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Thema: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

  1. #1
    offizielles GEZ-Haustier Avatar von Pleitgengeier
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    Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Da BR-Scan(-1) (linux-Treiberpaket für sehr alte Brother-Scanner) nach wie vor nicht mit USB3 kompatibel ist, aktuelle Mainboards keine USB2-Schnittstellen mehr haben und vermutlich auch niemand Entwicklungszeit in >10 Jahre alte Geräte stecken wird:

    Ich suche einen Scanner mit folgenden Eigenschaften:
    • Linux-Kompatibel
    • W-Lan wäre sehr gut
    • bis zu A4 reicht völlig


    Nach einer kurzen Suche bei Geizhals.de entstand bei mir der Eindruck, dass es einfache Flachbettscanner offenbar schlicht nicht mehr gibt.

    Da es deshalb vermutlich eine Scanner-/Drucker-Kombination wird, hätte ich gerne folgende Eigenschaften für den Drucker:
    • Farbdrucker
    • A4 reicht
    • Günstige Tinte - entweder (gut funktionierender!) Nachbau oder von Haus aus günstig (zB Brother hatte das was mit Tanks ohne Elektronik vor vielen Jahren...)


    Das soll natürlich keine Aufforderung sein für mich das Netz abzugrasen, aber vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrungen mit einem Gerät, dass da passen würde
    Geändert von Pleitgengeier (26.12.19 um 18:56 Uhr)
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  2. #2

    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Wenn dein aktueller Drucker/Scanner keine Lan-Schnittstelle hat und keine USB-Treiber verfügbar sind, dann nimm doch einen Brother-MFC-Drucker mit FTP oder Mail-Support und (W)LAN-Schnittstelle, dann bist du unabhängig vom Betriebssystem was den Scanner angeht und brauchst wegen dem eingebauten Printserver keine USB-Treiber.

    Per vorab hinterlegten Profilen am Drucker kannst du dann beim Scannen direkt auswählen wo/wie es hin gespeicherten werden soll. Am besten schaust du immer vorher welche Alternativ-Farbe für das Model verfügbar ist und wie diese nachgefüllt werden kann, ich selbst beziehe meine Farbe oft von octopus-office, will jetzt aber keine Werbung machen, dort gibt es aber oft auch Videos zum Nachfüllen für verschiedene Modelle.

    Die Brother-Drucker selbst lassen sich fast alle per CUPS über das Netzwerk einbinden. Am besten schaust du im Support-Portal bei Brother welche Treiber für Linux zur Verfügung stehen, dort gibt es auch immer gute Tipps.

    Ich meine auch, dass ich vor Jahren auch den Scanner vom 7840W direkt über Linux ansteuern konnte mit Sane, Treiber für den Scanner und Drucker fand ich dort auch im Brother-Support-Portal. Zum Support von Brother hatte ich vor Jahren auch schon Kontakt, diese halfen mir sogar bei Fragen zu Linux weiter und gaben mir sogar Tipps wie ich den Tintenfüllstand für ein Monitoring per Nagios auslesen kann, obwohl dies nicht offiziell supported wurde, daher ist mir der Support auch in guter Erinnerung geblieben.

    Bei mir in der Firma setzen wir diese Drucker seit teilweise >6? Jahren ein:
    Inkjet-A3:
    mfc-5890cn, das Papierfach kann einfach ausgestreckt werden, dann kann man bis zu A3 drucken und es hatte keine Chips an den Patronen. Mittlerweile habe ich dort öfters mal einen Papierstau auf der Rückseite, aber nach so vielen Jahren, darf das auch mal sein, ist wahrscheinlich nur verdreckt.

    Laser-A4-SW, kommt für dich daher nicht in Frage: mfc7840W und mfc-L2740DW. Ähnliche Drucker gibt es aber auch mit Farbe und sogar ADF und bei manchen auch mit Duplex-Einheit, wenn es komfortabler sein soll. Klick dich auf der Brother-Seite doch einfach mal durch den Konfigurator, und schau was in deinem Budget liegt.

