Du bist der einzige der keine Angst vor dem Tot hat und darum wider allen Umständen deine Freiheitsliebe gegen Gewehre, Hunger und Verfolgung durchsetzt.
... oder du bist ein ewig Gestriger, der fern der Realität des Lebens lebt.
Was soll die Anmache?
Ich spreche an keiner Stelle von mir, sondern von den mit einem Wort verbundenen Konnotationen.
Es geht auch nicht um die Frage, wie Menschen sind, sondern es geht um die Frage, wie sie von anderen Menschen eingeschätzt werden.
Während der NS-Zeit wurde in Deutschland zwischen einer Herrenrasse und den Sklavenvölkern unterschieden. Sklaverei wurde nicht als Produktionsverhältnis verstanden, sondern als Folge einer unveränderlichen Erbeigenschaft bestimmter Völker, die, so die Ideologie weiter, zur Freiheit gar nicht befähigt sind sondern einen starken Herrn brauchen.
Diese Denkweise haben die Nazis nicht erfunden, sondern in Gestalt volkstümlicher Vorurteile vorgefunden. Die sind auch mit der NS-Zeit nicht einfach verschwunden. Sondern Ableger dieser Sorte Völkerkunde leben an den Stammtischen fort, wenn die Gemüter sich erhitzen, wie DER Pole, DER Russe, DER Amerikaner, DER Grieche usw. seien.
Insofern ist es ein Skandal, Menschen aus dem Ausland, die sehr wenig Geld verdienen, als Sklaven zu benennen. Wollte man das Verhältnis denunzieren, würde man zum Beispiel sagen, dass ihre Arbeitsbedingungen an jene der Sklaverei erinnern.