Asus Sabertooth 990FX secure boot

vip3r

NGBler
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Hallo zusammen,

ich versuche gerade Linux Mint neben einer frischen WIN 10 installation aufzusetzen. Habe Linux Mint vom Stick gestartet und bei Installationsart "andere" gewählt, dann die Swap Partition angelegt und dann den rest des freien bereiches für Mint ausgewählt. So weit so gut. Klappt auch ne ganze weile bis die Fehlermeldung kommt, dass grub2 nicht installiert werden kann. Installation bricht dann ab. Jetzt versuche ich secure bott zu deaktivieren, aber leider ist diese Funktion nicht verfügbar.
WIN10 ist im Uefi Modus installiert
Würde gerne Secure Boot deaktivieren um Linux MINT zu installieren.
EasyBCD lässt sich auch nur bedingt starten, meldet folgendes zurück:
bcd.PNG

Habe hier noch ein paar Screenshots des UEFI Bios, vielleicht bin ich auch nur Blind und übersehe da was:
170311195642.jpg 170311195652.jpg 170311195704.jpg


Viele Grüße,
Max
 
Kannst du bei "Einrichtungsmodus" auch noch irgendwas erweitertes auswählen oder nur den "EZ Modus"?
 
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  • #3
erstmal danke für Deine Antwort. Ich kann zwar erweiterter Modus auswählen, aber leider ändert sich dadurch nichts, auch nicht nach einem Neustart.

170311220949.jpg
 
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  • #5
Da findet sich leider auch nichts zum secure boot. Im Netz bin ich auch schon auf der Suche, aber wirklich finden tu ich nichts. Meistens heisst es nur etwas anders, aber auch da bin ich durch und finde bei mir keine andere Bezeichnung.

170311195715.jpg

Ich hatte vor zusätzlich zum MINT auch ZorinOS zu installieren und das hat geklappt, aber ich verstehe nicht wie das gegangen ist. Ich bin genauso vorgegangen wie bei MINT. ZorinOS setzt sich irgendwie "davor". Dennoch möchte ich MINT installieren und mit EasyBCD verwalten.
 
Welches Mainboard ist es denn genau? alles bis GEN3 R2.0 hat anscheinend gar kein Secure Boot, so wie ich das sehe. Die Einstellung taucht erst ab dieser Version im Handbuch auf.

Mint und ZorinOS sind doch scheiße. Warum willst du genau die installieren und nicht etwa Debian oder meinetwegen Ubuntu? Mint und Zorin sind NOCH weiter downstream als Ubuntu und selbst die bauen schon eigene Bugs in ihre Software ein, die upstream nicht vorhanden sind.

Welche Betriebssystemversionen genau versuchst du denn zu installieren? Und warum musst du das mit EasyBCD verwalten und kannst nicht einfach GRUB2 nutzen bzw. den efibootmgr bzw. die beim Mainboard integrierte EFI-Bootreihenfolge?
 
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  • #7
Welches Mainboard ist es denn genau? alles bis GEN3 R2.0 hat anscheinend gar kein Secure Boot, so wie ich das sehe. Die Einstellung taucht erst ab dieser Version im Handbuch auf.

Es ist die erste Version des Sabertooth 990FX, ich bin davon ausgegangen, dass Secure Boot aktiviert ist. Da eine Installation (WIN10) im nicht UEFI Modus gar nicht erst startete. Sorry mein Fehler, bin davon ausgegangen, das beides zusammen gehört.


Mint und ZorinOS sind doch scheiße. Warum willst du genau die installieren und nicht etwa Debian oder meinetwegen Ubuntu? Mint und Zorin sind NOCH weiter downstream als Ubuntu und selbst die bauen schon eigene Bugs in ihre Software ein, die upstream nicht vorhanden sind.

Ich würde gerne umsteigen, aber eben nicht komplett, und ZorinOS und MINT haben mir zugesagt. Was bedeutet in dem Sinn up- und downstream?

Welche Betriebssystemversionen genau versuchst du denn zu installieren? Und warum musst du das mit EasyBCD verwalten und kannst nicht einfach GRUB2 nutzen bzw. den efibootmgr bzw. die beim Mainboard integrierte EFI-Bootreihenfolge?

Kann es vielleicht schon mit etws anderem verwalten, aber etwas anderes als EsyBCD hab ich noch nicht getestet und das ist sehr einfach ;-). Ich möchte auch die Option haben VHDs einzubinden und das eben ohne erst ein Grundstudium zu absolvieren.
 
