"Alexa, hör mich ab!" – welche Methoden gibt es gegen den unerwollten Einsatz?

Tja, und mehr braucht man zu dem Thema auch gar nicht sagen.

Du nicht, das ist richtig.
Wenn das Buzzword fälschlicherweise erkannt wird, wird es eben verschickt. So funktioniert ein solcher Service eben. Das die Daten ebenfalls aufbewahrt werden, ist kein Geheimnis. Die sieht man sogar in der eigenen App samt Datum und Uhrzeit.
So wurde zum Beispiel vor noch nicht zu langer Zeit die Polizei in Amerika gerufen, weil sie sich bei einem Beziehungsstreit aktivierte und verstand "call the cops". Rette der Dame übrigens das Leben.

@larry: Zeitraum war über eine Woche. Bei mir wurde nichts weiter gemacht oder gesendet. Getestet hatte ich das vor etwa einem viertel Jahr. Die Updates werden automatisch gezogen. Wenn Alexa fälschlicherweise aktiviert ist, bemerkt man es, sofern man gerade hinsieht, über den Lichtring.
@godlike: Wird über Amazon bestellt, geht nur mit prime Artikeln, ansonsten liegen die im Warenkorb und müssen noch manuell bestätigt werden. Der/die Preise werden dir von Alexa genannt, samt einer Auswahl. Steht auch in der Werbung, dass der gesamte Dialog verkürzt ist.

Ich finds übrigens Klasse, wie sehr solche Geräte verurteilt werden, samt der Menschen, welche sie benutzen und dann im gleichen Atemzug behauptet wird, das eigene Handy sei sicher. :T

Aus dem Thema hier bin ich nun raus. :T
 
Jep da sich Handy-Apps an das Rechtemodell halten müssen
Wobei man finde ich schon sagen muss das z.B. das Mikro am Handy in der Hostentasche relativ wenig aufgezeichnet bekommt im Gegenzug zu sowas wie Alexa das ja zum Glück dafür entwickelt wurde mit mehreren Mikros möglichst viel und gut im Raum zu verstehen.
Aber die Gefahr wenn das Handy mal am Tisch liegt kann die gleiche Sein - genauso gut kann Alexa und Co. recht Sicher sein gegen Angriffe.
 
@godlike: Wird über Amazon bestellt, geht nur mit prime Artikeln, ansonsten liegen die im Warenkorb und müssen noch manuell bestätigt werden. Der/die Preise werden dir von Alexa genannt, samt einer Auswahl. Steht auch in der Werbung, dass der gesamte Dialog verkürzt ist.
Oke, das macht Sinn. Danke für die Aufklärung :T
 
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  • #84
Auch die Mainstream-Presse hat sich mittlerweile zum Überwachungs-Sympathisanten avanciert und sieht etwaiges Ausspionieren als "Fehler", für den Amazon ja einfach nichts kann. Sprich: Wenn wirklich mal rauskommt, dass Amazon im großen Stil überwacht, ist die logische Erklärung einfach "es ist ein Bug" und die sind fein raus aus dem Schneider!

:

Ein realistischeres Szenario als bewusste Totalüberwachung sind versehentliche Aufnahmen. Während der Spracherkennung können Fehler passieren: Eine Begrüßung wie "Hi Alexander" könnte Amazons Alexa-Gerät aktivieren, Google Home könnte auf "okay, gut" reagieren. Dann zeichnen die Lautsprecher Geräusche und Unterhaltungen auf, die nicht für sie bestimmt sind, warnt die Verbraucherzentrale.

Auch technische Pannen kommen vor. Als Google im Oktober seinen smarten Lautsprecher Home Mini auf den Markt brachte, übertrugen die ersten Modelle jedes Wort auf Googles Server. Google reagierte schnell, deaktivierte die Touch-Funktion, die den Bug verursacht hatte, und richtete eine eigene Support-Seite ein. Insgesamt waren etwa 4000 Geräte betroffen.

Schnell reagieren und "eine eigene Support-Seite [einrichten]" reicht also aus, sauber zu programmieren oder die Wünsche von Geheimdiensten auszuschlagen ist hier nicht nötig.
 
moin.

auf gibts nen decompile für die alexa fernbedienung. da wird auch gezeigt wo das mikro steckt.

wenn man das nun ablötet sollte die fernbedienung doch noch funktionieren, oder?
 
Keine Ahnung, aber ich persönlich würde vermutlich eher bei Amazon eine Fernbedienung ohne Mikrofon kaufen. Verkauft Amazon selber für 20 Euro als Ersatzfernbedienung. Vermutlich vor allem um als Kontrast die absurden 35 Euro für ihre eigentliche Fernbedienung zu rechtfertigen.
 
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  • #88
Gäbe es nicht auch die Möglichkeit, die Assistenten per App zu stören, also z.B. via Ultraschall?

 
Zuletzt bearbeitet:
Vermutlich ja, must halt nach Dingen suchen die zwar vom System gefresen werden aber von Menschne nicht wahrgenommen werden:
psychoakustik beide Richtungen

Dadurch bedingt muss es nicht mal mechanisch unhörbar sein. Es muss ja nur gut ignoriert oder ausgeblendet werden können. Siehe Bereich Audiokompression.
 
Ich leiste meinen Beitrag und habe es durchgezogen: Wer zum ersten mal meine Wohnung betritt, der wird auf Alexa hingewiesen und gefragt, ob ich sie ausschalten soll (= Stecker ziehen).
Das sollte eigentlich die Norm sein. Ansonsten gibt es noch die Lücke eines FOSS Projektes, womit man einen Router oder sonstige Hardware neu flashen kann für einen Reliable-Smart-Home-Off-Switch".

