Abmahnwelle U + C - technische Fragen

Mr_J

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Hallo zusammen,
da das Ganze ja in diversen Internetüortalen bereits behandelt wurde und wird, gehe ich mal davon aus dass dies hier auch scho bekannt ist.

Was mich in diesem Fall allerdigs mal wirklich interessieren würde wäre der technische Aspekt. Angeblich wurden ja die Zugriffe auf Redtube mittels einer Software protokolliert worden sein, die offenbar das anklicken von Link durch einen User auf einer fremden Website erfassen kann.

Hier jetzt die Königsfrage: Wie macht sie das?

Bei Filesharing kann ich die angewandte Technik ja durchaus noch nachvollziehen, wobei ich selbst dort hohes Potential für Begrug sehe. Aber wie soll so etwas hier funktionieren? Wie muss die NSA auf so verschlungenen Pfaden operieren wenn die Überwachung ja offenbar so leicht ist?
Wenn jemand eine Idee hat, immer raus damit, aber bisher halte ich das Ganze einfach nur für Betrug.

MfG
Mr. J
 
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Das fragen sich ja alle.

Antrag auf Erlass des Auskunftsbeschlusses schrieb:
"Das von dem Antragsteller beauftragte Unternehmen itGuards, Inc., überwacht mit der Software "GLADII 1.1.3", ob im Internet auf sogenannten Download-Portalen für Filme solche Portale ohne Zustimmung der Rechteinhaber geschützte Filmdateien zum Herunterladen anbieten und damit Rechte der Filmhersteller bzw. deren Lizenznehmer verletzen. Protokolliert wird dabei die IP-Adresse des Nutzers, welcher den Download-Link auf dem Portal betätigt, sowie der Zeitpunkt, ab dem die Datei abgerufen wird.

Die Vorgehensweise der Software beruht auf üblichen und gebräuchlichen Internet-Technologien, die von der Kanzlei Diehl & Partner in dem Gutachten vom 22. März 2013 untersucht und die Funktionsfähigkeit und Richtigkeit der Erfassung bestätigt wurden. Die Erfassungsgenauigkeit ist unabhängig von der Verwendung des vom Nutzer eingesetzten Internetbrowsers."

Ergänzend heißt es in der eidesstattlichen Versicherung: "Die Software erfasst die korrekte IP-Adresse auch bei Anhalten oder Unterbrechen des Herunterladevorgangs und Wechsel der IP-Adresse, so dass ein Vortäuschen einer IP-Adresse nicht möglich ist."

Diehl & Partner wollten sich ja nicht gegenüber den Medien äußern, wie das technisch von statten geht und ging. Man vermutet gezielt gesetzte Werbebanner...

Gruß
Baer
 
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  • #3
Da würde ich mich allerdings fragen wie man zwischen Video und Werbung korreliert. Außerdem müsste schonmal offen gelegt werden wie das Ganze funktionieren soll, müssen ja keine tiefgehenden Details sein aber grundsätzlich sollte die Funktionsweise mal erläutert werden. Interessanterweise scheint übrigens keiner der Gutachter Informatiker zu sein oder irgendwo Richtung IT-Sicherheit oder Netzwerktechnik zu liegen.
Wie aufwändig ist es wohl so ein Gutachten zu kippen? Kann man den Softwarehersteller eigentlich zu sowas zwingen wenn das Ganze vor Gericht geht? Oder eventuell sogar schon vorher?

MfG
Mr. J
 
müssen ja keine tiefgehenden Details sein aber grundsätzlich sollte die Funktionsweise mal erläutert werden

wie meinen? aber natürlich müssen die das, wenn die (gerichtlich) von mir geld wollen. hypothetisch: die haben eine IP, die mir zugeordnet wurde. nun wollen die einen 3-stelligen betrag von mir.

natürlich will ich da genau wissen, woher die meine ip haben. warum sollte ich sonst zahlen?
 