    Den Inkjet-A3 hatte ich damals relativ günstig bei Amazon für ~99€ bekommen, der hat zwar keine Duplex-Einheit, und es fehlen ein paar Funktionen welche nur bei den anderen Modellen dabei sind, wie z.B. der Webserver, (FTP und Mailfunktion, kann ich aber gerade nicht mehr sagen ob es dabei ist, da müsstest du mal ins Handbuch schauen). Dort konnte ich aber auch günstige Alternativ-Tinte über mit Spritzen befüllbaren seperate Fill-In-Patronen verwenden, geht ohne Sauerei, wenn man nicht gerade die Flasche mit der Farbe umkippt . Macht sehr gute Foto-Drucke, sogar bis zu A3, ist aber nicht für großes Druckvolumen. Wir drucken damit immer unsere Angebots-Preisschilder, habe damals kurz nach dem Kauf direkt alternativ-Farbe bestellt, 4*500ml, diese reicht uns bis heute noch.
    Laser gibt ein bisschen mehr Sauerei durch den feinen Tonerstaub, wenn du diese selbst befüllen willst, daher nur mit Maske und Handschuhen und viel Vorsicht arbeiten.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier

  3. #3
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Scanner
    Ich hatte mir mal vor langer Zeit einen Canon Lide 200 für unter 30€ bei Ebay geschossen. Den hab an meine NAS angeschlossen, den Sane-Treiber installiert und hab jetzt einen Netzwerkscanner, d.h. ich kann von jedem Rechner im Netz aus das Ding benutzen. Tut seinen Job 1a ohne Murren und Probleme. Ich glaub, das Ding war deswegen so billig, weil zu diesem Zeitpunkt gerade Win10 rauskam und Canon dafür keinen Treiber zur Verfügung stellte.

    Bei der Suche bin ich damals nach der Sane-Liste vorgegangen, d.h. nur Geräte, die darin auch als voll kompatibel gelistet waren.

    Drucker
    Brother würde ich vermutlich eher nicht empfehlen. Mein Vater hat einen Brother HL-2135w. Ist zwar toll, dass Brother selbst Linux-Treiber dafür zur Verfügung stellt. Das Problem ist dasselbe wie bei meinem Samsung CLP-315w: Die vom Hersteller zur Verfügung gestellten Treiber sind Binärtreiber, die oft auch noch irgendwelche Wrapper und Filter mit installieren. Das funktioniert ganz toll bei der Erstinstallation. Ist der Drucker dann aber mal älter und die gcc-Runtime nicht mehr kompatibel, dann artet das Ganze bei einem Cups-Update schnell in Gefrickel aus. Bei meinem Samsung ist das so ein Scheiß-Gebastel. Aktuell funktionieren da nur noch die Splix-Treiber mit Color-Profilen der Originaltreiber. Deswegen wird mein nächster Drucker einer, bei dem der Treiber als reine PPD-Datei vorliegt.

    Gute Erfahrungen hab ich mit HPLip gemacht. Über das Ding funktioniert eine Menge.

    Grundsätzliches Vorgehen bei der Suche
    1. Sich für Laserdrucker (Tintenpisser will man seit 15 Jahren nicht mehr, außer man druckt jeden Tag Fotos) und Netzwerkdrucker (kein USB) entscheiden.
    2. Drucker konfigurieren.
    3. Treiberunterstützung suchen: Drucker + Scanner
    4. Per Google nach Macken und Problemen suchen.
    5. Per Google rausfinden, ob Herstellerzwang für den Toner besteht, oder ob auch Noname-Toner verwendet werden können. Generell Druckkosten vergleichen.
    6. Wenn alle Punkte und Preis ok, dann kaufen, sonst wieder mit Punkt 2 beginnen.


    Ein Budget hast du jetzt nicht genannt. Ich hab bei Druckerchannel einfach mal ein paar Kriterien reingeschmissen, die mir jetzt wichtig erschienen wären. Vermutlich hätte ich aus der Liste erst mal mit einem HP, z.B. den MFP M377dw angefangen zu suchen. Der wird anscheinend über die HPLIP ganz gut unterstützt (2). Allerdings sind manche Amazon-Rezensionen nicht so prickelnd.

    Thema Fotos
    Wenn wir mal viele Fotos zum Drucken haben, dann lad ich die bei Pixum.de hoch. 2 Tage später hat man dann die Fotos im Briefkasten.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier
    Geändert von musv (27.12.19 um 08:46 Uhr)

  4. #4
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    Avatar von Pleitgengeier
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Zitat Zitat von musv Beitrag anzeigen
    Scanner
    Ich hatte mir mal vor langer Zeit einen Canon Lide 200 für unter 30€ bei Ebay geschossen. Den hab an meine NAS angeschlossen, den Sane-Treiber installiert und hab jetzt einen Netzwerkscanner, d.h. ich kann von jedem Rechner im Netz aus das Ding benutzen.
    Hat dein NAS eine x86-CPU?

    Ich hatte nämlich auch die Idee, einen RPI2 als Print/Scan-Server zu benutzen, nur gibt es die Treiber von Brother nur für x86 und amd64

    Bezgülich Laser vs Tinte: Es sind zwei uralte Drucker vorhanden, ein SW-Laser und ein Tintenstrahl.
    Beide haben einen integrierten Scanner und beide haben das gleiche Problem mit Sane und USB3, während das Drucken mit beiden wunderbar funktioniert.
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  5. #5
    Ficken & Schläge Avatar von Hank Moody
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Ich bin mit dem Brother MFC-L2710DW sehr zufrieden und hier im Büro laufen die auch mit Linux problemlos.

