Auf eBay verkaufen, lohnt das noch?

  • Ersteller Ersteller Purumpumpum
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Ich habe auch ein halbes Jahr gewerblich Retroware von Commodore auf Ebay verkauft.
Habe ich wieder sein lassen. Hier Gebühren da Gebühren. Alle wollen sie was. Als kleiner Mann biste da aufgeschmissen.
 
Godlike hat da meiner Meinung nach vollkommen Recht!

Ich bin ja eigentlich gesehen ein recht geiziger Mensch, wenn ich mir aber mal was Größeres kaufe, dann möchte ich dies aber trotzdem bei einem Händler tun,
der mindestens 6 Monate für das Produkt gerade stehen muss, wenn was damit ist, was ich nicht zu verantworten habe.

200€ sind auch so meine Schmerzgrenze für einen Fernseher der mal 500€ gekostet hat, wenn ich ihn von privat kaufe.
Ich würde, bevor ich die 200€ biete aber erstmal schauen, ob ich den Fernseher nicht für 400-450€ von einem anderen Händler neu kriege!
( Dafür habe ich schon zu viele böse Überraschungen von privat erlebt ).
Was anderes wäre es, wenn es sich um ein Angebot handelt, wo ich direkt vor Ort den Zustand checken kann, dann würde ich wahrscheinlich auch einen ganz anderen Preis bieten...
 
Hab leider die Details grad nicht auf dem Schirm, deshalb die Kurzversion:

Mein Vater ist selbstständig und lebt überwiegend von Ebayverkäufen. Er bietet dort als gewerblicher Verkäufer seit vielen Jahren Elektrogeräte an, die er bis runter auf die Platinen komplett selbst anfertigt. Das Geschäft ist kein Goldesel, aber er kommt damit um die Runden (angefangen hat er die Sache als Ich-AG mit HartzIV-Aufstockung und ist da mittlerweile komplett raus). Mittlerweile ist er drauf umgestiegen ne eigene Domain zu betreiben inklusive Online-Shop. .

hoffentlich läuft das für deinen Vater noch lange so weiter.
Wer Elektrogeräte herstellt und verkauft muss sich in Deutschland so vielen Regeln unterwerfen und so viele kostenintensive Dinge vorweisen, dass das dein Vater mit seiner ICH-AG sicher nicht hatte.
Da würde ich sehr aufpassen.
 
Mein alter Herr ist, gelinde gesagt, ziemlich talentiert wenn es darum geht sich Wissen und Fertigkeiten anzueignen. Für seine eigene Domain hat er nebenher n Fernstudium angefangen um HTML und Java zu lernen. Buchhaltung, Versicherungszeug und Behördenkram macht er ausschließlich selbst, so wie alles andere in seinem Ein-Mann-Betrieb auch. Er hat da jede Menge Anekdoten auf Lager, wie unsinnig, paradox oder seltsam viele rechtliche Angelegenheiten sind, wenn man sich selbstständig macht. Ich würde sagen dass er ziemlich viel Ahnung von dem hat, was er da tut. Der Nachteil ist neben dem unattraktiv werdenden Ebay, dass er damit nen 7-Tage-Job hat aus dem er auch nicht so einfach rauskommen kann, da er sich seine Zeit selbst einteilen muss/kann und Urlaub vollkommen unmöglich ist, da sein Betrieb wie gesagt kein Goldesel ist.

Ich hoffe natürlich auch dass sein Geschäft noch weiterhin ordentlich läuft und bin ganz guter Dinge, dass das vorerst auch so bleibt.
 
Es geht nicht um recht kostenlos anzueignendes Wissen.
Es geht darum wer selbst produzierte Elektronik verkauft ist ein Hersteller im Sinne des Elektronikgesetzes.
Und das eben bedeutet Kosten die extrem hoch sind. Recycling, diverse Zertifikate, Versicherungen zwecks Haftung usw.
Das stemmt man nicht so einfach alleine.
Oder man ignoriert es und lebt dann mit den eventuellen Konsequenzen. Und eben das weiß dein alter Herr halt hoffentlich.
Er wäre nicht der erste dessen Existenz aufgrund absurder Gesetze zu Grunde geht.
 
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  • #26
Och Leude, kommt. Im Thread gehts schon um genug negatives. Mit Schwarzmalen müssen wir doch jetzt nich auch noch anfangen :(
 
Auf Gefahren hinweisen ist nicht gleich Schwarzmalen.
Allerdings hat das natürlich mit deinem Thema leider nichts zu tun, vielleicht könnte man das ja auslagern.
 
Wie gesagt, ist hier echt eher OT
Die betreffenden Beiträge in ein eigenes Thema auslagern kann ich leider nicht :(
Aber ist ja jetzt auch nicht sooo wichtig.
 
