[Netzwelt] Anonymous Austria hackt Burschenschafts-Websites

Hacktivisten der Gruppierung Anonymous Austria griffen am heutigen Freitag erfolgreich die Website wkr.at, Homepage der Burschenschaft "Wiener Kooperationsring", an. Die Seite wurde in der Folge vom Administrator vom Netz genommen. Neben der WKR-Website wurden auch die Websites von fünf weiteren Burschenschaften, Turnverbänden und Studentenvereinen offline genommen. Anlass ist anscheinend der bevorstehende Akademiker-Ball (früher WKR-Ball).

Es wird vermutet, dass Anonymous Austria auf der Website ein sogenanntes Defacement vornehmen - also eigene, respektlose Bilder hochladen - wollte, dabei aber vom Admin-Team erwischt wurde. Der Administrator der Seiten, der in einigen Twitter-Postings von AnonAustria erwähnt wird, bestätigte gegenüber der österreichischen IT-News-Website , dass er die Seiten offline genommen habe, nachdem er den Fremdzugriff bemerkte. Zu den näheren Einzelheiten nahm der Admin aber nicht Stellung.

Bei dem aktuellen Angriff handelt es sich keineswegs um die erste Attacke der Anons gegen den WKR und andere Burschenschaften. .
 
Tja...die (kurzzeitigen) großen Tage von Anonymous scheinen auch vorbei zu sein.
Für mehr als ein paar Provinz-Webseiten reicht es wohl nicht mehr...
 
Tja...die (kurzzeitigen) großen Tage von Anonymous scheinen auch vorbei zu sein.
Für mehr als ein paar Provinz-Webseiten reicht es wohl nicht mehr...
Ist eben Anonymous Austria. Wenn du den SV beliebiges-Dörfchen betrachtest, erwartest du ja auch nicht, dass die in der Bundesliga mitmischen.
Zumal Anonymous nicht erst seit gestern gegen die Burschenschaften rebelliert. Genauer gesagt, sie sind schon seit 2012 dahinter her.
Außerdem sollte man beachten, dass es nicht darum geht möglichst große und spektakuläre Hacks zu initiieren, sondern dort aufzutreten, wo man Unrecht sieht.


Beweise hat die Krawallabteilung der Kollektivs vermutlich mal wieder keine, oder doch?
- Wikipedia mag zwar nicht das Maß aller Dinge sein und keine gottgegebenen Wahrheiten sprechen können, könnte aber immerhin schon mal als Indiz gewertet werden.
 
Dass Burschenschaften heute eher rechts dastehen ist nichts neues. Dass in Österreich einige Burschenschaften so weit rechts stehen, dass sie dafür von ihresgleichen kritisiert werden ist auch nichts neues (Paradebeispiel Olympia Wien).
Solange diese Burschenschaften aber nur intern ihr Nazisüppchen kochen sehe ich hier aber absolut keinen Schaden für die Öffentlichkeit und halte die Aktion für mit der Meinungsfreiheit nicht zu vereinbarn.

Hat den Österreich keine anderen IT-Probleme als die Webseiten rechter Spinner?
Wie wäre es zB mit der Vorratsdatenspeicherung, die es dort ja gibt so viel ich weiß?
 
@accC:

Ok, Fehler meinerseits.

Dennoch darf die Burschenschaft die Veranstaltungen scheinbar alles schon seit Jahren durchführen. Scheint sich also im legalen Rahmen zu bewegen. Aber selbst wenn nicht, was bringt der Hack? Die Seite der Burschenschaft hätte ich vermutlich nie aufgerufen. Beitreten kommt, unabhängig der politischen Ausrichtung, bei keiner Burschenschaft für mich in Frage. Und die Veranstaltungen werden so oder so gehalten, da scheinbar legal.
 
Na wenn sie doch aber sonst nichts zu tun haben...
Bzw. wenn die Dinge, die sie sonst noch machen könnten, zu anspruchsvoll sind. In der Hamburger Schiffsbaukrise nach dem zweiten Weltkrieg wurde auch in einigen Werften Spielzeug hergestellt.

Man muss die Leute halt bei der Stange halten :T
 
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