Es ist die erste Version des Sabertooth 990FX, ich bin davon ausgegangen, dass Secure Boot aktiviert ist. Da eine Installation (WIN10) im nicht UEFI Modus gar nicht erst startete. Sorry mein Fehler, bin davon ausgegangen, das beides zusammen gehört.
Ich bin mir da auch nicht sicher – ist nur eine Vermutung, da die Option eben nicht im EFI auftaucht. Vielleicht hilft ein EFI-Upgrade?

Ich würde gerne umsteigen, aber eben nicht komplett, und ZorinOS und MINT haben mir zugesagt. Was bedeutet in dem Sinn up- und downstream?
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Der Linux-Kernel ist das "Startprojekt". Davon ausgehend sind die GNU/Linux-Distributionen "downstream". Debian basiert bspw. auf dem Kernel und den GNU-Tools, ist aber eine eigene Distribution ohne "Mutterdistribution". Auf Debian aufbauend gibt es dann z.B. Ubuntu. Dann gibt's noch Zorin und Mint, welche beide zusätzlich auf Ubuntu aufbauen, also noch weiter downstream sind. Ubuntu wäre also die Distribution, die im Vergleich zu ZorinOS/Mint upstream liegt.

Ich bin kein Fan davon, Distributionen zu nutzen, die sehr weit downstream liegen. Das liegt daran, dass jede "Ebene" and Distributoren ihre eigenen Bugs einführen kann. Bei Ubuntu war es bspw. früher so, dass KDE4 extrem instabil lief, da die Distributoren experimentelle Patches und nicht zueinander passende Paketversionen verwendet hatten. Alle auf Ubuntu basierenden Distributionen haben diese Bugs natürlich auch. Heute ist das ein wenig besser geworden, aber insbes. Ubuntu leidet am NIH-Syndrom. Deren eigens entwickelten Tools sind oft recht scheiße (Unity, Software Center, Mir, …).

Nich schlimmer ist dann Mint, das in der Vergangenheit beispielsweise damit aufgefallen ist, sicherheitskritische Patches von Ubuntu (die eh teilweise recht langsam durchsickern, im Vergleich zu Debian) einfach als "zu gefährlich" (… für die Stabilität des Systems) einzustufen und damit für die User ein Sicherheitsrisiko zu schaffen. Die Linux Mint Debian Edition hat diese Probleme nicht, da sie nicht auf Ubuntu aufbaut, sondern mit den Debian-Quellen kompatibel ist. LMDE ist somit in meinen Augen die bessere Variante von Mint, aber achtung: die basiert auf den testing-Paketquellen von Debian, die von Haus aus etwas instabiler sind, als die Ubuntu-Paketquellen (aber eben auch weniger Bugs haben, kurioserweise).


Wenn es dir nur um den Cinnamon/MATE-Desktop gibt, kannst du diese beiden Varianten ohne Probleme sowohl unter Debian (evtl. mit LMDE-Quellen) als auch unter Ubuntu installieren. , die mir persönlich "polierter" vorkommt als Linux Mint selbst.

Kann es vielleicht schon mit etws anderem verwalten, aber etwas anderes als EsyBCD hab ich noch nicht getestet und das ist sehr einfach ;-). Ich möchte auch die Option haben VHDs einzubinden und das eben ohne erst ein Grundstudium zu absolvieren.
Das ist verständlich. In meinem UEFI kann man allerdings auch die Bootreihenfolge verwalten und ich glaube, man kann sogar VHDs einbinden, bin mir aber auch da nicht sicher, da ich dieses Feature nicht benötige bzw. CLI-Tools nutze. Ich bin eben ein Fan davon, zu wissen, was man tut :D

Mir hat übrigens auch ganz gut gefallen, die Free-Version ist dabei vollkommen ausreichend (leider Nagscreen :/)
 
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  • #9
Vielen Dank für Deiene ausführliche Antwort. ich merke, dass ich in Sachen Linux noch viel verstehen/lernen muss. Ich werde mich mal mit der Thematik Upstream/Downstream weiter beschäftigen, werde erstmal mit der Ubuntu beginnen. Mit Debian, bzw Raspbian Lite, "spiele" ich bereits auf meinem Raspberry. Da ist es allerdings kein produktiver Einsatz, also wenn was nicht klappt ists egal :D

Vielen Dank auch für den tip mit "Easy UEFI", hab das mal angeschaut und werde es weiter testen. Ich hoffe natürlich, dass ich es hinbekomme VHDs darüber starten zu können ;-).

Viele Grüße,
Max
 
Die c't hatte kürzlich einen Beitrag über Multiboot mit Windows und VHDs, soweit ich mich erinnere.
Vielleicht hilft der weiter. Hab ihn leider auf Anhieb nicht gefunden :/

 
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