Aus die Maus bei Coinmixer.se ?

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Coinmixer.se ist zwar noch im Web erreichbar, der Bitcoin-Dienstleister mixt aber schon seit mehreren Tagen keine Guthaben mehr. Offenbar hat man die ein Jahr alte Empfehlung des Wettbewerbers Bitmixer.io ernst genommen, die ihren Konkurrenten geraten haben, ebenfalls die Stecker zu ziehen. Wie lange wird es dauern, bis derartige Dienstleister überall verboten sind?

Good bye Coinmixer.se. Noch ein Kryptogeld-Dienstleister hat seine Tätigkeit eingestellt. Den Nutzern wurde vor einem Jahr beim Aus von Bitmixer.io empfohlen, für illegale Zwecke Kryptowährungen wie den Dash, Monero oder Zerocoin zu nutzen. Bitte kein Bitcoin und das unabhängig davon, ob dieser gemixt wurde oder nicht. Da das Ökosystem des Bitcoin von Anfang an auf Transparenz ausgelegt war und noch immer ist, gehen Nutzer bei illegalen Aktivitäten extrem hohe Risiken ein.



Bei Bitcointalk.org wurden die Nutzer zuletzt am 04. Juli darüber , dass diverse Scammer (Abzocker) Domains wie coinmixer.com, conmixer.de, coinmLxer.se oder coinmixer.live benutzen, um die Kunden abzuzocken. Seitdem haben sich zwar diverse Kommentatoren gemeldet, dass ihre Coins nicht mehr gemischt werden. Eine Antwort der Betreiber steht aber nach wie vor aus. In der Szene wird spekuliert, dass es personelle Zusammenhänge zwischen Coinmixer.se und Bitmixer.io gegeben haben soll. Diese Behauptung lässt sich aber nicht überprüfen. Wir haben die Macher von Coinmixer.se per E-Mail kontaktiert und warten seit rund 24 Stunden vergeblich auf eine Antwort.






Kriminelle nehmen Krypto-Mixing-Dienste wie Coinmixer.se gerne in Anspruch


räumten die Betreiber ein, dass der Bitcoin nicht „besonders anonym“ sei. „Alle Zahlungen sind öffentlich und können in der Blockchain verfolgt werden, von Adresse zu Adresse. Diese Spur ist je nach Fall sehr eindeutig bis mit etwas mehr Aufwand verfolgbar. Auch werden viele Spuren hinterlassen, die über auskunfsfreudige Dritte wie staatlich regulierte Bitcoin Marktplätze von Behörden eingefordert werden können.

Coinmixer.se versuchte diese Lücke zu schließen und den Nutzern gegen eine entsprechende Gebühr mehr Anonymität zu verschaffen. Dass Pädophile, Drogen- und Waffenhändler oder sonstige Kriminelle ihren Dienst in Anspruch nehmen könnten, beurteilten die Betreiber mit „gemischten Gefühlen“. Ihnen war es wichtig, den Bitcoin wie Bargeld ohne Spuren und gänzlich zensurfrei nutzen zu können.

Sollten wir wider Erwarten noch etwas Neues hören, melden wir uns gerne mit einem Update.




Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
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