Was mich in diesem Fall allerdigs mal wirklich interessieren würde wäre der technische Aspekt.
MfG
Mr. J

Man braucht über den technischen Aspekt gar nicht lange nachgrübeln denn es geht viel einfacher mit dieser Rechnung:

Man nehme einen Cyberkriminellen Erpresser wie Urmann und seine Bande plus ein paar Internetuser die sich nicht schützen oder je was von Adblockern, VPNs, NoScript usw gehört haben und nackt im Internet surfen. Das ganze gepaart mit der krachenden Inkompetenz der deutschen Justiz ergibt dann diesen Schlamassel und eine Blamage für die Gerichte, die sich gewaschen hat. :D
 
Ist doch ganz einfach, und oben auch Beschrieben.

Die haben eine Wunder Software, die nach dem Start und eingabe einer "To Watch" HTTP Adresse alle Zugriffe darauf Erkennt & Protokolliert.
Wie das Genau Funktioniert weiß aber keine so genau !

Also Quasi wie das Sniffen eines Netzwerk Hub.

Für mich ist das alles mehr als Kurios, und ich Hoffe das diese Aktion durch Richter Gekippt wird.
Sonst wird auch für Streaming der Abmahn Wahn losbrechen.
 
Es gibt viele Möglichkeiten, wie man an die IP-Adressen gekommen sein könnte.

Das Sniffen von Browser-Anfragen halte ich für eher unwahrscheinlich, weil dafür entweder in den Netzwerkknoten an den Redtube-Servern mitgelauscht werden müsste, oder man aber (ggf. über einen längeren Zeitraum) nur bestimmte, wichtige/gut besuchte Knoten ins Visier genommen hat. Mit welcher Rechtfertigung das geschehen sein soll, kann ich nicht sagen.
Den Einsatz von Schadsoftware schließe ich persönlich aus einem logischen Grund aus: Sie hinterlässt Rückstände, bzw. kann leicht auffliegen. Dadurch würde sich das Unternehmen selbst wegen der Computersabotage strafbar machen, wenn es mit der Verbreitung von Schadsoftware in Verbindung geraten würde.

Möglicherweise wurde tatsächlich Werbung genutzt, um IP-Adressen zu sammeln. Der Referer könnte dabei Aufschluss auf urheberrechtlich geschütztes Material geben. Die falschen Abmahnungen würde ich mir in diesem Zusammenhang damit erklären, dass man auch Anfragen protokolliert hat, deren Referer gar nicht gesetzt war, um es auf gut Glück zu versuchen.
 
Die frage ist nur, ob eine Schaltung der Werbung genauso Standhaft ist, wie z.b. bei p2p die Anfrage nach einem Hash.

Was passiert, wenn jemand einen Adblocker so Umfunktioniert, dass alles Außer Werbung Gefiltert wird.
Dann Bekommt derjenige eine Abmahnung, obwohl er nichtmal Ansatzweise ein Flash Video gesehen hat.
Oder einfacher, Flash ist garnicht Aktiviert , dann Läd zwar der Werbebanner aber nicht das Video.

Genauso ist es Fragwürdig, ob soetwas Zulässig ist, denn man könnte mit diesem Verfahren einfach Links in Öffentliche Foren Posten,
und jeder der diesen Link Klickt wird Abgemahnt !!
Nach dem Motto <Klick mich um zu Spenden>

Das Perfekte Weihnachtsgeld.
 
das geht doch schon arg in die vermutete ecke:

ntv berichtet das unter umständen schadsoftware einen entsprechenden stream aufgerufen und gleichzeitig fleissig protokolliert hat, oder eine fakeseite youporn.n e-t, welche auf das original weiterleitet und vorher schön zugriffe protokolliert hat und beruft sich da auf angaben und beobachtungen von udo vetter, christian solmecke und betroffenen. wäre zumindest für mich nicht so ganz überrasschend, sollte sich das bewahrheiten. sollen die nur so weitermachen, ich glaube ja noch an natürliche auslese.
 
