12 Mio. Euro: ZCB verkauft illegal erwirtschaftete Kryptowährung von LuL.to

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Ermittlungen, die bereits seit 2015 gegen die Betreiber der liefen, führten die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei zwei Hauptbeschuldigten auf die Spur der im Rahmen der kriminellen Aktivitäten illegal erwirtschafteten Gewinne inform von . So verkaufte man im Zusammenarbeit mit der Landesjustizkasse Bayern diese Kryptowährungen im Gesamtwert von über 12 Millionen Euro auf dem Wege einer Notveräußerung, .



Unter dem Motto Lesen und Lauschen stellte das Team von LuL.to Nutzern ohne Einwilligung der Urheber sowohl E-Books, darunter auch aktuelle Neuerscheinungen und Spiegelbestseller, Zeitungen und Zeitschriften (E-Paper), als auch Hörbücher gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) wurde das illegale Portal LuL.to dann für immer vom Netz genommen. Am 21. Juni 2017 sperrte das CyberCrimeCompetenceCenter (SN4C) des LKA Sachsen die Domain www.LuL.to. Die Datenbank von LuL.to wies einen Buchbestand von mehr als 200.000 Titel auf, darunter allein ca. 160.000 deutschsprachige E-Books und 28.000 Hörbücher. So sollen mehr als 30.000 Kunden die illegalen Dienste des Portals in Anspruch genommen haben. Die Ermittler des SN4C konnten im Rahmen von Durchsuchungen insgesamt über 11 Terabyte Daten sichern.



Die Zentralstelle Cybercrime Bayern sah sich aufgrund der hohen Kursschwankungen bei Kryptowährungen gezwungen, den Verkauf der Coins per Notveräußerung zu realisieren. Für deren Durchführung sorgte die Landesjustizkasse Bayern. Als gestzliche Grundlage diente der § 111p StPO. Der Paragraph gestattet es, auch vor einer rechtskräftigen Verurteilung sichergestellte Vermögenswerte zu verkaufen, wenn „deren Verderb oder ein erheblicher Wertverlust droht“, so die Behörde.

Gemäß Pressemitteilung spürten die Beamten durch zeit- und personalaufwändige Ermittlungen Krptowährungsbestände von insgesamt 1.312,49 Bitcoin, 1.399,04 Bitcoin Cash, 1.312,49 Bitcoin Gold und 220,81 Ether auf. Diese wurden in mehr als 1.600 Einzeltransaktionen über eine in Deutschland ansässige Handelsplattform verkauft. In einem vom 20.02.2018 bis zum 25.04.2018 andauernden Verkaufsprozess wurden Erlöse von knapp über 12 Millionen Euro erzielt. Jedoch entscheidet man erst mit dem Urteil nach Abschluss der Hauptverhandlung über die Verwendung des Geldes, da die Notveräußerung allein dem Werterhalt der sichergestellten Vermögenswerte diente. So wäre es möglich, dass der Verkaufserlös entweder zur Befriedigung der Ansprüche von Geschädigten dient, die Staatskasse füllt oder an die Beschuldigten auszuzahlen ist.

Währenddessen dauern die weitreichenden Ermittlungen gegen die Betreiber an. Gegenwärtig erfolgen umfangreiche Auswertungen der Kunden-und Bestelldatenbanken zur Feststellung der exakten Schadenshöhe für die Rechteinhaber. Daher steht auch ein Zeitpunkt für die Anklageerhebung noch nicht fest.

Bildquelle: , thx! (CC0 Public Domain)




Autor: Antonia
 
Klingt interessant.
Da sackt der Staat die Kohle (vorerst) ein und die Rechteinhaber müssen dann ihre Forderungen an den Staat stellen.
Ich wette, da werden die staatlichen Vertreter plötzlich sehr knausrig sein, wenn es um die Anerkennung der Fantastilliarden an entgangenen Gewinnen geht. Da werden sie plötzlich die Argumente der phösen Urheberrechtsverletzer vorbringen, um die Kohle selbst behalten zu können.
 


Glaubst Du wirklich, die haben 12 Mio. mit e-books gemacht? Der Großteil wird wohl aus dem erträglichen Nebengewerbe kommen, und da gibt es keine Rechteinhaber.
 
Glaubst Du wirklich, die haben 12 Mio. mit e-books gemacht?.
Vom Bust im Juni 2017 bis zur Veräußerung haben die Cryptowährungen ihren Wert vervielfacht. Insofern brauchte man keine 12 Mio, auf den Konten zu haben.

Der Großteil wird wohl aus dem erträglichen Nebengewerbe kommen, und da gibt es keine Rechteinhaber.
Welche "Nebengewerbe" meinst du, wo keine Rechteinhaber tangiert sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
@TeeB
Führe das bitte in Bezug zu lul.to genauer aus.
Welche Nebengewerbe hat lul.to betrieben, die keine finanziellen Ansprüche der Rechteinhaber generiert hat?
 


Die Betreiber von lul.to und u.a Hansa Market (Waffen und Drogen im Darknet) sind die selben Personen. Dieses "Nebengewerbe" hat garantiert mehr abgworfen als lul.to, der Großteil der 12 Millionen wird wohl daher kommen. Oder meinst Du nicht? Ich glaube nicht, dass bei Drogen- und Waffenhandel irgendwelche Rechteinhaber Ansprüche geltend machen werden.
 
Ach so, wir schreiben die ganze Zeit von lul.to und du von anderen Marktplätzen.
Lul.to hat Urheberrechtsverletzungen begangen bzw Beihilfe dazu geleistet, oder hast du weiterführende Infos?
 
Wer ist wir? Du und Antonia?
Yep, und noch die Häscher des Staates in ihrer Pressemitteilung

Ja, haben Sie. Aber die liebe Antonia hat wohl übersehen, woher die 12 Millionen wirklich kommen und nur die Pressemeldung abgetippt.
Von wo stammen sie denn nun? Von Lul.to, so wie in der behördlichen Pressemitteilung genannt, oder von wo sonst noch?
Haben sie hier einfach die weitaus schwerere Deliktsgruppe einfach unter den Tisch fallen lassen? Schwerlich vorstellbar, wenn sie doch damit mehr Aufmerksamkeit erregen hätten können.
Bei Urheberrechtspillepalle versus schrööckliche Drooogen, siegt das Dope.

Wie siehts denn bei Hansa Market aus?
Hat man die dortigen Konten auch hops nehmen können? Da müsste es doch sicherlich Infos dazu geben.

EDIT:
Ein Trick würde mir spontan einfallen, den die Behörden durchführen hätten können.
Einfach alles einsacken, einfach unterstellen es wäre von lul.to, weil bei Hansa nichts handfestes haben und dann verscherbeln. Die so "enteigneten" Personen hätten es wohl schwer die Herkunft der nicht von lul.to stammenden Coins zu belegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
auch vor einer rechtskräftigen Verurteilung sichergestellte Vermögenswerte zu verkaufen, wenn „deren Verderb oder ein erheblicher Wertverlust droht“, so die Behörde.

Nächstes Jahr wären das dann 20 Millionen gewesen und der Spacken der den Verkauf angeordnet hat darf seinen Schreibtisch räumen.:D
 
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