• Hallo liebe Userinnen und User,

    nach bereits längeren Planungen und Vorbereitungen sind wir nun von vBulletin auf Xenforo umgestiegen. Die Umstellung musste leider aufgrund der Serverprobleme der letzten Tage notgedrungen vorverlegt werden. Das neue Forum ist soweit voll funktionsfähig, allerdings sind noch nicht alle der gewohnten Funktionen vorhanden. Nach Möglichkeit werden wir sie in den nächsten Wochen nachrüsten. Dafür sollte es nun einige der Probleme lösen, die wir in den letzten Tagen, Wochen und Monaten hatten. Auch der Server ist nun potenter als bei unserem alten Hoster, wodurch wir nun langfristig den Tank mit Bytes vollgetankt haben.

    Anfangs mag die neue Boardsoftware etwas ungewohnt sein, aber man findet sich recht schnell ein. Wir wissen, dass ihr alle Gewohnheitstiere seid, aber gebt dem neuen Board eine Chance.
    Sollte etwas der neuen oder auch gewohnten Funktionen unklar sein, könnt ihr den "Wo issn da der Button zu"-Thread im Feedback nutzen. Bugs meldet ihr bitte im Bugtracker, es wird sicher welche geben die uns noch nicht aufgefallen sind. Ich werde das dann versuchen, halbwegs im Startbeitrag übersichtlich zu halten, was an Arbeit noch aussteht.

    Neu ist, dass die Boardsoftware deutlich besser für Mobiltelefone und diverse Endgeräte geeignet ist und nun auch im mobilen Style alle Funktionen verfügbar sind. Am Desktop findet ihr oben rechts sowohl den Umschalter zwischen hellem und dunklem Style. Am Handy ist der Hell-/Dunkelschalter am Ende der Seite. Damit sollte zukünftig jeder sein Board so konfigurieren können, wie es ihm am liebsten ist.


    Die restlichen Funktionen sollten eigentlich soweit wie gewohnt funktionieren. Einfach mal ein wenig damit spielen oder bei Unklarheiten im Thread nachfragen. Viel Spaß im ngb 2.0.

Ausgangsbeschränkungen und Isolation - Wie lange haltet ihr noch durch?

Würden die Beschränkungen länger bleiben - Wie lange könnt ihr das maximal durchstehen?

  • Mitte April

    Stimmen: 1 2,9%
  • Anfang Mai

    Stimmen: 3 8,6%
  • Mitte Mai

    Stimmen: 1 2,9%
  • Anfang Juni

    Stimmen: 3 8,6%
  • Mitte Juni

    Stimmen: 0 0,0%
  • Anfang Juli

    Stimmen: 2 5,7%
  • Mitte Juli

    Stimmen: 2 5,7%
  • Anfang August

    Stimmen: 2 5,7%
  • Anfang September

    Stimmen: 1 2,9%
  • Anfang Oktober

    Stimmen: 2 5,7%
  • Anfang November

    Stimmen: 0 0,0%
  • Anfang Dezember

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ostern 2021

    Stimmen: 2 5,7%
  • Sommer 2021

    Stimmen: 1 2,9%
  • Weihnachten 2021

    Stimmen: 1 2,9%
  • Unbegrenzt

    Stimmen: 14 40,0%

  • Umfrageteilnehmer
    35
  • Umfrage geschlossen .

thom53281

SYS64738
Teammitglied

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14 Juli 2013
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Tag zusammen! :)

Kurz vorneweg, ich möchte hier in diesem Thread nicht über Corona diskutieren. Dafür ist immer noch dieser Thread da. Auch nicht über das Für und Wider der Ausgangsbeschränkungen und wie lange sie noch dauern werden. Nehmen wir es als Gegeben hin, dass sie aktuell ja noch einige Tage mit Sicherheit dauern werden und es dann auch sein könnte, dass sie auf unbestimmte Zeit verlängert werden.

