A Aa: Student beim Facebook-Livestream im Kino erwischt


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In Muvico Rosemont, Chicago wurde am Donnerstag ein Student verhaftet, weil er über Facebook den Stream der Premiere des Kinofilms „A Aa“ verbreitet hat. Mitarbeiter einer Antipiraterie-Einheit waren auf die Übertragung aufmerksam geworden. Nach der Löschung des Facebook-Streams wurde die Geschäftsleitung des Kinos und schließlich die Polizei informiert, die den Mann auf frischer Tat ertappte.

Der verhaftete Campripper ist Student an der Valparaiso University, die nur eine Autostunde von Chicago entfernt liegt. Er besuchte am Donnerstag in Muvico Rosemont (Chicago) die Premiere der indischen Romantik-Komödie „ “. Mehr als 13.000 Kilometer entfernt bemerkten Mitarbeiter der Antipiraterie-Einheit von Bluesky Cinemas die unerlaubte Ausstrahlung des Kinofilms. Jemand hatte ihnen einen Tipp gegeben.

Der Rechteinhaber Bluesky Cinemas sorgte schon nach wenigen Minuten für eine Deaktivierung des Facebook-Streams und informierte die Leitung des Kinos. Das Kino-Management rief die örtliche Polizei, die den jungen Mann auf frischer Tat ertappte. Seine Aufnahmen, sofern bei seinem Live-Stream überhaupt welche erstellt wurden, hat man augenblicklich gelöscht.

Der Student wird in der quasi als Cyberkrimineller bezeichnet. Wahrscheinlich, um Nachahmer abzuschrecken:

Recording and sharing unauthorized video in social media is also a part of cybercrime. We request especially students in USA not to involve these kind of issues and get into trouble yourself. Anti-Piracy team is actively working on it trace any kind of illegal activities. (…) Please watch on big screens and stay away from piracy.“



Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
Über die Qualität eines Camrips und ob das damit verbundene Risiko für den Ripper das Ganze wirklich rechtfertigt, kann man sicher streiten. Aber ein Livestream? Finde ich schon ziemlich dämlich, ehrlich gesagt.
 
Hach ja, das kann noch was werden mit den neuen FB-Livestreams... Dann senden sie illegal Kino live, Konzerte live, Klogang live... oder eben Sex unter Schülern live :unknown:
 
Es stellt sich allerdings die Frage, ob und welche Rechte damit verletzt wurden. Eventuell Copyright-Rechte, die allerdings nur der Rechteinhaber, nicht jedoch das Kino, geltend machen könnte. Das dürfte jedoch nur zivilrechtliche Konsequenzen für den jungen Mann haben, nicht jedoch strafrechtliche, sofern es im US-Recht eine entsprechende Unterscheidung gibt. Gegenüber dem Kino hat er wohl nur gegen die Hausordnung verstoßen, was ebenfalls nicht unmittelbar einen Polizei-Einsatz rechtfertigt. Hier hätte ein einfacher Rauswurf ausgereicht.

Viel interessanter finde ich jedoch, dass die Mobilfunk-Verbindung wohl ausgereicht haben muss um einen live Stream durchzuführen. In Deutschland wäre es mangels passender Mobilfunktarife wohl nie dazu gekommen. Abgesehen davon muss die Qualität doch lausig gewesen sein.
 
wow, es sollte einen DAU-Award geben für sowas...
 
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