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Thema: Drogenpolitik

  1. #51
    Mitglied

    (Threadstarter)

    Avatar von saddy
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    Re: Drogenpolitik

    Zumindest ein Rauschmittel, obs per Definition Droge ist weiß ich nicht.

  2. #52
    Schwarzhut

    Re: Drogenpolitik

    Alles verbieten

  3. #53

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Endstille Beitrag anzeigen
    Seit wann kommt man von Alkohol zu Halluzinationen? Eine eingeschränkte Wahrnehmung mehr ist aber nicht drin.
    Zitat Zitat von Endstille Beitrag anzeigen
    Das Problem mit Drogen ist außerdem die Möglichkeit für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen. Wie sieht es aus darf ich Leute köpfen weil ich auf einem LSD-Trip war und dachte sie wollten mich töten? Ja komplett unzurechnungsfähig, toll!
    Deshalb? Ich behaupte mal Alkohol macht aggressiver und führt zu mehr unglücken als jemand der auf LSD ist und Marsmenschen sieht.
    Das zweite Zitat gilt genauso für Alkohol. Nur weil ich was auch immer genommen habe, kann ich mich nicht einfacher meiner Verantwortung entbinden.

    Trotzdem ist die Prohibition gescheitert, wieso? Das gelernte könnte genauso auf andere Drogen angewandt werden.

  4. #54
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Lokbob Beitrag anzeigen
    Trotzdem ist die Prohibition gescheitert
    Das kann man so nicht sagen. Erinnerst Du Dich noch an John F. Kennedy und seinen Bruder und den ganzen Kennedy-Clan, politisch einflussreicher Geldadel von der Ostküste?

    Großpapa Kennedy hatte den Grundstock für das Vermögen als Schwarzbrenner und Schwarzhändler während der Prohibition erworben. In der Illegalität kristallisieren sich die durchsetzungsfähigen und tatkräftigen Unternehmertypen von echten Schrot und Korn heraus, Leute, die nicht dauernd mit dem Handelsgesetzbuch und dem Strafgesetzbuch unterm Arm herumlaufen. Und die werden gebraucht.

  5. #55
    gelöschter Benutzer

    Re: Drogenpolitik

    ein vergleich zwischen alkohol und anderen drogen kann im grunde nie wirklich gemacht werden. zum essen trinkt man ein glas wein, nicht mehr und nicht weniger. aber welcher heroinabhängige spritzt sich nur einen viertel schuss, oder welcher kiffer baut sich einen joint und nimmt nur einen zug? das gibt es nicht.

    bei den momentan illegalen drogen wird die menge über die wirkung definiert. man nimmt keine mengen zu sich, die keine oder nur wenig wirkung zeigen.

    die behauptung, dass sich die beschaffungskriminalität dadurch abschaffen liesse, halte ich für unlogisch. welcher heroin- oder crackabhängige kann denn normal jeden tag seiner arbeit nachgehen, um das geld dafür zu verdienen?

    und darf ein chirurg heroin nehmen? wie lange nach der einnahme darf er wieder operieren? wie lange muss der letzte schuss her sein? wann darf ein autofahrer wieder auf die strasse mit seinem fahrzeug nachdem er sich einen schuss gesetzt hat? dürfen lehrer dann crack rauchen als pädagogen? diese liste kann man problemlos fortführen und auch mit der legalisierung würde sich eine sache nie ändern. alkohol und zigaretten sind gesellschaftsfähig, das werden illegale drogen niemals sein.

    und wer dennoch meint, dass er davon überzeugt ist, kann am montag mal seinem chef erzählen wie geil es war, sich am wochenende erstmal schön nen schuss heroin zum entspannen gegönnt zu haben.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Ruby

  6. #56
    life is a roofie circle Avatar von Malfunctioning Eddie
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    Re: Drogenpolitik

    @Palatinum:
    Schlaf erstmal ne Runde oder erzähl deinem Chef wie es war Sonntag um 2:50 ngb mit deinen Listen zu beglücken die ja nur richtig sein können weil du sie ewig weit fortsetzen kannst und Lehrer kein Crack rauchen und alkoholismus gesellschaftsfähig ist....
    Jenny Towler ward gefunden.
    Mit'nem Messer in der Brust
    Und am Kai geht Mackie Messer
    Der von allem nichts gewusst.