Weise Worte der Userschaft :T

Wenn Ihr tatsächlich Interesse an dem angesprochenen Thema habt, dann macht ruhig einen gesonderten Thread mit aussagekräftigem Opener.
Mh, je nachdem müsste man dann sehen wo's hinpasst. Off Topic oder Karriere.
Die Beiträge von hier, die mit dem Ursprungsthema nicht ganz so zu tun haben, hängen wir dann an :)
 
Bei Elektronikgeräten solltest du beachten, dass sich die Leistungsfähigkeit der Geräte sehr schnell weiterentwickelt. Was vor einem halben Jahr noch 780p war, ist heute 1080p und nächstes Jahr vielleicht schon 4k. Zusätzlich solltest du die Gewährleistung/ Garantie einberechnen und die Tatsache, dass geplante Obsoleszenz bei Elektronikgeräten (TV, Beamer) schnell zuschlägt. Bei Beamern kommt noch hinzu, dass du Verschleißteile hast, die (neben geplanten, aber nicht deklarierten Defekten) gerne kaputt gehen. Beim TV hätte ich zusätzlich noch die Befürchtung, dass Pixelfehler vorhanden sind. Da stellt sich die Frage, warum man für ein gebrauchtes Gerät heute überhaupt noch 1/3 von dem ausgeben sollte, was ein neues, ggf. besseres Gerät heute kostet.
Beim B2C Versandhandel hast du ein 14 tägiges (bei Amazon sogar 30 tägiges) Rückgaberecht, ohne Angabe von Gründen und die meisten Märkte nehmen die Geräte ggf. auch wieder - sei es aktiv damit beworben oder aus Kulanz - noch mal zurück, wenn sich nach dem Kauf heraus stellt, dass sie doch nicht funktionieren, wie gewollt.
 
Da hat keinbenutzername leider recht.
Das geht so lange gut, bis irgendwas passiert - da muss noch nicht mal das Erzeugnis schuld sein, vermutlich reicht es wenn ein Haus abfackelt in dem zufällig ein Eigenbau deines Vaters drin stand.
Dann sucht nämlich da die Versicherung nach Gründen, nicht zahlen zu müssen, und nimmt dann alles auseinander...
 
Ich würde sagen das hängt immer davon ab was genau man verkaufen will. Gibt da einen passenden Spruch - es steht jeden Tag irgendwo ein Dummer auf, die Kunst ist es nur ihn zu finden ;) Nein, Spaß beiseite - manche Dinge gehen per EBay gut, viels auch per Kleinanzeigen (EBay). Habe hier schon eine alte GeForce AGP für immerhin 25€ verkauft die ich beim aufräumen in einer Kiste gefunden habe un an sich wegwerfen wollte. Hier hab ich denn jemanden gefunden der sie haben wollte und damit glücklich ist. ReBuy hab cih für eine Kiste CDs genutzt. Viel altes Zeug das ich eh nicht mehr höre, da gab es bis zu 12€ für etwas seltenere CDs. Ob die die denn wür 25 weiterverkaufen ist mir da egal - keine Rennerei zur Post für jede einzelne CD, keine EBay, keine PP geführen, kein Porto. Weg, Geld bekommen, Ruhe. Auch fein. Bei EBay hab ich schon einen leicht angefahrenen SuperMoto-Reifen nach Frankreich verkauft...
 
Ich habe demletzt ein paar Sachen auf eBay verkauft. Es waren eigentlich alles relativ neuwertige und hochwertige Dinge, z.B. Sessel, Sony-42"-LCD von 2015, Beamer von 2014 usw. Aber für kaum was habe ich auch nur 1/3 des Neupreises bekommen,…
  • Sessel: Muss abgeholt werden. Das schränkt die Käufergruppe schon mal massiv ein und senkt damit den Preis.
  • TV: Privatverkäufter + neuer TV: Hmm, wo ist der Haken? Wer kauft sich einen neuen TV, um ihn dann gleich wieder bei Ebay zu verscherbeln? Da würden bei mir gleich von vornherein die Alarmglocken bimmeln. Irgendwas muss daran faul sein.
  • Beamer: Siehe TV.

Wir kaufen sehr viel Babyklamotten bei Ebay. Kriegt man da für'n Appel und 'n Ei. Grund: Babyklamotten (besonders von Steiff) sind wenig getragen. Da kann man eigentlich fast nichts falsch machen. Neu kostet das Zeug ein Vermögen.

Leider kriegt man beim Verkauf dann entsprechend auch nicht soviel dafür. Wir haben das bisher mehr aus "sozialem Gewissen" gemacht. Die Alternative zu Ebay wäre: Kleinanzeigen, Kleiderspende.

In letzter Zeit stapelt sich aber wieder der Haufen an Sachen, die verkauft werden müssten, fast in den Himmel. Nur leider haben wir momentan keine Zeit und sind jetzt schon am Überlegen, ob wir das tatsächlich noch machen wollen. Die Gründe dagegen:

  • Aufwand der Anzeigenerstellung: Sachen waschen, Fotos aufbereiten, Anzeige schreiben - ca 30 Minuten pro Anzeige, wenn man's ordentlich machen will.
  • Aufwand für Versand: Karton zusammenpacken, zur Packstation rennen.
  • Ebay-Gebühren: Mittlerweile 11% vom Verkaufspreis inklusive Versandkosten. Gehen die Sachen für 1,50€ weg bei 5€ Porto, zahlt man dafür 0,72€ Ebay-Gebühren. Abzüglich der Kosten für Verpackung und Transport zur Packstation wird das ein Nullsummenspiel.

