Eigenbau-Böller endet im Krankenhaus

Klar haben sie das. Die haben verstanden, daß Greifzangen und Haken, die man aus der Hand legen kann, wesentlich besser sind, als solche, die man als Prothese an den Armen angepaßt bekommt.
 
Es ist bei Böllern auch wichtig, wie der Fall hier zeigt. Aber da könnte man jetzt mit jedem X-beliebigen Thema kommen ;)

Genau. Was haben Böller und/oder Youtube primär mit Dingen wie Rauchen, Saufen, SUV-fahren, "Müll in den Wald schmeissen" zu tun?

Nix! Das Böllerding und das YT-Ding sind reine Stellvertreterkriege, damit man frohen Mutes seinen verkommenen Balg mit dem SUV aus dem alternativen Kindergarten abholt und 2x im Jahr auf die Malediven fliegen kann.
Leute, die Böller werfen, oder welche bauen, oder welche, die Kippen in die Rabatte werfen ... die sind viiiieeel schlimmer!!111eins

Edit: Dieses Jahr sind im Strassenverkehr nach langem Abwärtstrend endlich wieder mehr Radfahrer im Strassenverkehr gestorben. Wir müssen unbedingt das Geböllere und die Werbumm dazu auf YT verbieten!
 
dexter du bist ein Idiot ……… nicht mehr und nicht weniger.

Oh, ein Malediventourist. Schmeisst Du DORT Deinen Müll in den Wald, oder hast Du noch paar Argumente?

Edit: da hat die Zensur schneller zugeschlagen, als ich "selber Idiot" sagen konnte. in einem harten Faustkampf konnte ich mich durchsetzen, dass es nur einen Tag gibt. Brauch da kein Danke für, ich mag Argumente.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich hab ja mal gelernt, wie man sowas macht. Oder halt auch nicht.

Das Problem ist nicht, dass es gefährlich ist. Das Problem ist, dass es gefährlich gemacht wird. Man mörsert Sprengstoff oder allgemein Substanzen nicht trocken. Das hab ich in meiner Ausbildung gelernt. Das allein lässt schon viel Schadpotenzial gar nicht erst entstehen. Es wäre also vernünftiger, die Sachen richtig zu zeigen, bis zu dem Punkt, an dem die Ursprungssubstanzen einfach unbeziehbar werden (Salpetersäure zum Beispiel).

Ich bin gegen Wegsperren, ich bin für Bildung. Bildung darf auch gefährliche Sachen zeigen, darf gefährliche Sachen beibringen und sollte sie auch begleitet (nicht überwacht!) ausprobieren lassen. Denn nur mit Begleitung, die Beobachtung, Eingriff sowie Hilfestellung beinhaltet, kann man so etwas in sinnvolle Bahnen lenken. Bildung hat viel mit Partnerschaft zu tun, und Vertrauen. Wenn ein Elternteil dieses Vertrauen nicht bieten oder erfüllen kann, dann läuft noch viel mehr schief, als ein paar Böller.

Und ja, es wird immer Idioten geben. Die dürfen auch gern darwinistisch enden.
 
Ich kenne diese Videos nicht, denen wohl das "bitte nicht Zuhause nachmachen" fehlt.

Der elterliche Einfluß soll letztlich i.ü. nur 25% ausmachen. Wenn da ein paar Kerle unter sich sind, dann gibt es dabei keine elterliche Begleitung mehr, fürchte ich.

OT: Habe ich schon einmal erwähnt, wie sehr mich das Wort "Elternteil" triggert. Was für eine dämliche Wortkonstruktion.

1 Elter + 1 Elter = 2 Eltern

Warum teilt man die Eltern in 2 Teile, statt diese zu benennen?
 
