[Netzwelt] Rückkehr des Routerzwangs?

Wenn es nach einigen ISP geht, wäre der Routerzwang wieder da. Die Deutsche Telekom, ANGA, BUGLAS, VATM und VKU wollen gegen die Routerfreiheit der Kunden klagen. Die Begründung: Man würde gegen europäische Vorgaben verstoßen und würde die Weiterentwicklung behindern, gerade bei Glasfaseranschlüssen aufgrund der Festlegung, dass an der Anschlussdose in der Wohnung ein passiver Netzabschluss vorhanden sein soll.

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Die Telekom... genau. Benutzen wir alle mal wieder schön unsere von Haus aus kaputten Speedports. Das wird bestimmt ganz Fortschrittlich.
Die sollen bleiben wo der Pfeffer wächst mit ihren Klagen, und das Geld lieber mal in den Breitbandausbau stecken. :D haha, witz, den bezahlt ja der Staat.
 
Mein Vater ist Kunde bei der Telekom und hatte immer wieder mit deren Router Preobleme. Verbindungsabbrüche ohne Ende. Irgendwann hat er sich dann selber einen besorgt, und: Einwandfrei, keine Probleme mehr.
 
Die Telekom... genau. Benutzen wir alle mal wieder schön unsere von Haus aus kaputten Speedports. Das wird bestimmt ganz Fortschrittlich.
Der Telekom geht es eher um die Definition des "passiven Netzabschlusses" in Bezug auf FTTH. Aktuell wird dort in der Regel ein ONT (Modem) montiert, an das man seinen eigenen Router anschließen kann. Das ist aber kein passiver Netzabschlusspunkt sondern ein aktiver. Und dass die Kunden selber am Glas herumpfuschen, wollen sie wohl nicht, da man bei GPON (Shared-Medium) auch theoretisch alle Modems auf einem OLT-Port stören kann, wenn da irgendwas amok läuft. Und das dann auch entsprechend schwer zu finden sein dürfte.

Gerade bei der Telekom konnte man auch schon zu Zeiten des Routerzwangs immer sein eigenes Endgerät verwenden.
 
@thom53281: Verstehe ich das Richtig?
Das ist alles gar nicht so schlimm und Aufmerksamkeit erregend?
Sondern eigentlich ist die Telekom die gute Partei in dem Fall?
 


Mag sein dass es denen darum geht dass da arbeit auf sie zukommt und sie da keine lust drauf haben aufkommende Probleme zu lösen, so wie bei gefühlt allem was die telekom anpackt.

Nur besteht das Problem ja inzwischen mit so gut wie jeder form der digitalen Kommunikation. V-Dsl kommt auch "passiv" beim endkunden an und wird dann "aktiv" gewandelt. Da ist es offenbar kein Problem En dgeräte zu verkaufen die alles mitbringen was nötig ist um den anschluss zu konfigurieren, ohne dabei andere anschlüsse zu stören. War jedoch auch ein langer weg bis dahin, man erinnere sich an das ganze gedöns dass man sich früher in die wohnung stellen musste um DSL nutzen zu können. (splitter, modem, switch...)

Und dass die geplante Abschaffung (nicht änderung oder korrektur, geplant ist eine abschaffung) des Paragraphen 45d wird halt allem möglichen missbrauch wieder tür und tor öffnen. So witze wie 5 euro extra monatlich un wlan freizuschalten, oder kaputt-restrictete config-oberflächen die nichtmal einen eigens ausgewählten dns zulassen.
 
Ja, andere Anbieter haben sich da leider allen möglichen Quatsch einfallen lassen.

Das Problem ist eher, dass Glasfaser doch etwas empfindlicher als Kupfer ist und man vermutlich einfach nicht will, dass die Leute selbst dran rumfummeln müssen, da die wenigsten wirklich Ahnung davon haben dürften. Vor allem weil auch eine mögliche Gefahr von den Lasern ausgeht, die da zum Einsatz kommen (wenn auch sehr gering).

Sondern eigentlich ist die Telekom die gute Partei in dem Fall?
Man kann das jetzt gut finden oder auch nicht. Das war eher erklärend gemeint.
 
Das Problem bei Glasfaser ist ja teilweise hausgemacht, wenn man sich mit GPON für eine Technologie mit Shared Medium entscheidet. Das mag kurzfristig gewisse Kostenvorteile haben, aber halt auch die ganzen Nachteile, die ein Shared Medium mit sich bringt (jeder kann jeden stören und ohne Verschlüsselung auch mitlesen, Bandbreite wird unter den Teilnehmern aufgeteilt, etc.). Würde man PtP ausbauen hätte man das Problem nicht ;)

In der Schweiz haben wir da wo Glasfaser ausgebaut ist grösstenteils PtP und z.B. bei kann man seine Hardware auch frei wählen. Es gibt neben der Spezifikation zwar einige Empfehlungen vom Medienkonverter über ein SFP-Modul bis hin zu diversen Routern, aber was man sich kauft (und wie man es konfiguriert) ist jedem Kunden selbst überlassen. Der Anbieter ist eh cool drauf.
 
GPON ist bei der Telekom verschlüsselt und solange von der Netzseite genug Bitrate am "Segment" anliegt, ist das auch nur ein theoretisches Problem. Vor allem weil man das vermutlich noch lange aufbohren kann bis man auf Limits stößt. Die Segmente der Kabelanbieter sind deutlich stärker überbucht. Außerdem muss man ja nicht zwingend immer das Kopplungsverhältnis von 1:32 einhalten, man kann ja später auf 1:8 oder 1:4 heruntergehen.

Aktuell in Deutschland eine PtP-Infrastruktur zu bauen, wäre einfach utopisch. Man kann das Netz aber auch in einigen Jahren umrüsten, sollte das mal nötig sein.
 
Sehr niedlich finde ich auch diese Passus:

Sie unterstellen, dass die Interoperabilität der Geräte mangelhaft sei, sodass Störungen auftreten und "veraltete Firmware-Stände und Sicherheitslücken" zum "Verlust an Dienstequalität für die Kunden führen und eine geregelte Vorleistung unmöglich" werde.

Vor allem veraltete Firmware-Stände... :m Seltsam das gerade im Kabelsegment seit 2016 die eigenen Router genau die besagten Probleme haben. :D Über die Telekomendgeräte schweige ich lieber - gibt sonst wieder Mobbingvorwürfe. :p
 
Trotz des klaren Bekenntnisses zur Wahlfreiheit bei Routern ist uns aber auch wichtig, dass sich Regelungen nicht gegenseitig widersprechen. Bei innovativen Produkten, für die noch keine Standardisierung erfolgt ist, und bei individuellen Lösungen für kleine Kundengruppen (also nicht den Massenmarkt und den normalen Nutzer), sollte die Bundesnetzagentur die Möglichkeit haben, auch andere Schnittstellen als allein „passive“ Schnittstellen zuzulassen. Hier geht es zum Beispiel darum, Garantien für bestimmte Leistungen auch technisch wirksam umsetzen zu können. Dies ist der Grund, warum wir das in den Medien genannte Papier mit unterzeichnet haben.
 
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