In den letzten Tagen haben die Telefonseelsorgen viel mehr Arbeit als sonst. Viele Menschen fühlen sich anscheinend bereits einsam und leer durch die Beschränkungen. Omas und Tanten, die nicht mehr besucht werden, Familien die die ganze Zeit miteinander streiten, weil sie sich viel zu sehr sehen, usw. Deswegen wollte ich einfach mal in die Runde fragen und quasi den offiziellen ngb-Seelsorgethread eröffnen:

  • Wie geht es euch so, nach einigen Wochen der Ausgangsbeschränkung? Habt ihr Probleme? Ist euch langweilig oder habt ihr Stress weil ihr systemrelevant seid?
  • Viele von euch haben ja mittlerweile Frau und ggf. Kinder. Kommt ihr mit den anderen Familienmitgliedern klar oder nervt ihr euch nach einigen Wochen bereits gegenseitig ab? Kriegt ihr das mit ggf. Kurzarbeit/Arbeitslosigkeit, Schule und/oder Homeoffice gebacken?
  • Vermisst ihr Freunde, Bekannte, Omas und Opas, Tanten und Onkels bereits? Habt ihr auf andere Art und Weise Kontakt?

Anbei eine kleine Umfrage, aus reiner Neugier. :)



Zu mir selber:

Als die ganze Thematik mit den Beschränkungen angefangen hat, hatte ich zufälligerweise Urlaub. Damit praktisch den langweiligsten Urlaub, den ich seit langem hatte. Hab zwar vieles daheim gemacht, aber vieles ging dann auch nicht, weil man z. B. auch gar nicht in den Baumarkt fahren konnte und sich $Teil/$Arbeit kaufen konnte, was man unbedingt braucht. Bin daher aktuell eigentlich ganz froh, dass ich einen systemrelevanten Beruf habe und dadurch unter der Woche so ganz gut beschäftigt bin, auch wenn ich dafür gefährdeter für eine Infektion bin.

Meine bessere Hälfte habe ich leider seit Wochen nicht mehr gesehen, da wir beide noch daheim wohnen. Gerade bei ihr im Landkreis und bei ihr in der Firma ist das Problem ziemlich schlimm, weswegen wir zu Anfang der Beschränkungen erstmal den Kontakt vorsichtshalber eingestellt haben um 1-2 Wochen zu beobachten wie es sich entwickelt. Leider wurde dann die Frau eines unmittelbaren Kollegen positiv getestet und wir mussten daraufhin erst den Test des Kollegen abwarten, welcher aber nun negativ war. Deswegen sehen wir uns an Ostern nun zum ersten Mal wieder seit über einem Monat - zum Partner darf man ja glücklicherweise in Bayern noch fahren.

Mit der Familie hier kommt ich so gut klar wie immer. Bei uns hat sich praktisch durch die Beschränkungen nichts geändert, da meine Eltern bereits zuvor Rentner waren. Weggefallen ist dagegen (auf die regelmäßigen Aktivitäten bezogen) die gelegentliche gemütliche Feierabendhalbe mit Freunden in der Werkstatt, wo man dann auch mal was vom Dorfgeschehen mitbekommen hat, genauso wie ab und an am Wochenende auf eine Party zu gehen. Auch das fehlt irgendwo, genauso wie das wöchentliche Tischtennistraining. Letzteres war quasi auch das ganze Jahr durch mein Wochenteiler, weswegen ich nun irgendwie zunehmend das Gefühl für die Wochentage zum Ende der Woche verliere. Aber das sind aktuell glücklicherweise noch überschaubare Probleme.


Tja, wie lange ich persönlich das noch durchhalten würde...
Ist immer schwer zu sagen, aber ich würde mich mal ganz optimistisch irgendwo im September einordnen, sofern die Beschränkungen nicht noch hochgefahren werden. Denke aber auch, es gibt genug Leute mit größeren Problemen als die, die ich aktuell hab.
 

poesie noire

vivo forlasis

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Keine Kinder + Rückzugsmöglichkeit großer Garten. Daher so lange wie nötig. Mir ist aber klar, bin da wohl eine Ausnahme.
 

Gelöschtes Mitglied 1550

Guest

G
Habe ebenfalls keine Kinder, aber auch leider keinen Garten. Der Balkon hilft aber... durch die Arbeit meiner bei mir lebenden Freundin mit direktem Corona-Kontakt isoliere ich mich - zur Sicherheit - noch ein wenig mehr und habe gerade die dritte Woche komplett Home Office beendet.

Soweit ist alles gut, ich komme endlich mal zu ein paar Sachen, für die ich nie Zeit hatte. Gerade heute habe ich alle meine Server von UrBackup auf Borgbackup umgestellt.