Tachjen, als ehemaliger Silvester-Bombardier möchte ich auch meinen Senf abgeben.
Das Leben ist ja bekanntlich eine Aneinanderreihung von Risiken. Das war es immer und wird es immer sein.
Die Frage ist: Wie gehen wir mit dem Risiko um?
Status Quo: Wir "verheimlichen Wissen". Fachliteratur (z.B. Urbanski) wird mehr oder weniger verbannt.
Was übrig bleibt ist dann meist Schwachsinn. Früher waren es so kleine Tools wie "Der kleine Sprengmeister", heute halt YT Videos.
Früher wie heute ist das, was man am einfachsten findet doch eher suizidal angelegt.

Meine ersten Gehversuche hatte ich mit dem Buch "Chemische Experimente die gelingen" von Hermann Römpp (erste Auflage).
Mit wunderschönen Rezepten für Schwarzpulver, bengalische Lichte und vieles mehr.
Bei jedem Experiment stand dabei was zu beachten ist, welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind.
Das Buch ist heute eine Rarität. Die späteren Auflagen wurden kräftig entschärft (interessante Side-Story: Früher war das alles auch in Privat-Hand in Ordnung und von Freiheit von Lehre und Forschung gedeckt. Unter der NS Herrschaft wurde das dann verboten)

Klar kann man versuchen die sog. Vorläufersubstanzen zu regulieren und hat damit ggf. sogar sowas wie eine Noob-Bremse.
Allerdings sind auch Kinder nicht doof. Kinderfeuerwerk enthält nettes Pulver, komprimierte Steichholz-Köpfchen deflagieren auch wunderbar. Und da sind wir wirklich noch in der Liga "Kinderfeuerwerk".

Nehmen wir an, wir beschreiten den Weg, und verbieten Kinderfeuerwerk (oder Feuerwerk in Privathand prinzipiell):
Würde es ein Wiederauftreten verhindern? Würde es dazu beitragen, dass die Kiddies sicherer werden?
Oder würde es eher dazu führen, dass man nun halt Substanzen nimmt, die schlicht nicht mehr ohne weiteres aus der Gesellschaft zu verbannen sind?
Oder wollen wir eine Gesellschaft frei von Aceton (oder Ketonen allgemein), Wasserstoffperoxid, Dünger und Benzin?

Da es ja zwischenzeitlich verjährt ist kann ich ja frei schreiben.
Wir haben viel mit allen möglichen Sprengstoffen gespielt. Da war vom APEX bis zu RDX alles dabei.
Die heftigsten Blows hatten wir mit (aufsteigende Reihenfolge):
-5kg ANFO
-2l Benzin (gezündet als Aerosol, dabei hat es in > 100m Entfernung die Scheiben auf der Fahrerseite meines Autos zerbröselt)
-1m3 Knallgas (gezündet in ca. 300m Höhe, Abstand zum Startort ca. 200m ... und danach war 2 Tage lang nur piepsen zu hören)

an dem die Ursprungssubstanzen einfach unbeziehbar werden (Salpetersäure zum Beispiel).
Das war für uns nie ein Problem. Allerdings hatten wir auch das Grundwissen in Chemie (H2SO4 , KAS ....)

Vielleicht hatten wir ja nur unwahrscheinliches Glück, oder es lag eben auch an der guten Literatur die wir hatten, dass wir heute noch alle Glieder haben.

Ich finde es prinzipiell nicht verkehrt, dass es heute so freundliche Dinge wie Unkrautex (KClO3) nicht mehr an jeder Ecke gibt. Aber wirklich geholfen hat das nicht.

