[Entertainment] Coldplay verzichtet aus Klimaschutzgründen auf Tournee

2591221662_981f7b0f2b_n.jpg Am morgigen Freitag erscheint das neue Album der britischen Band Coldplay. Aus diesem Grund war ursprünglich eine große Tour geplant. Wie Frontmann Chris Martin ggenüber dem Rundfunk BBC erklärte, habe man sich nun doch dagegen entschieden und wolle erst wieder auf Welttournee gehen, wenn dies klimaneutral möglich ist.

Laut Martin versucht die Band nun die kommenden ein bis zwei Jahre einen Weg zu finden. Dies sei vor allem in Bezug auf klimaschädliche Flugreisen schwierig. Bislang habe die Band bereits erste Ideen für den Umweltschutz. "Zum Beispiel ist unser Traum, eine Show ohne Einwegplastik zu veranstalten und den Strom aus Solarenergie zu beziehen."

Die Naturschutzorganisation WWF begrüßte die Entscheidung der Band. "Es ist fantastisch zu sehen, dass sich weltberühmte Künstler für den Schutz des Planeten einsetzen."



Bild: Coldplay: Jonny Buckland, Will Champion, Chris Martin and Guy Berryman. BBC Television Centre, London ( , , via )
Quelle:
 
Ist zwar fett OT, aber damit's nich so unwidersprchen stehenbleibt:

Jein.
Der ÖPNV auf dem Land ist ohne Frage zum Kotzen, aber:
- ich habe kein Auto, meine Freundin hat kein Auto
- im muss zum Glück nicht halb 7 in der Schicht stehen, aber meine Freundin schafft das täglich. Und ich muss mich auch nicht verrenken.
Schön, dass das bei dir noch funktioniert, ich habe das in meiner Schulzeit anders erlebt.

der Staat streicht sicher keine Steuern ein, sondern muss den ländlichen ÖP"N"V subventionieren. Geht gar nicht anders.
Bei uns ging das schon anders: Bahnhöfe und teilweise ganze Strecken wurden stillgelegt, Zugverbindungen gestrichen, Busverbindungen reduziert, mittellange Züge die stets mit Schülern voll waren wurden durch Doppel-Triebwagen ersetzt und so kamen teilweise 2 Schüler auf einen Sitzplatz - mit denen kann man's ja machen, die haben keine Alternative. War - wie so oft - einer der Triebwagen hin, kamen eben 4 Schüler auf einen Sitzplatz - wayne?
In den Bussen war die Lage noch viel Schlimmer. Da wurde jeder m² vollgestopft.
Daran änderte auch ein Unfall mit einem völlig überfüllten Schulbus nichts, bei dem es mehrere Tote gab.

Von ewigen Diskussionen mit den Rektoren abgesehen, weil man ja nicht erwarten kann dass bei Bussen und Zügen mit denen ausschließlich Schüler fahren beim Fahrplan auf den Stundenplan Rücksicht genommen wird oder umgekehrt. Die Rektoren wollten auch nicht einsehen dass man täglich 10 Minuten zu spät kommt anstatt 50 Minuten zu früh. Am Heimweg dann der gleiche Dreck mit teilweise 45 Minuten Wartezeit am Bahnhof auf den Zug.

Technische Lösungen für diese Probleme gäbe es genug, schließlich ist nicht mehr 1930 - in den Köpfen der Verantwortlichen aber vermutlich schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso sind bzw sollten (Groß)Städte nun repräsentativ sein?!
Sind sie nicht. Genau so wenig wie Kleinstädte ohne ÖPNV. Ich wollte damit lediglich sagen, dass deine Probleme nicht für alle gelten. Ich spreche aus meiner Erfahrung und die besagt nunmal, dass auch Großstädter oft genug unsinnigerweise mit dem Auto fahren.

Ich habe auch nicht behauptet, dass man mit dem Bus schneller ist. Mit U- und S-Bahn allerdings schon.
 
Sind sie nicht. Genau so wenig wie Kleinstädte ohne ÖPNV.
Diese Dörfer, Gemeinden, Kleinstädte etc sind jedoch zahlenmäßig weit, weit, weit über den paar Großstädten - und wenn dann jemand aus genau so einer Großstadt mit einigermaßen gutem ÖPNV daher kommt und schwadroniert, dass doch alles kein Problem ist und super funktioniert, zeigt es nur, wie realitätsfern dies ist.

Aber selbst in einer gut angebundenen Stadt ist der ÖPNV vielleicht nicht unbedingt die beste Lösung für jeden - da gibt es doch 1001 Gründe, lieber das Auto zu nutzen - ich würde ich auch nicht bei Regen oder klirrender Kälte erst 250m+ zur nächsten Haltestelle über unbeleuchtete Wege gehen wollen, nur um zu sehen, dass der Bus/Zug/.. verspätet oder gar nicht kommt, rappelvoll ist und man von anderen Leuten genervt wird,.. um in den Schichtdienst zu gehen und 12h später vollig im Arsch zu sein und das ganze Spiel noch mal zu spielen.
Selbst wenn man mit dem Auto im Stau steht - es ist das eigene Auto, man ist für sich, kann die Musik aufdrehen wie man lustig ist, essen, trinken, telefonieren,.. etc etc.


