An Selbstständige und andere Lebenskünstler - wie organisiert ihr euch?

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Hallo NGB-Gemeinde,

nach ein paar Monaten Abstinenz trudelt man hier mal wieder ein und merkt, dass sich hier ja einiges getan hat, sowohl strukturell, als auch von der Boardaktivität her. Das freut doch. :)

Ich bin seit etwa einem Jahr selbstständig. Je ernster es wird, das heißt, je mehr Aufgaben / Aufträge kommen und je professioneller meine Firma organisiert ist, desto mehr Optimierung und Zeitmanagement verlangt das Ganze auch mir ab. Deshalb frage ich mich seit einiger Zeit, wie man sich dahingehend am besten organisieren kann.

Ich verfahre derzeit so:

1. Aufgaben und Termine in der Firma:
werden via synchronisiertem Thunderbird via Google Calendar organisiert. Mitarbeiter können diesen dadurch ebenfalls einsehen und Eintragungen / Veränderungen vornehmen.

2. Private Termine / Aufgaben: via Google Calendar auf dem Iphone. Dabei habe ich noch keine wirklich gute Lösung gefunden, wie ich routinemäßig Aufgaben strukturiere, die keine Deadline haben, wie bspw. "mal endlich den Reisepass beantragen". Das gleiche gilt aber eigentlich auch für geschäftliche Angelegenheiten - in der Regel trage ich mir das irgendwie in die Notizen des Iphones ein. Da sammelt sich dann im Laufe der Zeit so einiges an, zum Teil sehr verstreut und unsortiert, und ich verliere den Überblick. Wie handhabt ihr das? Und wie setzt ihr spezifische Prioritäten? Auch das fällt mir gelegentlich nicht leicht, denn so könnte ich ungelogen täglich 20 Notizen machen, was ich noch erledigen könnte, und dann würde ich ja quasi nichts anderes mehr machen, als über Erledigungen zu braninstormen - praktisch OCD-mäßig ;)

Ich bin dankbar für jeden Tipp, der mir dahingehend gegeben wird.
 
Bei Lebenskünstler dacht ich jetzt an alles mögliche, aber nicht an jemanden der sein Leben via iPhone workaholic-like durchorganisiert hat;)

edit:
Im Ernst, den geschäftlichen Teil regle ich ähnlich wie du.
Aber wenn du privat oder wie auch immer, so viel auf deiner To-Do Liste hast das du noch machen willst/musst, dann wird da keine bessere Planung was daran ändern.
Was gemacht werden muss, muss halt gemacht werden.
 
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  • #3
Klingt das workaholic-like? :) Vielleicht sollte ich mal mehr reflektieren. Aber trag ich das nun ein, oder nicht? :D
 
wie gesagt, sicher gibt es via ner speziellen App die Möglichkeit deine TO-DO Liste besser zu ordnen, zu priorisieren oder in Kalender einzubinden.
Kürzer wird die Liste dadurch aber auch nicht, und das meiste wird sich dadurch auch nicht besser erledigen lassen.

Ich würde da eher darüber nachdenken da wo es geht einen Gang zurück zu schalten.
 
Ich bin weg von ToDo-Listen.

Ich vergesse auch privat gerne mal Dinge. Das darf passieren. Sachen mit ner Deadline oder Verträge sollte man natürlich nicht vergessen, aber selbst da geht die Welt nicht unter.
 
eben.
Im Ernst, ich bin mir sicher man wird zwangsläufig krank wenn man alles durchplant und jede freie Minute seines Lebens verplant hat.
Oder vielleicht ist man ja schon krank, und daher hat man den Zwang alles planen zu müssen.

Wohlgemerkt, im privaten Bereich.

Aber das ist doch das Problem XX Stunden Arbeit am Tag, Termine, alles durchgeplant.
Und dann die Freizeit auch noch voll ausgeplant? Ne, das kann nicht gut sein.
Entschleunigen.
 
