N'Abend
Die Person ist durchaus einsichtig und hat sein Problem mittlerweile erkannt, allerdings werden Therapien, Selbsthilfegruppen etc. vehement abgelehnt. U.a. aus Angst dadurch den Job zu verlieren. "Wenn dann will ich das allein schaffen" so seine Aussage. Nur fängt er eben damit nicht an.
Dein Freund kann ja probieren, seinen Bierkonsum etwas zu reduzieren. 6 - 8 Bier sind schon herb.
Wenn er das Problem auch selber einsieht kann er ja damit anfangen, sich auf 3 - 4 Bier am Abend zu beschränken. Selbst das ist noch recht viel, aber für einen ersten Schritt reicht es erstmal. Wenn er es dann geschafft hat, sich auf 3 - 4 Bier am Abend zu beschränken (sollte er so 2 Monate durchziehen) kann er sich dann in einem nächsten Schritt auf 2 - 3 Bier reduzieren, und dann auf 1 - 2.
Da du geschrieben hast, dass er vorher gekifft hat würde ich mal behaupten, dass er schlichtweg gerne ein wenig berauscht ist. Also, das regelmäßige Biertrinken wird er sich wohl nicht abgewöhnen. Da er jetzt schon ne relativ hohe Gewöhnungsschwelle hat befürchte ich mal, dass er mind. 5 Bier braucht, bis sich für ihn irgendein spürbarer Effekt einstellt.
Aber aus gesundheitlichen Gründen wäre es schon wünschenswert, wenn er seinen täglichen Konsum auf max. 2 - 3 Bier, besser nur 1 - 2 beschränken könnte. Immerhin ist die Leber bei seinem jetzigen Konsum sozusagen im "Dauerstress", das Imunsystem wird geschwächt, er legt an Gewicht zu usw. Alles nicht so ideal auf Dauer.
Das er seinen Haushalt vernachlässigt sieht für mich auch so aus, als ob ihm sein Leben ein wenig entgleitet. Ist er vielleicht auch ein wenig unzufrieden mit seiner "Gesamt-Lebenssituation"?
Na ja, ich wünsche deinem Freund jedenfalls viel Glück, dass er da davon runter kommt.
LG,
EDi