  7. #57
    gelöschter Benutzer

    Re: Drogenpolitik

    tut mir leid, gegen deine argumentation komme ich natürlich nicht an. da sie vom inhalt und begründung so hervorragend waren, zitiere ich deine posts sehr gerne nochmal:

    Alles legalisieren, soll Gott selbst aussortieren....
    Auch ich werd mich vorm Robo-Teufel für die ein oder andere Dosis extra Strom verantworten müssen ...
    noch was?

  8. #58
    střelec

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    Avatar von War-10-ck
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    Re: Drogenpolitik

    Danke Palatinum für die gute Ausführung!
    Da mir hier scheinbar keiner derjenigen die für eine Legalisierung sind erklären kann wie soetwas auszusehen hat werfe ich euch einfach mal vor, dass ihr wenigstens eine Regulierung nach Alter und Menge vornehmen wollen würdet?!
    Damit liese sich die Beschaffungskriminalität jedoch auch nicht verhindern. Wer seine Monatliche Dosis gekauft hat und mehr will bekommts auf dem Schwarzmarkt. Genauso die Jugentlichen, die es noch nicht legal kaufen dürfen. Wie dagegen vorgehen?

  9. #59
    Ein Herz für Katzen Avatar von titus_shg
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Das Argument ist: Trotz Verbot wird die Handlung ausgeführt. Also sollte die Handlung erlaubt werden, denn die vorher verbotene Handlung wird durch die Legalisierung nicht häufiger Auftreten. Allerdings wird damit der kriminelle "Überbau" entfernt.
    Es geht um (verbotene) Handlungen ohne Fremdgefährdung. Das ist bei Mord und Totschlag ja wohl kaum gegeben, bei opferlosen Delikten wie BtM-Erwerb-/Besitz hingegen schon.

    Wer Drogen kauft oder besitzt, gefährdet/schädigt keinen Dritten, allerhöchstens sich selbst, wenn er sie denn konsumiert. Daher ist auch nicht einzusehen, dass das verboten ist.

    Die Einzigen, die vom pauschalen Drogenverbot profitieren, sind die Hersteller und Lieferanten auf dem Schwarzmarkt, und auch Politik und Polizei, weil der "Kampf gegen Drogen" immer wieder als bewährtes Argument benutzt werden kann, um Bürgerrechte einzuschränken und Polizeibefugnisse auszuweiten.
    Und die Polizei kann nahezu jede Unverhältnismäsigkeit (bspw. bei Durchsuchungen von Personen und Autos) damit begründen, es hätte ja ein "Drogenverdacht" bestanden.

    Irgendeiner ominösen "Volksgesundheit" hingegen nützt das Drogenverbot allerdings gar nix. Hier verschlimmert es noch die Lage der (gefährdeten) Konsumenten, die von der drohenden Strafverfolgung eher davon abgehalten werden, frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen.

    Ausserdem kostet der "Kampf gegen Drogen" jedes Jahr Milliarden an sinnlos verballerten Steuergeldern, ohne aber überhaupt irgendwelche Resultate und Erfolge zu bringen, die das rechtfertigen würden.

    Also weg mit dem Pauschalverbot und hin zu einem staatlich kontrollierten Abgabe- und Lizenzsystem.

    MfG Andy

  10. #60
    střelec

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    Avatar von War-10-ck
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    Re: Drogenpolitik

    Wer Drogen nimmt nimmt in Kauf, dass er andere im Rausch gefährdet. Nicht das gleiche wie "Mord und Totschlag" aber auch nicht total abwegig dort Vergleiche zu ziehen.

    Die Polizei kann genauso jede Unverhältnismäßigkeit mit Verdacht auf illegalen Waffenbesitz begründen. Also ebenso kein realitätsnahes Argument.

    Edit: Es gibt kein Pauschalverbot: Alkohol und Zigaretten sind ja auch erlaubt.

