[Threadspiel] Assoziationsspiel

Sozialstruktur

Füchse galten bis in die 1970er Jahre als Einzelgänger, die in Territorien leben und diese gegen Artgenossen verteidigen. Es sollten sich Fähen und Rüden nur zur Paarung treffen und danach wieder getrennte Wege gehen. Da Füchse sich von kleinen Beutetieren (vor allem Mäusen) ernähren und somit nicht auf ein gemeinsames Erbeuten der Nahrung angewiesen sind (wie Wölfe), schien ein ausgeprägtes Sozialleben nicht notwendig. Ende der 1970er Jahre zeigten englische Studien bei Oxford[3], dass Füchse dort in Familiengruppen lebten und ein ausgeprägtes Sozialleben zeigten. Ähnliches ist inzwischen aus weiteren Gebieten bekannt geworden (z. B. in Zürich[19]).

Die Organisation der Sozialstruktur von Füchsen ist kompliziert und bisher nicht vollständig geklärt. Bei stabilen äußeren Bedingungen (z. B. stabiles Nahrungsangebot, geringer Jagddruck) wird die Sozialstruktur als Familiengruppe beschrieben. Diese Gruppen nutzen einen gemeinsamen Raum, der als gegenüber fremden Gruppenmitgliedern verteidigtes Territorium interpretiert wird. Zu einer Gruppe gehören meist ein Rüde und eine Fähe, die sich fortpflanzen, sowie weitere rangniedrigere Tiere.[17][25][19] Die Anzahl von rangniedrigeren Tieren ist variabel, teilweise fehlen sie in der Gruppe. Wahrscheinlich ist ihr Auftreten bei stabilen äußeren Bedingungen und günstiger Nahrungssituation. Auch rangniedrige Füchse können sich an der Fortpflanzung beteiligen. Die Gruppen können groß werden (z. B. zehn erwachsene Füchse bei einer Stadtfuchsgruppe in Bristol). Neben Familiengruppen können einzelne Rüden auch ohne festen Aktionsraum umherziehen und dabei weite Strecken zurücklegen, oder Teile des Aktionsraumes einer Familiengruppe teilen, aber Kontakt mit den Gruppenmitgliedern vermeiden.



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