Klar, ich vermisse - gerade bei diesem Wetter - das gemütliche Zusammensitzen am Fluss oder im Biergarten und vor allem das Reisen... normalerweise wäre ich ab dem 20.04. 3 Wochen in Irland. Kann man nicht ändern, ist halt jetzt so. Geht vorbei. :beer:
 

Cybercat

Board Kater

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Großer Garten, keine Kinder. Käme noch Kurzarbeit dazu kann ich mich noch in meiner Hobby-Werkstatt um einige Projekte kümmern die schon viel zu lange auf Eis liegen.
Selbst wenn ich in Quarantäne müsste kann ich mich zumindest noch im Garten aufhalten. Alles was man zum leben braucht kann man sich heutzutage liefern lassen.

Ich könnte es eine ganze Weile aushalten. War eh seit 20 Jahren nicht mehr im Urlaub und vermisse da auch nichts.
 

saddy

Bekannter NGBler

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*.*
Ah shit 1x abgestimmt kann mans nicht mehr ändern.
Also durchhalten könnt ich prinzipiell ewig, nur mach ich das jetzt schon knapp 1 1/2 Jahre aus extenziellen und gesundheitlichen Gründen und wollt eigtl genau jetzt oder spätestens ab Juni/Juli optimaler Weise wieder mehr unter Leute.
Glaube aber dass 2021 oder spätestens 2022 richtig geile Festival Sommer kommen weil da alle ne Menge nachzuholen haben,
das passt wiederum sehr gut in meinen Zeit- und Finanzplan :D
 

LadyRavenous

in Schwarz
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hello world
Bei mir fings auch im Urlaub an und aktuell bin ich erneut im Urlaub. So produktiv war ich schon lange nicht mehr - dafür so wenig weg von daheim :D

An sich bin ich eh häufig vorm PC, daher ist der Unterschied nicht so groß. Im engeren Kollegenkreis haben wir jetzt mit virtuellem Biertrinken angefangen, was die Sache angenehmer gestaltet. Wir haben auch früher häufiger mal nach der Arbeit n Bier getrunken und/oder geratscht.
 

theSplit

1998
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Theoretisch unbegrenzt - so lange ich weiß das ich Geld zum (Über)Leben habe aber vorsichtig gesprochen lieber erst mal "nur" bis Ostern 2021 - was auch schon eine ganze Zeitstrecke ist.

Für mich hat sich in so fern nichts verändert, als das ich jetzt einen triftigen Grund habe mich wieder mehr um Projekte zu kümmern oder einfach mal etwas auszuschlafen. Die letzten Monate war es so, dass ich täglich unter Leuten war, mit denen ich jetzt aktuell auch noch in Kontakt bin, und von heute auf morgen nicht mehr. Grundsätzlich bin ich damit okay, ich habe aber auch den kleinen Vorteil a) Garten b) Lebe ich nicht allein. Wenn ich für mich wäre, wäre es wohl härter, aber man versucht sich ja auch über andere Kanäle zu kontaktieren und die Fahnen hoch zu halten.

Grundsätzlich ist die Stimmung in Ordnung bzw auch gar nicht so ungut - wenn auch einigen langsam die Decke auf den Kopf fällt, die sich dann nicht wie ich am PC vergnügen können. Wenn ich überlege, das wäre für mich furchtbar - also damit meine ich das "nicht dürfen" zu können, obwohl man auf einen Lagerkoller hinzusteuert. Und ich würde einen Rappel bekommen, mich jeden Tag mit dem (Free) TV auseinanderzusetzen wo es nur Corona gibt - oder die so schlecht geskriptet oder geschauspielert werden (zu ertragen) - diese Leute beneide ich kein Stück.