Und wenn ja, wo bestellt der das dann? Bei Amazon? Und sind das dann zwei Bestellungen wo ich für das Müsli Versand zahle und das Mehl dann auch noch mal extra?

Mal im Ernst, das nicht immer genau zu wissen würde mich wahnsinnig machen! Dann kommt Mehl von Amazon, die Packung für 50 Cent + 4€ Versand oder so
Ja, natürlich über Amazon. Mit Prime zahlt man eh so ziemlich nie irgendwelche Versandgebühren. Bin eher so mäßig zufrieden mit Alexa, aber das sie den Bestellprozess gut hinkriegen, das traue ich denen durchaus zu.
 
@BurnerR: Sowas gibts schon: Nennt sich iptables und ist Teil des Netfilter-Paketes unter Linux.

Niemand hat gesagt, dass du allen Geräten deines Hauses Zugriff aufs Internet geben musst.
 
Alexa muss ich aber Zugriff aufs Internet geben, wenn ich möchte, dass es funktioniert.
Und wenn ich es (zeitweise) abschalten möchte bzw. Zugriff verbieten möchte, dann soll das natürlich mit einem einzelnen Befehl gehen.
Der Punkt ist, dass es im Idealfall etwas gibt, das man Cousine Karla schenken kann, die klemmt das dann vor ihren Router und kann dann mit der Fernbedienung auf "Zugriff verbieten" drücken.

Oder besser gesagt: Alexa abschalten / trennen sollte so einfach wie möglich sein und mit FOSS (sonst ist es ja sinnlos).
 
@BurnerR: Stecker ziehen ist nicht einfach?

Versteh mich nicht falsch: Mir ist klar, dass jeder mittlerweile gerne die komplexesten Dinge "einfach" haben will, aber das sind immer so Forderungen, die gerne in einem "Ich will eine F-15 fliegen, aber ohne dieses ganze Pilotengedöhns - einfach reinsitzen und das Ding soll fliegen" münden. Das ist nicht drin, bzw. in jeder Vereinfachung gehen Möglichkeiten verloren, die andere Leute dann wieder haben wollen. Bei manchen Dingen muss man einfach Know-How mitbringen. Es gibt nen Grund, warum Informatik ein großes Feld ist, und kein heimisches Gemüsebeet.
 
Kommt darauf an, wo Alexa steht bzw. wo der Stecker sich befindet.
Und wie viele Alexa du hast. Und wie groß deine Wohnung / dein Haus ist.
Und ob man darauf aufbauen vllt weitere Funktionen gerne hätte wie "Schalte Alexa unter der Woche immer von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens ab."

Ich persönlich habe drei Alexa Geräte in verschiedenen Räumen verteilt, da geht es noch. Wenn mehrere Etagen ins Spiel kommen, fängt es an, weniger Komfortabel zu werden.

Strategisch gesehen gibt es auch jenseits von Alexa Bedarf. Mit wachsender Verbreitung von Smart-Home-Stuff wird eine FOSS-Box zur einfachen regulierung immer interessanter.
 
Ja, das ist sicherlich ein Ansatz, der sehr viele Anwendungsfälle sinnvoll abdeckt.
 
eine offene Schnittstelle finde ich da aber echt keine blöde Idee.
Bei freunden hat man ja oft zugang zum W-Lan.
Wenn dort dann ein Dienst laufen würde der auf einen Abschalt-Befehl wartet - könnte man allen die keinen Bock auf Alexa und Co. haben eine App geben die sich im Lan mit dem Dienst verbindet und abschaltet - und wenn der Herr das Haus verlässt (z.B. 10min kein Abschaltbefehl kommt) schaltet sie sich wieder an.

In der Fritzbox kann man die Kindersicherung dazu verwenden Alexa für einige Zeit das Internet zu verbieten.
Ich glaube das ist auch anprogramierbar.

Vorteil hier - wenn sich das rumsprechen würde - man muss sich keine Gedanken mehr machen und kann zu 5 Freunden gehen und überall schaltet sich das ding ab wenn man das Haus betritt ;)
 
@drfuture: Also ich finde die Idee blöd, dass ich mir auf meinem Handy eine App installieren muss, die bei anderen Leuten Spionagegeräte abschaltet, sofern die mich in ihr WLAN lassen, die Spionagegeräte auch auf das Signal hören etc. Die Unwägbarkeiten sind zu groß. Aktuell sollte die Rechtslage eh so sein, dass nach Einverständnis der Aufzeichnung gefragt wird, also Opt-In, nicht Opt-Out. D. h. die Leute, welche diese Geräte in ihren Häusern haben, sind dafür verantwortlich, was diese Dinger machen, nicht ich.

Mal abgesehen davon: Eine weitere Schnittstelle muss gepflegt werden, und es gibt mit Sicherheit wieder Trottel, die ihren Router so einrichten, dass die Schnittstelle von außen horcht (und wenns nur die Gerätehersteller sind, Internet of Shit ist ja prädestiniert für so Krampf) - ein Angriff, schon gehen die Geräte nicht mehr, obwohl sie sollen, oder arbeiten, obwohl sie nicht sollen...
 
Sprachsteuerung ist die Zukunft, meint mein Schwager. Seine Frau heißt Alexa (kein Witz!) :T
 
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