Es geht ja gar nicht mal darum, die private Zeit vollständig auszufüllen, sondern den ganzen Mist auf der To-Do-List mit seinen unterschiedlichen Deathlines nicht zu vergessen (Zahnarzttermin besorgen, TÜV mal erledigen, Steuer fertig machen, Aufgebot bestellen usw. usf.) Ich mach das derzeit mit Notes mehr schlecht als recht und wundere mich immer, dass es da nichts besseres gibt, was mich aber auch nicht mit Premium-Funktionen und -Preisen gleich Matt setzt.
 
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  • #9
Ich muss sagen, mir geht es so, wie Liederlich das von sich berichtet. Was ich mir dabei von Notes wünschen würde, wäre eine regelmäßige Erinnerung an bestimmte Erledigungen, sodass diese unter weiteren, weniger priorisierten Notizen nicht untergehen. Gibt es das in irgendeiner Form?
 
Termine, die keine feste Deadline haben und die du bekanntlich gerne auf Sankt Nimmerlein schiebst, solltest du, wie reguläre Termine fix in deinen Kalender eintragen und dich auch zwingen sie dann zu erledigen. Dabei kannst du dir natürlich Lücken im Kalender aussuchen, wo es gerade passt, wichtig ist aber, dass du die Termine dann auch wirklich wahrnimmst.
Ist doch genauso wie z.B. Fensterputzen, was man gerne immer wieder auf "nächstes Wochenende" schiebt, bis man nicht mehr unterscheiden kann, ob es Dreck oder der Rolladen ist, der den Blick in den Garten verhindert.

Geschäftliche Termine sind bei mir natürlich organisiert und stehen im Kalender. Pseudo private Termine, wie Arzttermine, Behördengänge, Friseurtermine, TÜV usw. werden ebenfalls im Kalender eingetragen.
Alles was sonst so anfällt, von Abwasch über Klo putzen bis Zähneputzen findet sich natürlich nicht im Kalender. Da habe ich einfach einen mehr oder weniger festen Tages-/ Wochen-/ Monatsablauf.
 
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Jetzt werde ich wieder ausgelacht, aber das ist mir egal :D...
Ich nutze eine Pinnwand + Notes für Dinge, die ich direkt am PC erledigen kann.

Bei der Pinnwand habe ich 3 Bereiche mit Farben.
Links sind rote Dinge, also absolut wichtige Sachen,
die werden dann meistens soweit als möglich direkt aus dem Filofax auf Post-It's in Rot geschrieben,
das darf man nicht verschieben! Das muss erledigt werden!

Die Mitte ist der größte Bereich, hier in blau, das sind Dinge, die zwar wichtig sind, aber nicht oberste Priorität haben.
Hier kann ich dann auch mal hin und her schieben, um Arbeit auf zu teilen oder zu verschieben.

Ganz rechts ist der grüne Bereich. Hier schiebe ich Aufgaben hin, die ich erledigen kann, wenn mir danach ist, oder wenn die Mitte in Blau schon wieder zu explodieren droht.

So kann ich mir meine Arbeit wunderbar aufteilen.

Das setzt allerdings voraus, dass du jeden Morgen vor der Arbeit einmal 5 Minuten in Ruhe deine Aufgaben checkst und die Pinnwand aktualisiert.
 
Wenn du dich damit organisieren kannst, dann sehe ich keinen Grund, dass auch nur irgendjemand das Recht hätte dich dafür auszulachen.
Da die Pinnwand-Methode bei dir aufzugehen scheint, ist es doch vollkommen in Ordnung.

Klar, wenn du dir jetzt aller größte Mühe geben würdest und sagen wir mal zu jeder anstehenden Aufgabe einen 4 seitigen Bericht verfassen und ein Lied komponieren würdest und würdest dich trotzdem nicht organisieren können, dann könnte man dich auslachen, weil dein Energieinput enorm, der Output aber eben marginal wäre. Das ist aber bei dir offensichtlich nicht der Fall.

Ich denke, das, worauf der TS hier abzielt, gehört zu den vielen Dingen im Leben, wo jeder seinen persönlichen Weg finden muss, der für ihn/sie zielführend ist. Es gibt keine Patentlösung, es gibt viel eher eine ganze Reihe möglicher Lösungswege, die individuell für eine Person zielführend sein können, nicht aber zwangsweise sein müssen.
 
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