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Interessante Beobachtung am Rande: Die Webseite von itguards.net verfügt auch über ein welches "geringfügig von der eigentlichen Seite abweicht. :confused:

MfG
Mr. J
 
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Wär ein gutes neues Geschäftsmodell für Internetkriminelle, wenn das mit den Abmahnungen von Erfolg gekrönt wird.
Kriminelle hacken sich in Streaminganbieter, ziehen dort die Daten und verscherbeln sie dann an die Abmahnindustrie. Der deutsche Staat hats ja schon vorgemacht, wie lukrativ Datenhehlerei sein kann.
 
Das "Dumme" an der ganzen Nummer ist halt auch noch, dass viele der Abgemahnte in diesem Fall aus Scham eher zahlen als bei einem Musik-Titel zB.
Finde ich völlig lächerlich. Kratz mich persönlich doch NULL ob irgendjemand erfährt das ich auf RedTube war. Wo leben wir denn?
Aber es gibt halt immer noch viele Leute, die das anders empfinden.

Ich finde es fast schon "schade" das ich nicht abgemahnt wurde. Das hätte einen gewissen Unterhaltungswert für mich. :D
Tja...aber seit ich VPN fest im Router konfiguriert habe, bin ich leider aus solchen Nummern raus.
 
RedTube: So kommen Abmahn-Anwälte an die IP-Adressen

Der Trick besteht darin, dass diese Abmahn-Mafiosi über eine zweite (unverdächtige) Firma auf den Streaming-Portalen Werbebanner schalten.

Die User sind gezwungen diese Banner anzuclicken, um die Sicht auf ein bestimmtes Video freizuschalten.

Alle "Kunden", die auf ein solches Banner geclickt haben, werden nun auf die Seite des "Werbepartners" umgeleitet, der so alle IP-Adressen von Usern bekommt, die ein bestimmtes urheberrechtlich geschütztes Porno-Video anschauen wollten !

Außer der Abmahn-Mafia gibt es hier nur Verlierer:

- RedTube, die (vermutlich ohne es zu ahnen), ihre Kunden ans Messer liefern
- verarschte deutsche Gerichte, die denken es handele sich hier um Filesharing
- die abgemahnten User, die nun aus Angst Zahlungen für >legales< Streaming leisten

Gruß - Leo

Und die Moral von der Geschicht' - nutze Streaming ohne VPN & Proxy nicht !
 
Re: RedTube: So kommen Abmahn-Anwälte an die IP-Adressen

Wer heute noch ohne Noscript surft, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. :coffee:
 
Re: RedTube: So kommen Abmahn-Anwälte an die IP-Adressen

So eine Abmahnung wegen eines Streams wandert bei mir sowieso direkt in den Mülleimer :D

Dennoch fragte ich mich auch wie die an die IPs gekommen sind, sehr interessant...

Obwohl das klicken auf die Werbung ja nicht bedeutet das man den Stream auch geschaut hat, naja ist sowieso alles eine riesiger Kindergarten und absolut lächerlich das Gerichte sich überhaupt damit beschäftigen...
 
Re: RedTube: So kommen Abmahn-Anwälte an die IP-Adressen

Sprich der Abmahner verlinkt selber auf ein illegales Angebot? Das ist doch auch Strafbar bzw. zumindest vor Gericht einen Haufen Kehricht wert :coffee: Außerdem bedeutet es ja nicht gleichzeitig das ich dann den Stream auch tatsächlich genutzt habe. Viellicht hat mich die Reue gepackt und ich hab die Seite schnurstracks wieder verlassen :D
 
Re: RedTube: So kommen Abmahn-Anwälte an die IP-Adressen

Ich für meinen Teil gehe nur auf die Pr0n-Seiten um die spannende Werbung anzuklicken. Wer guckt sich schon die doofen Videos nach der Werbung an? :unknown:
 
Re: RedTube: So kommen Abmahn-Anwälte an die IP-Adressen

Dazu interessante Videos von SemperVideo:

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:D

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Das war mein Lieblingsporno..
 
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