Daher versuche ich mal etwas tiefer zu bohren und bediene mich dabei einer Analogie:
Von Kleinkindern hervorgerufene Wohnungsbrände
Frage 1: Warum ist es passiert?: Das Kleinkind hat die Streichhölzchen in die Finger gekriegt und abgefackelt (also sorgen wir dafür, dass das Kind nicht mehr dran kommt. Dass das immer prima klappt sehen wir ja)
Frage 2: Warum hat ein brennendes Streichholz dazu geführt, dass die Bude brannte?: Weil das Kind das Streichholz anmachte, und als es an den Fingern heiss wurde, das brennende Streichholz auf den Teppich fielen lies.
Frage 3: Warum wurde es an den Fingern heiss: Weil das Kind das Steichholz angezündet hat (hier sind wir in der Böller-Welt. Problem ist: Das Kind hat was getan, was es nicht tun sollte)
Frage 4: Ich hab auch schon Streichhölzer verwendet und mir dabei weder die Finger angekokelt noch die Bude abgefackelt. Also, warum wurde es an den Fingern heiss?:
Das Kind hat das Streichholz an der Reibefläche angerieben, und als es brannte mit der brennenden Seite nach UNTEN gehalten. Die aufsteigende Hitze hat es überrascht. Hat es doch bereits bei Mama und Papa gesehen, dass man das Streichholz anzündet und dann auspustet.

Jetzt die Frage: Was tun wir?
-Wir verbannen Streichhölzer @all. OK, das funktioniert bis zu dem Ski-Ferien, dem Ferien-Lager in Italien oder.....
-Wir verdammen die Eltern, dass sie die Streichhölzer nicht richtig verwahrt haben. Prima Sache. Ich hab zwar keine Kinder, aber ich war mal eins. Und in unserem Haus gab es NICHTS, das ich nicht schon erkundschaftet hatte bevor ich 5 wurde.
-Wir verdammen die Eltern, dass sie die Söglinge von der puren Existenz der Streichhölzer in Kenntnis setzten, und ihnen unbewusst zeigten, dass man damit magisches Hell machen kann.
oder
-Wir verwahren sie so gut, dass Kleinstkinder noch nicht ran kommen und sorgen dafür, dass Kleinkinder die bereits motorisch dazu in der Lage sind Streichhölzer anzureiben auch wissen was sie tun. Das sie wissen, dass man ein Streichholz anreibt, es dann mit der Flamme nach oben hält. Und das ganze nicht auf dem Teppich macht (ganz Verrückte würden ihrem Nachwuchs sowas im Garten zeigen).
 
Als ich noch jung war, waren die hier legal erhältlichen Böller auch in der Lage mal nen Finger abzutrennen.
Da konnte man um einen Kanonenschlag noch eine ganze Rolle Paketband wickeln. Hat es komplett zerrissen. Heute ist das nur noch ein besserer "Plop"
Eine Plastik-Einweg-Flasche am Kompressor zu füllen und auf einen Nagel hauen knallt 10x so laut.
 
Als ich noch jung war, waren die hier legal erhältlichen Böller auch in der Lage mal nen Finger abzutrennen.
Da konnte man um einen Kanonenschlag noch eine ganze Rolle Paketband wickeln. Hat es komplett zerrissen. Heute ist das nur noch ein besserer "Plop"
Geht mir irgendwie auch so. Die ersten "Tschechenknaller" Mitte der 90er hatten eine richtig gute Qualität (kein Scherz). Das wurde dann aber von Jahr zu Jahr massiv schlechter. Heute trau ich den Dingern nicht mehr über den Weg.

Und die Knaller, die wir letztes Jahr hatten, waren aus irgendeinem Discounter. Das war aber auch Quantität über Qualität. Die waren mindestens genauso mies verarbeitet wie die Knaller, vor denen immer gewarnt wird. Im Unterschied dazu waren die Dinger aber so leise, dass man sich das Anzünden auch hätte sparen können. Und genau das haben wir dieses Jahr gemacht. Wir haben 8 Raketen und sonst nichts.

In solchen Momenten schwanke ich immer zwischen.
"haha, Darwin" und "die armen Idioten".
Der Darwin Award kommt dafür nicht in Frage, da die nicht gegeben ist.
 


Die Originalität steht gar nicht zur Frage, wenn die Zeugungsfähigkeit gar nicht durch den Unfall verloren ging.
 
Was mich daran stört,
a) dass es solche "Anleitungen" und Videos auf Youtube gibt und diese frei zünganglich sind für jederman
Warum? Findest du, weniger Wissen ist besser oder was?