    Gibt's auch ohne WLAN als Brother MFC-L2710DN.
    I probably won't go down in history, but I will go down on your sister.
    - Hank Moody

  6. #6
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    Avatar von Pleitgengeier
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Zitat Zitat von Hank Moody Beitrag anzeigen
    und hier im Büro laufen die auch mit Linux problemlos.
    Die Frage ist nur wie lange...
    Die beiden hier liefen auch Problemlos bis PCs ins Haus kamen die nur USB3 haben.

    Andererseits ist das vielleicht auch Jammern auf hohem Niveau. Es gibt auch zig Geräte die schon für das nächste Windows keine Treiber erhalten
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  7. #7
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Zitat Zitat von Pleitgengeier Beitrag anzeigen
    Hat dein NAS eine x86-CPU?
    Nein, ist ARM. Deswegen betonte ich ja die Open-Source-Treiber sowohl bei Sane als auch bei Cups.

    Für meinen Samsung-Drucker hatte ich ebenfalls auf der NAS testweise einen CUPS-Printserver eingerichtet. Hat zwar funktioniert, aber wegen des notwendigen Wrappers dauerte dann jeder Druckvorgang 20 min. Der Treiber konvertiert Postscript in die Samsung Printing Language. Und das ist einfach nur Mist.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier

  8. #8
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    Avatar von Pleitgengeier
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Zitat Zitat von musv Beitrag anzeigen
    Nein, ist ARM. Deswegen betonte ich ja die Open-Source-Treiber sowohl bei Sane als auch bei Cups.
    Danach habe ich auch hoffnungsvoll gesucht und für CUPS auch gefunden.

    Aber wo zur Hölle findet man Open Source SANE-treiber?
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  9. #9
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    Zitat Zitat von Pleitgengeier Beitrag anzeigen
    Aber wo zur Hölle findet man Open Source SANE-treiber?
    Sind je nach Scanner im Sane enthalten. Da muss nichts extra installiert werden.

    Bin gerade im Urlaub (Mauritius). Wenn ich wieder zu Hause bin, kann ich ja mal meine Installation hier reinschreiben.

  10. #10
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    Re: Linux-Kompatibler Scanner oder Scanner/Drucker-Kombination

    So, bin wieder im Lande. Hier mal meine Sane-Konfiguration. Ich verwende Gentoo. Eventuell können die Paketnamen in anderen Distris abweichen.

    Hardware


    Der Scanner wird an den USB-Port der NAS angestöpselt.

    NAS + sämtliche Rechner im Netz, die scannen dürfen
    Paket sane-backends installieren

    /etc/sane.d/dll.conf
    Code:
    net
    genesys
    Hier könnte man auch alle Treiber stehen lassen. Aber so wird der Scanner schneller gefunden. Genesys ist der Treiber für meinen Lide200.

    NAS
    Scanner im Netz freigeben
    /etc/sane.d/saned.conf
    Code:
    localhost
    192.168.1.0/24
    /etc/systemd/system/saned@.service
    Code:
    [Unit]
    Description=Scanner Service
    Requires=saned.socket
    
    [Service]
    User=saned
    Group=scanner
    ExecStart=/usr/sbin/saned
    StandardInput=socket
    StandardError=syslog

    /etc/systemd/system/saned.socket
    Code:
    [Unit]
    Description=saned incoming socket
    
    [Socket]
    ListenStream=0.0.0.0:6566
    Accept=yes
    
    [Install]
    WantedBy=sockets.target
    Socketlistener starten + aktivieren
    Code:
    systemctl start saned.socket
    systemctl enable saned.socket
    Clientrechner
    /etc/sane.d/net.conf
    Code:
    nas
    Mit dieser Config kann ich sowohl von meinem Desktoprechner als auch von meinem Notebook aus über Gimp/XSane auf den Scanner so zugreifen, als würde der lokal am jeweiligen Rechner hängen. Dazu benötigt man aber halt einen Scanner, der nativ von Sane unterstützt wird - also keinen Binary-Treiber.

    Drucken ist ebenfalls so ähnlich realisierbar. Aber auch hier ist es wichtig, dass als Treiber nur eine PPD-Datei für Cups notwendig ist und kein Binary-Treiber, Wrapper oder Filter zum Einsatz kommt. Damit fallen dann aus der Kaufentscheidung viele Drucker, u.a. Samsung, aber auch diverse Brother-Modelle raus.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier

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