  11. #61
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Da mir hier scheinbar keiner derjenigen die für eine Legalisierung sind erklären kann wie soetwas auszusehen hat werfe ich euch einfach mal vor, dass ihr wenigstens eine Regulierung nach Alter und Menge vornehmen wollen würdet?!
    Ist doch kein Problem.

    Grundsatz: Drogen müssen so billig und leicht erhältlich sein, dass Beschaffungskriminalität seitens der Konsumenten und organisierte Kriminalität seitens der Hersteller und Vertreiber entfallen. Also:

    Altersbeschränkung wie bei Alkohol und Zigaretten. Zwar ein Hindernis, aber nicht so hoch, dass man das Zeug zum vierfachen Preis auf dem Schwarzmarkt kauft. Unrentabel für Kriminelle. Mengenbegrenzung: Keine.

    Werden jetzt die Regale gestürmt? Halte ich für unwahrscheinlich. Drogen gibt es nun mal. Die Menschen werden lernen, auch ohne drakonische Verbote mit ihnen zu leben. Beim Alkohol haben sie es mehr oder minder gut ja auch geschafft.

    Alkohol wird von den Gegnern freien Handels mit Drogen grotesk verniedlicht. Als Suchtmittel ist er ein tückisches Gift, das den Charakter verändert und am Ende zum Hirntod führt. Deshalb wird australischem Bier per Gesetzt eine Gegengift, nämlich Tiamin, beigemischt.

    Die Legalisierung von Herstellung und Vertrieb der Drogen ist durch Kriminalisierung ihres Missbrauchs zu begleiten. Wer vollgedröhnt in freier Wildbahn erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. An öffentlichen Orten ist der Konsum verboten. Wer im Lokal mit Pillen in der Tasche erwischt wird, muss zahlen. Zugleich werden Aufklärung über Drogenmissbrauch und dessen gesellschaftliche Ächtung forciert.

    Was erreicht man damit neben der Austrockung der organisierten Kriminalität und der der Beschaffungskriminalität? Man unterbindet die Auswegslosigkeit einer typischen Drogenkarriere: Jemand hat Probleme, seine Droge ist die Lösung. Aber jetzt hat er noch mehr Probleme: Wie an das Geld kommen, das die Drogen kosten? Lösung Beschaffungskriminalität. Wieder ein Problem mehr, und keine Chance, da jemals wieder raus zu kommen. Wenn er an die vielen Straftaten denkt, die er schon auf dem Kerbholz hat, und an die vielen Jahre Knast, die sie ihm einbringen werden, braucht er gleich eine doppelte Drogenration. Und irgendwann liegt er dann tot in einer Ecke.

    Ob das klappt? Hellseher ist keiner. Also ausprobieren!!!!!!!


    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Wer Drogen nimmt nimmt in Kauf, dass er andere im Rausch gefährdet.
    Du machst Witze? Wer ein Auto kauft, tut das auch.

  12. #62
    střelec

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    Avatar von War-10-ck
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Nero Beitrag anzeigen
    Du machst Witze? Wer ein Auto kauft, tut das auch.
    Zu deinen übrigen Aussagen nehm ich mal nicht weiter stellung. Ist zwar nicht ganz meine Meinung, kann man so aber auch nichts gegen sagen, ich jedenfalls nicht. Steckt schon eine gewisse Logik hinter. Ich bezweifle allerdings dass es so einfach funktioniert wie du es dir denkst. Aber wie du bereits sagtest, nur ausprobieren kann da helfen.

    Zu der Sache mit dem Auto... Ziemlich dämlicher Vergleich. Sowas nennt sich Totschlagargument und bringt hier keinen weiter weil es im eigentlichen auch kein Argument ist. Ich könnte das auf fast jeden beliebigen Gegenstand ausweiten. Wer auf einen Baum klettert gefährdet schließlich auch potentiell Menschen die darunter lang laufen, man könnte ihnen ja auf den Kopf fallen.

    Nur ist das Gefahrenpotential beim Kauf eines Autos wohl weit weniger gering als die eines zugedröhnten Drogenkonsumenten der sämtliches Realitätsbewusstsein verliert. Und wie bereits erwähnt worden ist, handelt es sich bei den meisten Drogen die hier legalisiert werden sollen auf welche die man nicht so einfach dosieren kann wie ein Glas Wein oder ein Bier. Voll nach dem Motto ganz oder gar nicht.