Ich wollte damit lediglich sagen, dass deine Probleme nicht für alle gelten. Ich spreche aus meiner Erfahrung und die besagt nunmal, dass auch Großstädter oft genug unsinnigerweise mit dem Auto fahren.
Die Probleme haben jedoch deutlich mehr Leute als solche, die die angesprochenen Vor"Züge" nutzen können. Und es ist schlichtweg egal, wie toll es bei dir läuft - davon hat kein anderer etwas!
Und solange du nicht die Gründe von jedem einzelnen Autofahrer kennst, kannst du mitnichten behaupten, dass diese "unsinniger Weise" das eigene Fahrzeug nutzen-siehe oben.

Ich habe auch nicht behauptet, dass man mit dem Bus schneller ist. Mit U- und S-Bahn allerdings schon.
U- und S-Bahn sind natürlich noch weit verbreiteter als Bus etc. - das hilft einem Großteil der Bevölkerung ja richtig viel. Genau diese Vergleiche bringen gar nichts.


//edit
Wie passend:


Künftig könnten Entschädigungszahlungen bei Zugverspätungen in der EU seltener werden. Extreme Wetterlagen sollen als Grund ausgenommen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich würde ich auch nicht bei Regen oder klirrender Kälte erst 250m+ zur nächsten Haltestelle über unbeleuchtete Wege gehen wollen

Okay. Wenn dir natürlich 250 m schon zu weit sind zur nächsten Haltestelle, dann dürfte es sowieso unrealistisch sein, dich zur Nutzung des ÖPNV zu bewegen. Denn dass der mal flächendeckend so gut ausgebaut ist, dass man nirgends weiter zur nächsten (sinnvoll nutzbaren) Haltestelle gehen muss, das sehe ich nicht kommen. Wenn das allerdings der Grund aller Autofahrer ist, das Auto zu nutzen, dann tue ich hiermit nochmal meine legitime Meinung kund: das unsinnig, faul und egoistisch.
 
@Carsten: Gegen klirrende Kälte und Regen gibt es zwei Dinge: Abhärtung und Kleidung. Letzteres hat man mal erfunden, als die Haare ausgefallen sind und man sich vom Affen unterscheiden wollte.

Und ja, ich bin bis letzte Woche bei 3°C im T-Shirt zur Bushaltestelle. War auch mal ganz nett, dafür schwitz ich jetzt im Pulli.
 
Okay. Wenn dir natürlich 250 m schon zu weit sind zur nächsten Haltestelle, dann dürfte es sowieso unrealistisch sein, dich zur Nutzung des ÖPNV zu bewegen. Denn dass der mal flächendeckend so gut ausgebaut ist, dass man nirgends weiter zur nächsten (sinnvoll nutzbaren) Haltestelle gehen muss, das sehe ich nicht kommen.
Es wäre auch viel zu viel verlangt, viel zu unbürokratisch und für Deutschland deutlich zu unreglementiert, wenn ein Bus einfach auf Handzeichen an der nächst möglichen Stelle halten würde, um Personen aufzunehmen.

Auf die restlichen Einwände gehst du ja wiedermal nicht ein und es wird grundsätzlich alles ignoriert - in der Stadt funktioniert es ja! Ok, im besten Fall nur zu 50%, aber.. eh, ja.. oder so ähnlich. :rolleyes:
 
Es wäre auch viel zu viel verlangt, viel zu unbürokratisch und für Deutschland deutlich zu unreglementiert, wenn ein Bus einfach auf Handzeichen an der nächst möglichen Stelle halten würde, um Personen aufzunehmen.

Es würde das Busfahren auch völlig unattraktiv machen,weil so ohne Taktung kein Fahrplan einzuhalten wäre.
 
@KaPiTN: Das kommt jetzt drauf an - auch Handzeichen-Halten lässt sich statistisch mitteln und daraus eine Fahrtzeit extrapolieren. Damit hast du deinen Fahrplan. Mit "Der Bus kommt hier alle 10 Minuten durch" hast du eigentlich schon nen verlässlicheren Fahrplan als das, was morgens so in der Bayrischen Landeshauptstadt so los ist.
 
Danke - selbstverständlich würde so etwas gehen. Interessant ist halt, dass so ein Vorschlag dann direkt im Ansatz wieder kaputt und runtergeredet wird. "Haben wir noch nie so gemacht", "funktioniert nicht",.. wie ich sagte, für Deutschland offensichtlich viel zu unbürokratisch und zu einfach.

Insgesamt ist es eine interessante Art, den ÖPNV schmackhaft zu machen und davon zu überzeugen.
 
Meiner Erinnerung nach versichert sowas niemand, also wirds nicht gemacht.
 
Mag das in München oder Timbuktu keinen Unterschied machen, so wäre es dort, wo die Taktung funktioniert sicher von Nachteil.

Viel entscheidender ist aber tatsächlich die Sicherheit. Gemäß der StVO dürfen Busse und Bahnen an Haltestellen nur mit Vorsicht passiert werden. Und dies gilt sogar für den Gegenverkehr.
Ohne das Zeichen 224 aber ist eine Haltestelle nicht als solche erkennbar.
 
Das Versicherungsproblem ist tatsächlich ein Signifikantes - ich muss auch immer mit dem Fahrer diskutieren, wenn bei mir im Bus der Piepser geht und ich SOFORT aussteigen muss. Trotz der Tatsache, dass ich als Führungsdienstgrad ihm gegenüber (und allen anderen Zivilisten) im Einsatzfall weisungsbefugt und über die GUV versichert bin.
 
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