150 Filmemacher und Fotojournalisten fordern verschlüsselte Kameras


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Die gemeinnützige Stiftung zur Stärkung der Presse- und der Meinungsfreiheit „Freedom of the Press Foundation“ (USA) fordert gemeinsam mit 150 Filmproduzenten und Fotojournalisten Kamerahersteller , Verschlüsselungstechnologie in Kameras zu implementieren. Und das ist auch zwingend notwendig.



Ein verschlüsseltes Smartphone gehört für viele investigative Journalisten zur Standardausrüstung. Doch professionelle Bildaufnahmen basieren nicht auf einem schnellen Schnappschuss mit dem Smartphone, sondern auf hochwertigen Kameras. Im Fall von konfliktreichen Situationen liegen die relevanten Informationen also in der Kamera – unverschlüsselt vor.

Aufgrund dessen fordert die „ “ gemeinsam mit über 150 Filmproduzenten und Fotojournalisten Kamerahersteller in einem dazu auf, Verschlüsselungstechnologie in Kameras zu implementieren. Die Nichtregierungsorganisation aus San Francisco (USA) widmet sich seit rund fünf Jahren dem Schutz der Presse- und der Meinungsfreiheit, insbesondere in solchen Ländern, wo die von den Medien verbreiteten Inhalte von der jeweiligen Regierungen bestimmt werden. Auch der Whistleblower Edward Snowden rief per Twitter dazu auf, bei den Kameras künftig für mehr Sicherheit und Intimität zu sorgen:

Help us make the world safer for journalism. Spread the word:
— Edward Snowden (@Snowden)




[h=3]Kein kommerzieller Herstellter verschlüsselt – mit gravierenden Folgen[/h]Für kein Gerät der führenden Kameraherstellter, wie Sony, Nikon, Canon, Olympus oder Fuji, ist derzeit eine Geräteverschlüsselung möglich – ein Fehler mit gravierenden Folgen. Ist eine Kamera nicht verschlüsselt, könnten Polizei, Militär oder Grenzbeamte das Bild- und Videomaterial kontrollieren, verdächtige Personen identifizieren und die Geräte gegebenenfalls beschlagnahmen. Die Freedom of The Press Foundation erläutert die Hintergründe in ihrer Aufforderung an die Hersteller:

Wir arbeiten an einigen der gefährlichsten Orten der Welt, versuchen oft im Namen der Gerechtigkeit Unrecht aufzudecken. Zahllose Male und auf der ganzen Welt wurde das Bildmaterial von Filmproduzenten und Fotojournalisten von autoritären Regierungen oder Kriminellen beschlagnahmt. Weil der Inhalt ihrer Kameras nicht verschlüsselt ist oder nicht verschlüsselt werden kann, kann das Bildmaterial, sobald es einmal aufgenommen wurde, nicht geschützt werden. Das gefährdet uns, unsere Quellen und unsere Arbeit.“

Quelle: ,


Autor: Marcel
 
Ich versteh das nicht so ganz.
Was genau ist das Problem?
Eine Verschlüsselte Kamera wird genau so konifiziert wie eine normale.
Verschlüsselte Bilder kann man immer noch löschen.

Natürlich werden sie einen Grund dafür haben - aber der erschließt sich mir noch nicht so ganz :unknown:
 
Raff ich auch nicht. Dann kassieren die eben die kompletten SDkarten oder hauen mit dem Knüppel auf die DSLR. Dann lieber die unverschlüsselte Speicherkarte in den Arsch stecken oder so :D
 
@keinbenutzername: ja. Und was bringen einem Journalisten die schockierenden Bilder der Wahrheit, super geheim verschlüsselt, wenn sie einem weggenommen werden? Die, die einem die Daten wegnehmen, wissen doch eh was da drauf ist. Denen reicht es wenn diese nicht an die Öffentlichkeit geraten.
 
hast du denn den opener gelesen und verstanden?

Wir arbeiten an einigen der gefährlichsten Orten der Welt, versuchen oft im Namen der Gerechtigkeit Unrecht aufzudecken. Zahllose Male und auf der ganzen Welt wurde das Bildmaterial von Filmproduzenten und Fotojournalisten von autoritären Regierungen oder Kriminellen beschlagnahmt. Weil der Inhalt ihrer Kameras nicht verschlüsselt ist oder nicht verschlüsselt werden kann, kann das Bildmaterial, sobald es einmal aufgenommen wurde, nicht geschützt werden. Das gefährdet uns, unsere Quellen und unsere Arbeit.

wie kommst du darauf das es "denen" (wer sind "die" denn pauschal deiner Meinung nach?) reicht wenn das Material gelöscht wird?
Noch nie davon gehört das es mal Informanten und Verrätern an den Kragen ging?

Übrigens, mein post enthielt jetzt bestimmt einige eher rhetorische Fragen...
 
Wir arbeiten an einigen der gefährlichsten Orten der Welt, versuchen oft im Namen der Gerechtigkeit Unrecht aufzudecken. Zahllose Male und auf der ganzen Welt wurde das Bildmaterial von Filmproduzenten und Fotojournalisten von autoritären Regierungen oder Kriminellen beschlagnahmt. Weil der Inhalt ihrer Kameras nicht verschlüsselt ist oder nicht verschlüsselt werden kann, kann das Bildmaterial, sobald es einmal aufgenommen wurde, nicht geschützt werden. Das gefährdet uns, unsere Quellen und unsere Arbeit.“



Geh mal in ein Land, das keine Demokratie hat.

// Überschneidung​
 
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