Meine persönliche Empfehlung: Nutzt die Zeit die ihr jetzt habt. Macht was sinnvolles für euch - lernt eine neue Sprache, lernt Programmieren, macht nen Fernkurs oder Kocht irgendwelche Rezepte nach, fangt an zu zeichnen - also irgendwas, was für euch sinnvoll auch aktuell möglich ist ohne viele Leute zu treffen. Größtenteils betrifft das natürlich nur Menschen, die aktuell nicht arbeiten können oder dürfen - aber so viel freie Zeit werden ihr vermutlich nie mehr haben, da ist es wichtig sind "irgendwas" vorzunehmen und persönliche Erweiterung kann da sicherlich nicht schaden.
 

godlike

Warp drölf
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Topkekistan
Also mir geht es langsam schon auf den Sack muss ich gestehen. Hab ne recht kleine Wohnung, dazu im Erdgeschoss mit wenig Licht, dazu keinen Garten und keinen Balkon. Sprich wenn man daheim ist gibt es eigentlich nur einen Raum, das Wohnzimmer, und da auch nur einen Ort, das Sofa. Man stellt sich ja nicht in ne beliebige Ecke oder so... Ab und an gehe ich zwar raus Fahrrad fahren aber das machst am Tag auch nur ne Stunde oder 1,5. Das gute ist das heir die Läden noch auf haben. Auch Baumärkte usw. Das heißt ich geh halt öfter Einkaufen, Spazieren oder Roller fahren.

Habe mich aber auch schon mit anderen getroffen um draußen zu Sitzen (mit Abstand) und reden. Bin nicht so der Skype- und Telefonier freund. Darum geht mir das langsam schon recht auf den Senkel. Bin ja eigentlich schon ein recht kommunikativer Mensch.

Das Gute ist aber das ich eine relativ gute Struktur eingerichtet habe. Also immer mit Wecker aufstehen (hab ja auch Kurzarbeit), regelmäßig Essen (so 5 bis 8 mal am Tag :D), Sport, Einkaufen und mir paar Leuten telefonieren. Und ich rauche nicht mehr und trinke kaum noch Alkohol... Wenn ich mir jetzt aber denke das geht noch 2 Monate so muss ich zugeben bekomme ich schon etwas sorgen wengen meiner geistigen Gesundheit :D Da wird man ja schon irgendwann bekloppt!
 

Der Ossi

gesperrt

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Ich hab Geld gehamstert, 'ne Freundin übern Hof, ein gutes Hobby, das sich auch teilweise auf dem Balkon erledigen lässt. Supermarkt und Drogerie 5min zu Fuß. Ist besser als Einzelhaft. Kann nicht groß klagen.
 

Chegwidden

Hat sich hochgeschlafen-
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Tjoah, ich bin zwiegespalten.

Einerseits geht es mir, bzw. uns beiden vom Komfort her ziemlich gut.
Wir haben eine große Wohnung mit zwei Balkonen und einen Garten, in den wir fahren können.
Von beiden Balkonen aus kann man auch prima allerhand beobachten.
Finanziell müssen wir uns keine Sorgen machen. TV haben wir glücklicherweise außer Netflix alles an Bezahlfernsehen.

Durch eine Risiko-Vorerkrankung kann ich Zuhause was machen.
Der Mann geht weiterhin in (geänderterm) Wechseldienst zur Arbeit. Natürlich habe ich Sorge, dass er *es* uns mitbringt.

Ich telefoniere sehr viel. Mit Familienmitgliedern. Mit Nachbarn. Nur um die ein wenig abzulenken und zu bespaßen. Und mich auch :cool:
Oder, wie bei unserer Tochter, um zuzuhören. Sie ist seit Wochen mittendrin. Und hat auf ihren Urlaub verzichtet.
Zwar nicht in der Pflege oder so, aber sie bekommt so viel Elend mit, dass wir uns ein wenig um ihre Seele sorgen.

Andererseits bin ich innerlich meist zerrissen und rege mich auf, mache mir Sorgen.
Wenn mich *es* erwischt ist Schicht im Schacht.

Mir fehlt auch jegliches Verständnis für Dum²schwätzer. Ich fauche dann die Monitore vom Rechner oder Fernseher an.
Dieses Gesülze, dass die Regierung übertreibt, diese Menschen, die sich eng treffen und zusammen saufen. Die schon nach so kurzer Zeit jammern.
Hamsterer, die es zur Freizeitbeschäftigung erkoren haben, täglich in nahezu jeden erreichbaren Laden zu gehen, um Arschpapier zu suchen, das sie nicht mal benötigen.

Da labert eine katholische Kirchengemeinde davon, dass es eine Frechheit ist, dass man Ostern nicht in die Kirche darf.
Soso, an Gott glaubt man also nur in so einem alten Steingemäuer. Und ich sach noch: Kirche ist Scheiße...