    Ich bin der Auffassung dass sich das Problem nicht lösen lässt. Weder durch eine vollständige unbegrenzte, noch durch eine eingeschränkte Legalisierung.

  13. #63
    gelöschter Benutzer

    Re: Drogenpolitik

    Grundsatz: Drogen müssen so billig und leicht erhältlich sein, dass Beschaffungskriminalität seitens der Konsumenten und organisierte Kriminalität seitens der Hersteller und Vertreiber entfallen.
    dieser satz geht befürwortern immer leicht von den lippen, aber wie genau soll das denn aussehen? wo soll der stoff herkommen? werden unsere milchbauern zu opiumbauern? ich glaube kaum, dass eine herstellung in deutschland zu niedrigeren preisen führen würde.

    also weiterhin importieren, zwar legal, aber was genau ändert das? die drogenkartelle werden bei legalem export nach deutschland doch garantiert nicht die kontrolle in süd- und mittelamerika verlieren. also kauft die deutsche wirtschaft bei drogenkartellen ein. wieso sollten diesen firmen, die in deutschland den stoff importieren nun weniger gewinnabsichten haben als der untergrund?

    im grunde wird es doch darauf hinauslaufen, dass eine zweite öllobby entsteht, die preisabsprachen hält, dies aber natürlich nicht offiziell. mit einem kleinen unterschied, dass man nun beim organisierten verbrechen einkauft und sich noch abhängiger macht als land.

    Jemand hat Probleme, seine Droge ist die Lösung.
    warum denn diese mehr als zweifelhafte lösung, die droge, verbessern? sollte man nicht lieber bei der ursache der probleme dieses menschens ansetzen, so dass gar nicht erst jemand drogen nimmt? drogensucht ist dumm, dagegen gibt es keine argumente. alkoholsucht ist auch dumm, um einer möglichen gegenargumentation gleich vorweg zu kommen. das ist bekannt und eine legalisierung doch keine lösung. man sieht doch an zigaretten und alkohol, dass die tatsache, dass es legal ist, den leuten nicht hilft mit diesem scheiss anzufangen.

    die einzige logische konsequenz meiner meinung nach wäre also deutlich mehr aufklärung und hilfe für süchtige, wieder in das normale leben zurückzukehren und die finger von drogen zu lassen.

    Alkohol wird von den Gegnern freien Handels mit Drogen grotesk verniedlicht.
    obwohl das nicht der fall ist, gehen wir mal davon aus. aber dieser argumentation folgend sollte man alkohol verbieten und nicht weitere drogen legalisieren. ich verstehe nicht warum befürworter der legalisierung immer den alkohol als argument für sich benutzen, wo es doch eigentlich eher ein argument gegen die legalisierung weiterer drogen ist.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Promillus

  14. #64
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Nur ist das Gefahrenpotential beim Kauf eines Autos wohl weit weniger gering als die eines zugedröhnten Drogenkonsumenten der sämtliches Realitätsbewusstsein verliert.
    Das unterscheibe ich! Zwischen 4000 und 5000 Verkehrtoe pro Jahr, ca. 1000 Dorgentote. ("weit weniger gering" = höher)

  15. #65
    střelec

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    Avatar von War-10-ck
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    Re: Drogenpolitik

    Und wie viele Menschen fahren Auto im Vergleich zu denen die harte Drogen nehmen?

    Spoiler: 

    Das ist ne Ähnliche Aussage wie "Autofahren ist gefährlicher als Fliegen". Eine Aussage ohne Aussagekraft.

  16. #66
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Und wie viele Menschen fahren Auto im Vergleich zu denen die harte Drogen nehmen?
    Im Einzelfall ist Drogenkonsum gefährlicher aus Autofahren, keine Frage. Aber in der Summe betrachtet, als gesellschaftliches Phänomen, ist der Straßenverkehr gefährlicher als der Drogenkonsum. Und auf jedenfall nimmst Du es in Kauf, wenn Du Autobesitzer bist, Dich oder Fremde mit dem Auto damit umzubringen. Das Risiko ist gegeben, und nur von diesem Risiko ganz allgemein hattest Du gesprochen, Du hattest es nicht quantifiziert.


