht gesperrt.
  • Verschlüsselte Dateien sind nicht generell betroffen, wir wissen aktuell nur von Cryptomator.
  • Im Zweifelsfall schickt OneDrive Mails und versucht hilfreich zu sein, führt aber keine selbstständigen Aktionen durch.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #39
Als ob ich Born-Artikel meinen Glauben schenke,

Danke Rakorium, ich gehe im schlimmsten Fall von aus das man von MS über eine Änderung der Bedingungen offiziell (und nicht über Born, Reddit oder sonstwas) drauf hingewiesen wird.
 
Ich bin ja durchaus oft "für" ms.. aber Information konnte ms noch nie so wirklich gut.
Ja das wird offiziell informiert... Z.b. in einem Artikel der veröffentlicht wird. Um über neue Artikel informiert zu werden gibt es sicher irgendwo eine Mailingliste... In die kommt man dann aber oft nicht über das bloße buchen eines Services.

Es kommt ja auch nichts neues, die Dienste werden meist nur "verbessert" z.b. steht dann in über E-Mail das der Schutz der Daten verbessert wurde...

Die Info oben ist natürlich durchaus gut zu wissen, solche Mails würden mir trotzdem auf die Nerven gehen.
Solche Dienste sind je nach Einsatzgebiet ja toll, sollten aber konfigurierbar sein.

--- [2020-08-20 13:07 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Ich bin ja durchaus oft "für" ms.. aber Information konnte ms noch nie so wirklich gut.
Ja das wird offiziell informiert... Z.b. in einem Artikel der veröffentlicht wird. Um über neue Artikel informiert zu werden gibt es sicher irgendwo eine Mailingliste... In die kommt man dann aber oft nicht über das bloße buchen eines Services.

Es kommt ja auch nichts neues, die Dienste werden meist nur "verbessert" z.b. steht dann in über E-Mail das der Schutz der Daten verbessert wurde...

Die Info oben ist natürlich durchaus gut zu wissen, solche Mails würden mir trotzdem auf die Nerven gehen.
Solche Dienste sind je nach Einsatzgebiet ja toll, sollten aber konfigurierbar sein.
 
Zurück
Oben