Paypal biete ich schon gar nicht mehr an, da die auch noch mal kräftig zulangen.

Man merkt schon bei Ebay, dass sie Privatverkäufer für Kleinkram nicht mehr haben wollen. Gerade das waren aber die Kunden, die Ebay groß gemacht haben.

Purumpumpum: Die Sachen, die du oben angeboten hast, würde ich nur über Ebay-Kleinanzeigen, Kalaydo, markt.de, Quoka, Facebook-Gruppen anbieten. Kann sein, dass du dann ein paar Wochen warten musst. Aber in der Regel bin ich viele Sachen darüber losgeworden. Schwierigkeit ist da, einen realistischen Preis zu finden, bei dem du die Sachen loskriegst und Dich trotzdem nicht selbst übers Ohr haust.

Bei den Babyklamotten werden wir jetzt auch verstärkt auf Kleinanzeigen gehen aufgrund der Ebay-Gebühren.

Was würde ich bei Ebay noch verkaufen:
  • Sachen, die mindestens 10€ bringen, damit die Gebühren auf die Versandkosten nicht den gesamten Gewinn auffressen.
  • Alte Sachen, die ich sonst auf den Müll bringen würde. Also Dinge, bei denen es mir nicht wehtut, wenn ich zu wenig bekomm.
  • Vorrangig Computerhardware: aus Grund 2 - und auch deswegen, da Computerhardware eigentlich fast immer geht.
  • Baby- und Kinderklamotten von Marken
 
Zu den Babyklamotten - bei uns hier gibt es alle paar Wochen einen Babybasar. Du gibst die Klamotten da ab, und der Veranstalter (bei uns die Kindergärten) bekommen 15% vom Erlös. Nich verkauftes geht an Dich zurück. Sponsort die Kindergarten und Du hast dein zeug verkauft.
 
Zu den Babyklamotten - bei uns hier gibt es alle paar Wochen einen Babybasar. Du gibst die Klamotten da ab, und der Veranstalter (bei uns die Kindergärten) bekommen 15% vom Erlös. Nich verkauftes geht an Dich zurück. Sponsort die Kindergarten und Du hast dein zeug verkauft.

Genau das gab es bei uns auch. ABER:
  • Du musstest im Vorfeld alles sortieren, mit Preis bestücken, Zettel machen. -> Aufwand ähnlich zu Ebay.
  • Auf dem Basar stapelten sich die Sachen. Ich glaub, die haben nicht mal 25% davon verkauft.
  • Die Preise lagen auch hier alle bei 1-2€ pro Stück.
  • Schlecht für die Verkäufer war, dass es wohl mehr Verkäufer als Käufer gab. Jeder wollte dort nur seine Sachen loswerden. Gekauft haben die wenigsten.
  • Für die Käufer wieder unattraktiv war, dass man zuviel suchen musste, um überhaupt was "Schönes" zu finden.
 
Babyklamotten lohnen sich bei Ebay kaum. Ist zumindest meine Erfahrung. Wir waren jetzt auch auf einem Kinder -Basar (das hoert sich an :D). Da wir sowieso alles gewaschen und nach Groesse sortiert hatten, war das schonmal kein Problem. Dort hab ich eben auch fuer die Steiff Klamotten (die Pullis mit dem Baeren vorne drauf :D) fast das doppelte als auf Ebay bekommen!

Deshalb, da verhoecker ich wenn dann nur noch riesige Body-Pakete o.ä.
 
@Pleitgengeier: Das ist ihm bewusst und fällt in meinem vorigen Post unter "Versicherungen". Hab mit ihm mal drüber gequatscht und es bestehen entsprechende offizielle Vorkehrungen im Falle eines Schadens, die nicht minder katastrophale Auswirkungen hätten, aber zumindest besser sind als nichts.
 
Darf ich mal fragen welche Bücher das waren? Ich bin Antiquarin und Ebay ist für hochpreisige Bücher die absolut falsche Plattform, dann eher auf booklooker oder abebooks oder ähnlichem und da muss man Geduld mitbringen und vorallem vorher den Marktwerkt checken auf zB daistesja.de oder eurobuch.com und nur weil da 1-2 Antiquarite 500 haben wollen heisst das nicht dass Du das auch bekommst sondern dass einer von beiden mal einen Phantasiepreis angesetzt hat um zu gucken was passiert und der andere mitgehalten hat. Auf Eurobuch kann man bei manchen Büchern auch Statistiken abrufen zu welchen Preisen die in den letzten Jahren weggegangen sind. Aber mich würde echt interessieren was Du da so hast und ich sag auch gern was dazu oder geb Schlagworttipps.

Bei der Facebookklamottengeschichte schliess ich mich an, Plünn für die Kinder und mich kauf und verkauf ich nur noch in ausgewählten Flohmarktgruppen dort. Da muss man bisschen sortieren, das Niveau schwankt, aber es gibt echte Perlen und es kostet halt keine Gebühren.


Edit, ach TS ist gesperrt, auch gut...
 
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