Die Nummer gegen Kummer (das Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche) hat einen ernormen Anstieg an Hilferufen.
Ich frage mich, warum viele Leute Blagen in die Welt setzen. Fürs Kindergeld? Und jetzt bei Ausgangsbeschränkungen sind die Kinder im Weg?
Man kann auch mit sehr wenig Geld Kinder beschäftigen. Aber wenn sie bei RTL2 stören ist natürlich blöd. Kloppt man sie ins Kinderzimmer zurück.

Es tut sich im Moment so viel Elend auf, dass ich mich an einigen Dingen wirklich hochziehen muss.
An den Berichten über Firmen, deren engagierte Mitarbeiter die Produktion umstellen, um für die Allgemeinheit Nützliches zu schaffen.
Hersteller von teuren BHs nähen Mundschutze und Wickelkittel um sie an Kliniken zu verschenken. Jägermeister und Co produzieren gratis Desinfektion, etc.
Die Ingenieure der Formel1 entwickeln innerhalb von 100 Stunden Beatmungsgeräte.

Dann jaulen andere wieder wegen Kleinigkeiten rum, anstatt mal zu gucken, ob man jemandem was einkaufen/schleppen könnte.
Andere leben finanziell am Abgrund, zerbrechen seelisch im Altenheim an der Einsamkeit.
Dann heulen welche rum, weil sie nicht zum Frisör dürfen und die Frisörin auch tatsächlich nicht heimlich ins Haus kommt. Schlimm, ganz schlimm.

Vielleicht ist mein Empfinden zu empfindlich, aber es regt mich auf.
Warum verdammt, klappen bei einigen die menschliche Solidarität, die Mitmenschlichkeit und die Rücksichtnahme nicht?
Es ist doch erst im Verhältnis so kurze Zeit.
Die weltweiten Todeszahlen sind doch keine Erfindung. Stumpfen fast tausend Tote pro Tag in einem Gebiet so ab?

Ich kann da oben bei der Umfrage nix ankreuzen. Ich bin mir so unsicher :confused:
 

one

Querulant

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Keine Kinder, zwei Hunde, riesen Garten im Naturschutzgebiet. Von daher wohl auch ne Ausnahme und wir merken die Ausgangsbeschränkung auch nicht so richtig. Meine Frau ist zwar zu Hause, weil das Geschäft wegen der Lage gerade geschlossen hat, ich gehe allerdings noch ganz normal meiner Arbeit weiter nach. Falls sich die Auftragslage aber weiter so verschiebt (Kunden verschieben logische Weise ihre Aufträge nach hinten) und ich irgendwann auch daheim bin, sieht die Situation vielleicht anders aus. Große Sorgen mache ich mir dahingehend allerdings keine.

Was mich extrem nervt (echtes Erste-Welt-Problem) ist, dass der Biergarten zu hat, bei dem ich sonst immer mit dem Husky ne Pause einlege, wenn wir lange unterwegs sind. Die Pause genießt auch der Hund immer sehr.
 

ichdererste

Grinch

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Habe heute mein Geschenk für meinen Enkel (4) abgeliefert.
Es war schlimm!
Normal bleibe ich über viele Stunden da und wir spielen stundenlang miteinander.
Aber durch den Scheiß bin ich nach einer 1/2 Stunde wieder gegangen.
Es gab körperlichen Kontakt, aber wenn mich einer töten darf, dann mein Enkel :D:D
Ich halte es immer noch für überzogen, wenn ihr nach 2 Wochen nichts mehr von mir hört, hatte ich unrecht! :D
 

n87

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Ich finde dieses elende "haltet durch" Gequatsche mittlerweile so zum Kotzen. Einfach in der Wohnung bleiben ist doch nicht so schwer. Vor allem fehlt es ja an nichts. (Essen, Entertainment usw)
 

