[Born-IT] 1&1: DSL-Kundschaft wird auf Dual-Stack Lite umgestellt

Kurze Meldung zu einem Sachverhalt, der mir bezüglich 1&1 unter die Augen gekommen ist. Der Internetanbieter plant, alle Kunden auf Dual-Stack Lite umzustellen. Die Information habe ich gerade bei deskmodder.de gelesen – offiziell ist noch nichts durch 1&1 bestätigt, aber




Autor: Günter Born
 
Ganz einfach: Weil dein Anschluss von außen nicht mehr zuverlässig erreichbar ist. Wenn du also per VPN in dein Heimnetz willst, ein NAS nach außen freigibst oder gar nen kleinen Server betreibst kannst du das alles abbauen - IPv6 funktioniert aus zu vielen Netzwerken noch nicht.

Falls das so kommt werde ich mich wohl nach einem neuen Anbieter umsehen müssen. Kennt jemand gute DSL-Anbieter, die auf Wunsch noch IPv4-Adressen verteilen?
 
Die Antwort findest du hier:

Mit einem DS-Lite Anschluss teilst du dir eine IPv4 Adresse mit anderen DS-Lite Nutzern. Ein entsprechendes NAT wird dabei beim Provider durchgeführt. In diesem Fall funktionieren Portweiterleitungen o.ä. auf IPv4 nicht mehr, da die Anfrage auf solche niemals bei deinem Router landen wird sondern beim Provider endet (er hat die IP, nicht du). Eine "Lösung" für dieses "Problem" gibt es nicht, sofern du nicht einen Anschluss mit eigener öffentlichen IPv4 Adresse bekommst.
 
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OT:
Wenn sich mehrere dadurch eine IPv4 Adrsse teilen und User-1 einen Torrent-Download macht (Übliches Tauschbörsenzeug halt)
bekommt dann User-2 oder User-3 dann Post vom Abmahn-Anwalt?
 
Zur Täterermittlung wäre hier u. a. der entsprechende NAT Log des Providers notwendig, der zur Identifizierung beitragen würde, da hier die genauen Übersetzungsdaten enthalten wären. Hier sind aber auch die Anforderungen auf Genauigkeit der Daten anders. Zum Beispiel müssen Zeitstempel akribisch genau sein, um eventuelle Verwechslungen mit anderen Teilnehmern zu vermeiden. Aber auch das hält meiner Meinung nach nur bedingt stand, da zum Beispiel, wenn auch nur in einem eher unwahrscheinlichen Szenario, zwei dieser Benutzer zur gleichen Zeit auf der gleichen Tauschbörse sein könnten aber nur einer eine illegale Tat vollzieht. Hier wären eventuell andere Nachweise für eine eindeutige Identifikation zusätzlich notwendig.

 

Ja das heißt aber doch, dass dieses Problem bei "reinem" IPv6 nicht existieren würde, oder?
Warum macht man dann noch diesen DS-Lite-Crap? Und wehe jetzt kommt "weil noch nicht alle Services IPv6 beherrschen"...seit wie vielen Jahren geht das jetzt schon so?
 
Deine Annahme ist korrekt aber auch deine berfürchtete Antwort ist zutreffend. Vermutest du, dass tatsächlich jedes Unternehmen sich darum bemüht auf IPv6 umzusteigen, obwohl es eventuell gar keinen zwingenden Bedarf gibt, solange jenes nicht neue IPv4 Subnetze, die eventuell nicht verfügbar sein könnten, was ich bisher im Geschäftsumfeld aber noch nicht gesehen habe, braucht und alle ihrer Firmenbezogene Dienste laufen wie sie sollen? Solange dies zutrifft, wirst du immer irgendwo den Bedarf nach DS mit oder ohne Lite haben. Das Ganze ist ein sehr schleichender Prozess. Ich kann mir auch kein Szenario vorstellen wie man diesen Prozess global erzwungen beschleunigen kann. Die Benutzergruppe im Privatkundenbereich, die das wirklich stört ist denkbar klein im Vergleich zur restlichen Kundschaft eines jeden Providers und ja, mich kekst es auch an.
 
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Jetzt steht da aber nicht (nur), daß 1&1 öffentliche IPpv4 Adressen für die Kunde abschaffen und providermäßiges NAT für alle Kunden einführen will und daß das bereits in Verwendung ist, sondern es geht um DS Lite.

Ist es denn wirklich so, daß 1&1 bereits Verbindungen zu Kunden rein über IPv6 hat?
Das müßte dann doch irgend wo als Information von denen zu finden lassen, weil der Kunde doch darauf aufmerksam gemacht werden müßte, daß er einen Router haben muß, der die IPv4-Pakete durch den IPv6 Anschluß zum ISP tunneln können muß.
 
Firmen ist ein gutes Stichwort. Gibt eigtl keine Firma die IPv4 gesprengt hat oder? (Nicht mehr genug Adressen verfügbar)
 
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