    Zitat Zitat von Palatinum Beitrag anzeigen
    aber dieser argumentation folgend sollte man alkohol verbieten und nicht weitere drogen legalisieren
    Alkoholverbote haben sich nur mit Gottes Hilfe durchgesetzt und sind in den modernen Industriegesellschaften kläglich gescheitert. Die Prohibition wurde doch in diesem Thread schon oft genug erwähnt.

  17. #67
    střelec

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    Re: Drogenpolitik

    Dann ist es aber immer noch kein Argument Drogen zu legalisieren, nur weil Autos auch Gefahrenpotential haben. ja auch in keinster Weise zusammen. Wie ich bereits erwähnte ist das ein Totschlagargument.

  18. #68
    Ein Herz für Katzen Avatar von titus_shg
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Wer Drogen nimmt nimmt in Kauf, dass er andere im Rausch gefährdet. Nicht das gleiche wie "Mord und Totschlag" aber auch nicht total abwegig dort Vergleiche zu ziehen.
    Dann müsste das für Alkohol aber erst recht gelten. Da es aber da nicht gilt, sehe ich es bei anderen Drogen als willkürlich an. Ich habe übrigens nichts dagegen, dass Straftaten (Gewalt usw.) unter Einfluss von irgendwelchen Substanzen wesentlich härter bestraft werden und nicht noch durch "mildernde Umstände" verharmlost werden. Aber: Wer mit "seinem Stoff" verantwortungsbewusst umgeht und nix anstellt, gehört gefälligst in Ruhe gelassen.

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Die Polizei kann genauso jede Unverhältnismäßigkeit mit Verdacht auf illegalen Waffenbesitz begründen. Also ebenso kein realitätsnahes Argument.
    Stimmt eigentlich, bei der Suche nach Waffen guckt die Polizei ja auch routinemässig immer in Unterhosen und Körperöffnungen.....

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Edit: Es gibt kein Pauschalverbot: Alkohol und Zigaretten sind ja auch erlaubt.
    Eben, also ist das Verbot komplett willkürlich und nahezu ausschliesslich politisch/wirtschaftlich begründet und gehört weg, bzw. reformiert und dem individuellen Gefahrenpotential der einzelnen Stoffe angepasst.

    MfG Andy

  19. #69
    střelec

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    Re: Drogenpolitik

    Sehe ich genauso, man sollte individuell nach Gefahrenpotential entscheiden. Das ist aber bei allem was über Gras hinausgeht meines Wissens nach viel zu hoch um es zu dulden. Klar Alkohol ist auch sehr gefährlich lässt sich aber viel viel viel besser in geringen Mengen zu sich nehmen ohne abhängig zu werden. Zigaretten oder Tabak allgemein macht auch nicht sofort abhängig und birgt noch immer weitaus weniger Gefahren als viele Pillen die so im Umlauf sind.
    Da müsste man im einzelnen drüber entscheiden, bei Gras könnte ich es mir (soviel ich darüber weiß) noch vorstellen es zu legalisieren. Bei allem anderen was mir so einfällt jedoch nicht.

  20. #70
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Dann ist es aber immer noch kein Argument Drogen zu legalisieren, nur weil Autos auch Gefahrenpotential haben. ja auch in keinster Weise zusammen. Wie ich bereits erwähnte ist das ein Totschlagargument.
    Muss widerspechen. Das Totschlagargument war Deines: Wer Drogen konsumiert, nimmt in Kauf, sich oder Fremde zu gefährden.

    Ein Totschlagargument, weil man damit jeden erwischen kann, nicht nur Autofahrer, auch Fußgänger, überhaupt jeden Teilnehmer am Straßenverkehr: Ein falscher Schritt auf die Fahrbahn, und ich löse vielleicht eine Massenkarambolage aus, bei der mehrere Menschen sterben.