thom53281

SYS64738
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  • #14
In der Grundversorgung fehlt einem nichts, das ist klar. Aber beim zweiten Punkt fängt es dann schon an. Auch wenn man es sich in einer Industrienation schwer vorstellen kann, noch lange nicht jeder Haushalt hat eine Internetanbindung. Entweder weil sie es nicht wollen (Oma mit Post-Wählscheibentelefon das schon 30 Jahre dort steht) oder weil sie es nicht bekommen können (DSL-Unterversorgung, kein LTE-Empfang, etc.). Für diese Leute ist es dann schon schwieriger, soziale Kontakte zu pflegen und auch sich überhaupt zu beschäftigen. Für uns jüngere ist das imho allgemein leichter und wird mit zunehmendem Alter imho immer problematischer, da eben diese Leute zum Teil auch gar nicht wissen, wie man einen PC bedient oder eine Spielekonsole. Da bleibt dann nur noch der TV, aber gib doch ehrlich zu, nach zwei Wochen jeden Tag sechs Stunden TV würde Dir das auch zu dämlich werden.

Nicht jeder hat eben auch einen Garten. Mit Garten ist das leichter, denn da kann man sich lang beschäftigen. Viel besser ist es auch, wenn man nachwievor in die Arbeit gehen kann/darf. Dann hat man weiterhin einen ziemlich geregelten Tagesablauf.

Es wird zunehmend schwierig, wenn man aktuell arbeitslos ist bzw. Kurzarbeit hat und kein Internet und keinen Garten hat. Da putzt man zu dem Zeitpunkt vielleicht schon zum vierten Mal die Wohnung die eigentlich schon klinisch rein ist. Gerade das aktuell herrliche Wetter macht da noch zusätzlichen Druck, denn man möchte ja am liebsten raus an die frische Luft. Darf man aber nicht bzw. halt eher eingeschränkt. Dazu kommt noch, dass man es in Deutschland gewohnt ist, sich jederzeit frei zu bewegen und das geht ja seit einigen Wochen nicht mehr. Das drückt zusätzlich auf die Psyche.


Deswegen hab ich auch die Umfrage erstellt und find die aktuellen Zahlen schon mal ganz interessant. Viele scheinen das ja ganz gut durchstehen zu können. Auch hier bei uns im Dorf sind jetzt die Auswirkungen nicht so deutlich, wobei sich natürlich trotzdem jeder wünschen würde, dass wieder der Normalzustand einkehrt. Dem gegenüber stehen aber auch genauso viele Leute, für die die ganzen Beschränkungen innerhalb dieses Jahres noch vorbei sein müssen bzw. zum Teil ja eigentlich noch deutlich früher.
 

godlike

Warp drölf
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Ich finde dieses elende "haltet durch" Gequatsche mittlerweile so zum Kotzen. Einfach in der Wohnung bleiben ist doch nicht so schwer. Vor allem fehlt es ja an nichts. (Essen, Entertainment usw)

Kannst du doch nicht einfach so pauschalisieren. Gut, hier im Forum sind ne menge Nerds und Computeraffine angemeldet, ist dem Fotrenthema geschuldet, aber das ist ja nicht bei allen Menschen die Norm. Es gibt genug Menschen die wohnen z.B. in einer Einzimmerwohnung, haben aus Mangel an Interesse keinen PC oder nur einen alten Laptop um Mails zu lesen und zusätzlich keine Ahnung davon. Nach 3 oder 4 Wochen hast du halt alle Bücher gelesen, alle Netflix Serien geschaut (was wiederum implizieren würde das man mit sowas was anfangen kann), wenn du dann noch alleine lebst kann dir das psychisch sicherlich einen schaden zufügen. Gerade auch in der heutigen Zeit wo Krankheiten wie Depressionen eh schon zunehmen.

Da muss ich nur an meine Eltern denken. Kein Plan von Computern, kein Netflix oder sonst was, die wissen nicht mal was das ist. Wenn die nicht zu zweit wären und einen Garten + Haus hätten - Ja, ich würde mir schon sorgen machen. Besonders da sie zur Risikogruppe gehören und auch nicht einfach so einkaufen gehen können um da wenigstens mal andere Menschen zu sehen.

Ich finde man darf die soziale Komponente nicht vergessen. Menschen sind nun mal nicht dafür gemacht alleine daheim zu sitzen - wochenlang. Auch wenn das für manche hier im Forum seltsam erscheinen könnte reicht es dem Gros wahrscheinlich nicht aus Kontakt nur über Computerspiele und Chats zu halten. Das geht mal 3 oder 4 Wochen, dann wird das aber sicher ungesund.