Mich stört eher, dass die Anleitungen auf Youtube zu schlechte Qualität zu haben scheinen.

b) dass die "Jugendlichen" an die "Substanzen" zum Bau des Böllers herangekommen sind
Den Kabbes kannste im Internetz bestellen. Einer meiner Favoriten für gängige Chemikalien ist .

Grammatik wäre ... blabla.

Inhaltlich haste nix zu bieten, oder?

-Wir verwahren sie so gut, dass Kleinstkinder noch nicht ran kommen und sorgen dafür, dass Kleinkinder die bereits motorisch dazu in der Lage sind Streichhölzer anzureiben auch wissen was sie tun. Das sie wissen, dass man ein Streichholz anreibt, es dann mit der Flamme nach oben hält. Und das ganze nicht auf dem Teppich macht (ganz Verrückte würden ihrem Nachwuchs sowas im Garten zeigen).
Solche Lösungen sind doch utopisch. Das scheitert an der Bildung der Eltern…


Meine Meinung: Schon wieder ein Problem, was man durch mehr Bildung lösen könnte. *gähn*
 
Das scheitert an der Bildung der Eltern…
Keine Ahnung ob das ein Problem der Bildung oder der Angst ist.
Die Streichholz-Story beruht auf wahren Begebenheiten. Das hatte eine vom VDS angeleierte Studie mal hervorgebracht. Es waren, IIRC, über 90% der Fälle, die sich auf genau das zurückführen liesen.

Aber Feuer, einerseits Wärme und Behaglichkeit, ist eine Gefahrenquelle, und davor will man sein Kind ja schützen. Oft leider mit fatalen Folgen.

Aber das ganze kann man ja bei einem anderen Thema im weltgrössten Freilandversuch begutachten:
Sexualerziehung in den USA. Die besteht in einigen Staaten ja hauptsächlich darin Enthaltsamkeit zu propagieren. Geschmückt mit ein paar Bildern von freundlichen Geschlechtskrankheiten werden sie Teens konditioniert.
Das hält dann oftmals auch bis zur ersten Party. Und so kommt es dann, dass Sendungen wie Teen Mom in den USA zum Hit werden.
Wie dabei durften wir doch bei Southpark lernen: Die schlimmste sexuell übertragbare Krankheit ist SCHWA-NGER-SCHAFT.
 
Die Bildung der Eltern ist dann ausreichend, sofern sie selber mit Streichhölzern umgehen können.
Und die Kinder bildet man durch ausprobieren am Küchentisch.
Meine Erfahrung: Gib ihnen frühzeitig eine Kerze und ein Paket Streichhölzer. Setz Dich gegenüber und schauen ihnen beim Ausprobieren in die Augen und erfreue Dich an ihrer Faszination.
Nach spätestens 150 Hölzern wissen sie dann, daß es heiß werden kann und sie widmen sich wieder ihrem Spielzeug.
 
Hmm, ich hab mir als Kind öfters die Finger verbrannt. Die Faszination, mit den Fingern durch die Flamme zu streifen war zu groß.

Ob mir das zu denken geben sollte? :uglyngb:
 
@musv: Och, dass mach ich heut noch mit Kerzen. Wie langsam kann man durchgehen bis es weh tut :ugly:
 
Vielleicht liegt es auch an der wachsenden Fettschicht?:unknown:
 
Nein. Die Fettzellen liegen unter den Nervenzellen. Sofern sich die Dicke der (lebenden) Haut im Alter ändert, wird so afaik wohl auch eher dünner.

Die Empfindlichkeit dürfte individuell sein. Allerdings kann ich jemanden, der sagte, er könne z.b. nicht feststellen, ob ein Prozessor heiß würde. Er hatte Bäcker gelernt und meinte, zu oft die Temperatur der Backwaren ertastet zu haben.
 
Ich dachte vielleicht das mit dem Fett leitet die Hitze besser ab.
 
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