    Noch allgemeiner gefasst: Solange ein Mensch lebt, ist er ein Sicherheitsrisiko für sich und andere, das gehört zum Leben einfach dazu, es gibt kein Leben ohne Risiko.

    Dein Fehler ist es, diese grundsätzlich richtige Wahrheit gegen Drogenkonsumenten zu richten, ohne das Sicherheitsrisiko zu spezifizieren. Das Risiko, dass ein Drogenkonsument sich selbst umbringt, ist unter den gegebenen Bedingungen hoch, darum will ich probieren, ob man es durch Änderung der Bedingungen senken kann.

    Mein Risiko hingegen, Opfer eines Drogenkonsumenten zu werden, ist genau wie das Risiko meiner Mitbürger unmessbar klein. Viel größer ist mein Risiko, unter den gegebenen Bedingungen durch irgendwelche Schicksalsschläge selbst zu einem erheblich gefährdeten Drogenkonsumenten zu werden.

  21. #71
    střelec

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    Re: Drogenpolitik

    Und wenn Drogen legalisiert würden, wie du vorgeschlagen hast nur mit Alterskontrolle, meinst du würden Menschen mit schweren Schicksalsschlägen nicht mehr zu diesen greifen?

    Zumal man doch auf festhalten muss, dass Zigaretten und Alkohol viel häufiger konsumiert werden als härtere illegale Drogen. Meinst du nicht, dass durch eine Legalisierung, indirekt auch eine Botschaft der Verharmlosung einhergehen würde? Jugendlichen würde es viel leichter fallen sich solche harten Drogen zu beschaffen (ist ja bei Alkohol und Tabak heute genauso). Oft wird man von diesen schon nach dem ersten oder zweiten Konsum abhängig. Sie lassen sich schlicht nicht dosieren.
    Warum nicht statt einer Legalisierung von diesen harten und stark süchtig machenden Drogen nur in Aufklärung investieren? Diejenigen die heute Drogen nehmen, würden nicht aufhören wenn sie legal wären, neue würden dazukommen da sie leichter zu beschaffen sind.

    So würde ich mir das vorstellen.

  22. #72
    Butzemann Avatar von mariatYo
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    Re: Drogenpolitik

    Danke fürs Löschen - Gibt auch ein Recht auf Rausch - Scheiß die Wand an, wem das nicht paßt!!!!!!!!!!!!!!!!

  23. #73
    gelöschter Benutzer

    Re: Drogenpolitik

    Und wenn Drogen legalisiert würden, wie du vorgeschlagen hast nur mit Alterskontrolle, meinst du würden Menschen mit schweren Schicksalsschlägen nicht mehr zu diesen greifen?
    der meinung bin ich auch, dass der konsum auf jeden fall ansteigen würde bei einer legalisierung. sicherlich gibt es viele, die sich alleine aufgrund der kriminalisierung davon fernhalten. wobei ich auch einen anderen aspekt nicht ausser acht lassen würde. so eine überdosis stellt für viele suizidgefährdete vielleicht auch schnell eine machbare lösung zum selbstmord dar. wo vorher einfach viele paracetamol geschluckt worden sind, werden es in zukunft vielleicht ne grosse menge an pulver oder sonstwas sein.

    womit wir auch gleich zu einem weiteren punkt kommen, nämlich der überdosierung. ein ersttäter mit alkohol tut sich deutlich schwerer mit dem totsaufen als mit der überdosis heroin.

  24. #74

    Re: Drogenpolitik

    ein vergleich zwischen alkohol und anderen drogen kann im grunde nie wirklich gemacht werden. zum essen trinkt man ein glas wein, nicht mehr und nicht weniger. aber welcher heroinabhängige spritzt sich nur einen viertel schuss, oder welcher kiffer baut sich einen joint und nimmt nur einen zug? das gibt es nicht.
    Natürlich wird auch da dosiert. Will ich mich weghaun gibts ne Monster-Tüte, will ich nur in der Sonne chillen ne kleine. Diese Argumentation ist nicht realitätsnah.

    bei den momentan illegalen drogen wird die menge über die wirkung definiert. man nimmt keine mengen zu sich, die keine oder nur wenig wirkung zeigen.
    1:1 wie beim Alkohol. Wieso wird Bier wohl in 0,33 oder 0,5l serviert, der Kräuterschnaps aber in 2cl Etappen?