Und ja, man sollte natürlich trotzdem auf Abstand gehen. Das funktioniert ja auch. z.B. wenn man sich draußen trifft und dann halt mir 2 Meter Abstand wo sitzt. Die Menschen in Bayern, wo das ja auch ausgeschlossen ist, tun mir da schon mehr leid...

PS: Was natürlich nichts an der vorhandene Problematik der Ansteckung und deren Verhinderung behebt. Das besteht halt leider weiterhin und darum kann man auch nicht einfach so zur Norm zurückkehren. Ist leider momentan so
 

Steeve

Vereinsheimer
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Habe Edeka vor der Tür, mache Home Office und bin jetzt aktuell auffe Street vor dem Haus in Hannover Linden. Alle halten sich an die Regeln, ich finde die Regeln kann man auch ins Nach Corona übertragen. Schöner ruhiger Ostersonntag in der Straße n Sonne. Corona lässt uns alle Mal zurück fahren und durchschütteln, ich find's gut..
 

Sibi

Schwabe

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Stuttgart
@godlike:

Exakt so geht es mir. Ich bin durchaus PC-Versiert und kenne mich in der digitalen Welt aus. Mein Leben findet dennoch 90% "draußen" statt. Es gibt Wochen, da bin ich wirklich nur zum Essen und Schlafen daheim und es geht mir sogar gut dabei und ich brauche das auch definitiv. Ich brauche den ständigen Trubel um mich herum und ich muss auch Abends kaputt sein - auch wenn ich definitiv kein extrovertierter Mensch bin.
Aktuell durch den Wegfall einer Ehrenamtlichen Tätigkeit und durch den Wegfall der Musikprobe mit der Band habe ich keine festen Dinge mehr, an die ich mich unter der Woche halten kann. Gewöhnlich treffe ich mich auch unter der Woche mit Kumpels um das ein oder andere Feierabendbierchen zu trinken.

Aktuell bleibt mir nur das Fahrradfahren.

Es ist für mich definitiv nicht einfach, "einfach" daheim zu bleiben auch wenn ich ländlich wohne und dadurch genug Möglichkeiten hätte. Ich bin eine Person, die durch das Erschaffen von etwas seine Erfüllung findet. Ich bin das, was ich tue und habe dadurch meine Bestätigung und somit findet mein Leben auch einen gewissen Sinn. Aktuell kann ich mich nicht "frei" fühlen. Mein Leben steht doch gerade Kopf, weil ich eben das nicht Ausleben kann, was ich sonst normal tuen würde.
 

Ungesund

Feiner Herr

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Achterbahn
Normalerweise sage ich das nicht laut, da damit direkt falsche Einschätzungen über den Sozialisierungsgrad einer Person einhergehen, aber hier kann ich das ja mal sagen:

Ich habe mich lange nicht so wohl gefühlt wie Momentan mit der Beschränkung. Ich bin inzwischen etwas älter, habe ich Früher jede freie Sekunde unter Menschen verbracht und war fast jeden Abend unterwegs, verbringe ich seit ca. 5 Jahren den Großteil meiner Zeit zuhause. Neben dem Labor in der Universität ist das ein Ort an dem ich ohne gestört zu werden all meinen Projekten frönen kann, sei es Kunst, Elektronik-maker-tinkering oder das Beschäftigen mit ganz neuen interessanten Themen. Es gibt gefühlt unüberschaubar vieles was mich interessiert, und mind. nochmal genau so viel von dem ich noch nicht mal weiß das es existiert. So erprobe ich gerade das Belichten von Cyanotype-Behandeltem Papier durch das gebrochene Licht Ultravioletter-Laser. :D

Nur eines hat dabei immer etwas die Freude gehemmt: Die stimme im Hinterkopf, die dir sagt dass du ein Kellerkind geworden bist, und es asozial ist sich Wochenlang nicht in die Sonne zu bewegen. Das ist jetzt weg. Ich empfinde das als massive Befreiung von einer unsichtbaren Last die auf mir lag. Mehr als ich es jemals erwartet hätte.

Aber ich kann jeden Verstehen den die derzeitige Situation sehr belastet, das soll kein "stellt euch mal nicht so an" Post sein. Wollte nur anmerken dass die Situation auch gegenteilige Gefühle bewirken kann.
 
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