Dateiübertragung NAS komisches Phänomen

der

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Meine synology 918+ (oder mein Netzwerk/Fritz.box?) machen mir derzeit Probleme bei der Geschwindigkeit der Datenübertragung.
Zugriffe hängen, Geschwindigkeit im Bereich 300kb/s.
Per FTP oder NFS alles super mit ca. 100MB/s.
Ewig mit den SMB Einstellungen im NAS rumgemacht manchmal ist es kurz per SMB auch auf 100MB/s wenn ich mal wieder den SMB Dienst auf dem NAS neu gestartet habe oder SMB auf smb1 und dann wieder auf smb2 stelle.
Aber halt nur kurz.

Jetzt habe folgendes rausfinden können:
Im Windows Explorer Dateizugriffe über \\NAS ist langsam (ca. 300kb/s) Zugriff
Dateizugriffe über \\192.168.123.222 ist normal ca. 100MB/s.
Bin ratlos...
DNS macht die Fritzbox, da wurde auch nix geändert.
Bitdefender ausgemacht, keine Änderung.
Problem tritt auf 2 windows10 PCs auf, gerade mit dem Tablet getestet, auch hier das gleiche.
Smb://nas/Freigabe extrem lahm im kb/s Bereich,
Smb://192.168.123.222/Freigabe Geschwindigkeit normal.

Jemand ne Idee oder einen Lösungsansatz?
 
Workaround: C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts
 
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  • #3
Workaround ist ja bereits die Freigaben einfach per ip ansprechen.
Ich suche die Ursache warum es mit ip schneller geht und die saubere Lösung dazu.
 
Seltsames Problem. Kann da auch nur ins Blaue raten. Hab nach kurzem Googeln einen ähnlichen Thread von vergangenen Juni im Synology-Forum ohne Lösung gefunden. Dort hat jemand das gleiche Problem, allerdings mit einer DS218+ und nochmal drastisch geringeren Übertragungsraten. Wenn zwei PCs und ein Tablet das gleiche Phänomen zeigen ist der Fehler recht eindeutig bei der NAS zu finden. Drei blöde Fragen vorab: Firmware der NAS ist aktuell? Die SMART-Werte der eingebauten Festplatten OK? Problem besteht seit Kauf der NAS oder erst seit einem bestimmten Zeitpunkt oder Firmwareupdate? Die Remoteunterschiedskomprimierung von Windows wird (fälschlicher Weise) oft im Zusammenhang mit schlechter Performance über Netzwerk erwähnt, diese lässt sich in der Systemsteuerung über "Programme und Funktionen" -> "Windows Features aktivieren/deaktivieren" ausschalten. Ich denke zwar auch nicht dass es dein Problem beeinflussen wird, ein Gegentest mal mit mal ohne kann aber nicht schaden.
 
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  • #6
Firewall nur in der fritzbox, auf dem Rechner wurde sie deaktiviert, Android Geräte dürften keine haben.
Firmware aktuell, HDDs ok.
Als letzten Schritt würde ich das NAS natürlich mal auf Werkseinstellungen setzen wenn alles andere nichts hilft.

Dachte halt wegen ip läge es vielleicht an DNS, WINS oder NEtbios. Ich wüsste aber auch nicht wie.
 
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  • #9
Hatte ich tatsächlich schon deren Tipp war alles auf Werkseinstellung :D
Klar, mache ich auch wenn es nicht anders geht, irgendwie juckt es mich aber den Fehler zu finden.
Wenn der Fehler definitiv nur am NAS selbst liegen kann wird das halt neu aufgesetzt.
So ganz 100% kenne ich mich da auch nicht aus, aber DNS dürfte keine Rolle spielen da in dem Fall gar nicht eingesetzt, oder?

Und wie funktioniert das dann mit der Namensauflösung, bzw. wer löst die IP auf?
Was könnte dazu führen, dass die Freigabe über die IP angesprochen schnell ist und per Name langsam?
 
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  • #12

dachte nicht, da im Heim-IP Kreis angeblich die Fritzbox das eben nicht macht wegen DNS-Rebind-Schutz.
Oder hab ich das falsch interpretiert?

Ich hatte es immer mit größeren Dateien getestet.
 
Ich glaube das geht es um Domains wie .de oder .net, nicht um hostnames im privaten Netz. Würde es greifen, könntest du vermutlich gar nicht auf dein nas mit der Adresse nas zugreifen, sondern müsstest generell über die IP gehen.
 
Wenn das auch bei großen Dateien und bei FTP so ist dann kann DNS denke ich nicht viel damit zu tun haben (dieser löst aber selbstverständlich im Heimnetz den Hostnamen in die IP auf).
Das auflösen dürfte aber nur 1x pro Anfrage passieren und diese sollte spätestens bei FTP nur einmal pro Datei sein. Bei neueren SMB-Varianten gibt es soweit ich weis multistream techniken .. da könnte das öfter vorkommen.