    die behauptung, dass sich die beschaffungskriminalität dadurch abschaffen liesse, halte ich für unlogisch. welcher heroin- oder crackabhängige kann denn normal jeden tag seiner arbeit nachgehen, um das geld dafür zu verdienen?
    Was Du für unlogisch hälst, ist z.B. in Genf lang bewiesen. Google mal nach Heroin-Abgabe in der Schweiz. Da gibt es etliche Abhängige, die zuvor unter Brücken hausten, nun aber einer geregelten Vollzeitarbeit nachgehen.

    und darf ein chirurg heroin nehmen? wie lange nach der einnahme darf er wieder operieren? wie lange muss der letzte schuss her sein? wann darf ein autofahrer wieder auf die strasse mit seinem fahrzeug nachdem er sich einen schuss gesetzt hat? dürfen lehrer dann crack rauchen als pädagogen? diese liste kann man problemlos fortführen und auch mit der legalisierung würde sich eine sache nie ändern. alkohol und zigaretten sind gesellschaftsfähig, das werden illegale drogen niemals sein.
    All das müsste natürlich wissenschaftlich eruiert werden. Hat beim Alkohol ja auch irgendwie geklappt. Irgendwie halt. Wenn ich seit 5 Jahren keinen Tropfen Alkohol zu mir genommen hab, dann bin ich mit 0.25 Promille ziemlich daneben, darf aber noch Auto fahren. Hab ich aber Rückstände von THC im Urin, weil ich vor Wochen geraucht hatte, ists mit dem Führerschein Essig.

    Genauso die Jugentlichen, die es noch nicht legal kaufen dürfen. Wie dagegen vorgehen?
    Wir als Gesellschaft wären also nicht in der Lage einen regulierten Verkauf dahingehend zu beeinflussen, dass der Jugendschutz zumindest zum grossen Teil beachtet würde.
    Deshalb überlassen wir das lieber den Dealern. Eine Klasse Idee!

    dieser satz geht befürwortern immer leicht von den lippen, aber wie genau soll das denn aussehen? wo soll der stoff herkommen? werden unsere milchbauern zu opiumbauern? ich glaube kaum, dass eine herstellung in deutschland zu niedrigeren preisen führen würde.
    Das stellt nun wirklich kein Problem dar. Ich arbeite bei einem schweizer Pharmakonzern, und im selben Gebäude in welchem ich meinen Arbeitsplatz einnehme wird DIA (umgs. Heroin) als Injektionslösung für den schweizer Markt hergestellt. Zu schweizer Lohnkosten unter Einhaltung aller Regeln für die Herstellung von Parenteralien.
    Da kommt die Tagesdosis auf unter 30 CHF, inkl. Kosten für die ärztlicher Verabreichung.
    2009 kam man zum Ergebnis, dass die Volkswirtschaft durch die geregelte Abgabe pro Konsument mehr als 40CHF / Tag spart, trotz kostenloser Abgabe. Und das nur von der gesundheitspolitischen Sicht aus, ohne Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
    Gruß
    braegler

  25. #75
    gelöschter Benutzer

    Re: Drogenpolitik

    Will ich mich weghaun gibts ne Monster-Tüte, will ich nur in der Sonne chillen ne kleine.
    aber bei beiden ist das ziel die wirkung. bei einem glas wein zum essen ist das nicht so. nicht zu vergessen das alkoholfreie bier und sachen wie becks lemon, die gerade mal 2,5% haben. diese zielen nicht unbedingt darauf ab eine wirkung zu erzielen.

    Da gibt es etliche Abhängige, die zuvor unter Brücken hausten, nun aber einer geregelten Vollzeitarbeit nachgehen.
    was haben die denn für jobs mit ihrer vergangenheit, dass sie sich für 750 euro im monat heroin leisten könnten? oder soll das alles kostenlos passieren? freie drogen für alle? dein beispiel ist eine massnahme um den süchtigen zu helfen und nicht irgendwas, was mit legalisierung zu tun hat.

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