Bei FTP geht es bei SMB2 nicht.
Dann erstell doch wirklich mal einen Eintrag in der hosts dabei für dein NAS ob es dann ebenso flott läuft. Dann würde in der Tat was mit der Auflösung des Hostnamens nicht stimmen - was finden wir ja vielleicht dann noch ;)
 
Gib doch mal "nslookup HOSTNAME" in ein cmd ein und teil die Ausgabe mit uns.
Über die hosts Datei schummeln wollte er ja scheinbar nicht, sondern hier den Fehler finden.
 
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  • #16
nslookup bringt:
Server: fritz.box
Address: fd00::xxxx:xxxx:xxxx:xxxx

Name: nas.fritz.box
Address: 192.168.123.100

Hm, sieht normal aus? Warum da nur die IPv6 Adresse der Fritzbox steht erscheint mir komisch.
Vielleicht IPv6 irgendwo deaktivieren/aktivieren?
 
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  • #18
Mit Eintrag "IP nas" in der host:

Server: fritz.box
Address: fd00::xxxx:xxxx:xxxx:xxxx

Name: nas.fritz.box
Addresses: hier steht dann die öffentliche IPv6 des NAS!?
192.168.123.100

interessant, warum da nicht die interne IPv6 beim NAS steht...

edit:
komisch, nach jedem Neustart setzt mir windows in der hosts eine # vor die zeile mit dem NAS.
Warum das?

edit:
IPv6 im NAS deaktiviert, Speed normal!
IPv6 im NAS wieder aktiviert, Speed immer noch normal.
Ähnliches Phenomen wie wenn ich mit den SMB Einstellungen im NAS rumspiele.
Nach dem Neustart des SMB oder Netzwerkdienstes ist der speed für eine kurze Zeit normal.

Zugriff über den windows Explorer mit der öffentlichen ipv6 über
\\xxxx-xxx-xxxx-xxxx-xxx-xxxx-xxxx-xxxx.ipv6-literal.net\
führt zur selben lahmen Geschwindigkeit

Zugriff über die (wie ich meine "interne") IPv6 über
\\xxxx--xxx-xxxx-xxxx-xxxx.ipv6-literal.net\
ist auch lahm.

Scheint also womöglich schon am IPv6 zu liegen, oder zumindest an der Auflösung der Adresse?
Man muss da ja als "workarround" dieses .ipv6-literal.net anhängen und die Bindestriche statt Doppelpunkte setzen.
Warum habe ich verstanden, was das aber genau macht nicht.
Ein Zugriff über das Internet auf mein NAS sollte gar nicht möglich sein, da Ports gar nicht freigegeben.
Also kann ja nur die Adresse irgendwie übers Netz aufgelöst werden?

IPv6 am Windows Rechner (nicht am NAS) deaktiviert führt zu schnellem speed, sobald wieder aktiviert kackt es reproduzierbar wieder ab.
Aha, einen Schritt weiter.

Was kann ich bei der IPv6 Config falsch gemacht haben? Hatte eigentlich gar nie was dort konfiguriert.
Und warum wird offensichtlich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Heimnetz über SMB überhaupt die IPv6 genutzt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Server: fritz.box
Address: fd00::xxxx:xxxx:xxxx:xxxx

Name: nas.fritz.box
Addresses: hier steht dann die öffentliche IPv6 des NAS!?
192.168.123.100
fdxx ist eine Link-Local-Cast-Adresse. Die wird automatisch über die MAC-Adresse der Netzwerkkarte generiert und ist nur im internen Netz verfügbar (wird nicht geroutet).

Die 192.168.123.100 ist allerdings keine öffentliche sondern eine private Adresse, d.h. von außen nicht sichtbar. Und sie ist auch keine IPv6- sondern einen ganz normale (nicht öffentliche) IPv4-Adresse.

Wenn du Dich mit IPv6 noch nicht auskennst, dann deaktivier in der Fritzbox alles IPv6-relevante. Das sollte die Probleme erst mal lösen.

Hast du eigentlich noch einen nativen IPv4-Internetanschluss oder den DSL-light? In zweiterem Fall solltest du Dich wohl doch mal mit IPv6 auseinandersetzen.
 
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  • #20
..Die 192.168.123.100 ist allerdings keine öffentliche sondern eine private Adresse, d.h. von außen nicht sichtbar. Und sie ist auch keine IPv6- sondern einen ganz normale (nicht öffentliche) IPv4-Adresse.
....

alles bekannt.
Du hast mich falsch verstanden.
Das die fdxx die lokale IPv6 ist ist mir bekannt.
Aber beim nslookup des NAS stand da wirklich einmal die lokale IPv4 192....
Und darunter die öffentliche IPv6 die deutlich länger ist als die lokale IPv6.
Das 192.168.123.100 eine lokale IPv4 ist ist mir bekannt ;)

Sollte eigentlich kein DSL light sein. Ich bekomme im Router auch eine öffentliche IPv4 von O2 zugewiesen.
Oder ist das kein Indiz?

--- [2020-01-11 18:45 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Ich glaube das geht es um Domains wie .de oder .net, nicht um hostnames im privaten Netz. Würde es greifen, könntest du vermutlich gar nicht auf dein nas mit der Adresse nas zugreifen, sondern müsstest generell über die IP gehen.

Ich dachte ohne DNS greift NETBios?
 
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